UV. Nanſſſtr. 22.
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der Behandlung der Farbe. Nur eines vermißt die deutſche Kunſtkritik bei ihnen, das, was wir conventionell als Idea⸗ ls mus bezeichnen. Um dieſen Mangel zu erſetzen, iſt ein Kunſtler erſtanden, der allen der niederländiſchen Schule ſhlenden Idealismus in ſich allein concentrirt, ein Maler, nr nicht mehr Farben malen will, nur Ideen, ja, der die Idiee gar nicht mehr malen, nur andeuten und durch ihre in den Rand geſchriebene Bedeutung allein ſchon groß ſein, im Maler, der von der Gegenwart verſtanden zu werden
aufgegeben hat und von den kommenden Geſchlechtern lein ſeine Anerkennung erwerben will. Es ſei mir ge⸗ iritet, in meinem nächſten Briefe den Leſer zu dem nieder⸗ ümdiſchen Maler der Zukunft, in das Atelier der Pro⸗ amm⸗Malerei zu führen.
gedichte von Hugo Raßner.
Erkenntniß.
So oft der Abend Dir gekommen,
Denk' einmal noch des Tages nach, Dann wird Dir einſt der Abend frommen An Deines Lebens letztem Tag.
Dann läßt Dich vor Dir ſelbſt erglühen, Was übel oder nicht vollbracht,
Dann gibſt Du Deinen tauſend Mühen Getroſt und freudig gute Nacht.
Wenn Du das Pfund, das Dir gegeben An Geiſt und Willen, thätig brauchſt, Dann zeigſt Du erſt, daß Du fürs Leben Und für den großen Sabbath taugſt!
Sei getroſt!
*
1.
Vom Walde floh des Winters Eis,
Des Herbſtes welke Täuſchung modert, Und neuer Frühlingsjubel lodert
Im lichten Grün um Stamm und Reis;
Und ob der Täuſchung eiſig Wüthen Dein gläubig Hoffen ſchon umreift: Bald kommt ein neuer Lenz und ſtreift Den Froſt hinab und weckt die Blüthen!
2.
Wenn Dir in trüben kalten Stunden, An Sorgen reich, an Hoffnung arm, Zertrümmert ſcheint, was licht und warm Und kaum noch möglich ein Geſunden:
7
Dann ſei ein Mann und ob die Wunden Dir Schmerzen bringen ſonder Maß: Wer ihn zu ſuchen nicht vergaß,
Der hat noch immer Troſt gefunden.
s endgültig entſcheiden? Genug, es iſt ſo, das empfindet Nie⸗ nand mehr als die Reiſenden, und unter dieſen wieder Niemand ſnto als die Engländer. Suchten ſie ſonſt auf dem Continente ürtolung für ihre zerrüttete Geſundheit und ihren nicht minder Mütteten Geldbeutel, ſo durften ſie ſich der Hoffnung bingeben ufallerhand Abenteuer zu ſtoßen. Waren dieſe oft komiſcher oder aelunter Art, ſo that es auch nichts, wenn ſie in das Schreckliche hlugen; imme doch Abenteuer, und das Aufregende, as ſie mit ſich führten, hatte ſeinen eigenthümlichen Reiz, zumal ange Zeit hindurch Stoff zur Unterhaltung gewährten, und r Erzähler dadurch nicht ſelten zu einer intereſſanten Perſon nurde, eine Eigenſchaft, die ihm außerdem vielleicht gänzlich mugelte. 3 3 Selbſt das Gaſthaus zu Terracina, durch Auber's lieb⸗ 1h Oper zu einer europäiſchen Berühmtheit gelangt, iſt kein ge— richer Aufenthaltsort mehr; in d ü ſiat iſt die Mitternachtsſtunde ſo ſicher wie jede andere, und ohne malliche Aufregung können eengliſche Touriſten ſdie Via Appia Kfillgen 3 die pontiniſchen Sümpfe bringen keine andern Gefahren ur als die ihrer Ausdünſtungen. Das verdroß gewaltig den edlen Lord S*r, als er im vori⸗ 4 Jahre auf ſeiner„T vur“ pflichtſchuldigſt die Reiſe nach in unternahm, und wie einſt ein König ſeines Vaterlandes mrrichten Andenkens, ausrief:„Ein Pferd! Ein Pferd! Ein Kö⸗ ugrüch für ein Pferd!“ ſo rief er parodirend:„Räuber! Räuber! Suend Pfund für eine anſtändige Räuberbande!“— als er, bis t Terracina gelangt, von dem„Vater Zerlinens“ erfuhr, daß (Eegend, Dank den Säbeln der päpſtlichen Dragoner und an⸗
1 1 n enverſtändigen Maßregeln der päpſtlichen Regierung, vollkom⸗ 2 tun
en Engpäſſen ſeiner Nachbar⸗
men ſicher ſei. Dieſe unerwartete Kunde ſtörte ſeine Reiſeberech⸗ nungen auf eine empfindliche Weiſe, denn in das Budget war im Voraus der Poſten„Löſegeld an die Räuber“ aufgenommen wor⸗ den, und auf allerlei Art hatte ſeine geſchäftige Phantaſie die Er⸗ zählung von der Tapferkeit und Geiſtesgegenwart ausgeſchmückt, die er bei dem Ueberfalle der Bande eines neuern Fra Diavolo bewieſen zu haben ſich gedacht hatte. NRäuber mußten daher geſchafft werden, und da keine wirk⸗ lichen und echten zu haben waren, mußte er ſich mit künſtlich nach— gemachten behelfen. Um mit Kraft und Entſchloſſenheit einen Angriff zurückweiſen zu können, hatte Lord S** ſich mit einer zahlreichen Dienerſchaft umgeben. Von dieſen Vertheidigern Seiner Lordſchaft wurden jetzt Zwei, deren Perſönlichkeit ſich dazu am beſten eignete, in Angreifer verwandelt, und während der Lord in Terracina ein Abendeſſen verzehrte, das er abſichtlich bis tief in die Dunkelheit hinein verlängerte, mußten ſeine beiden Diener, in ein romantiſches Räubergewand gehüllt— was wäre nicht für Geld überall zu haben— auf der Straße vorausreiten und ſich an einem geeigneten Orte in Hinterhalt legen. Nach einiger Zeit rollte der Wagen des Lords heran, der An⸗ griff erfolgte, und von beiden Seiten wurden einige zwanzig Pi⸗ ſtolenſchüſſe— natürlich blind geladen— gewechſelt. Es war ein allerliebſtes und ſehr romantiſches Poſſenſpiel— die Dunkelheit — das Blitzen und Knallen der Schüſſe— das wilde Herumfah⸗ ren der Räuber, welche, durch die Ueberzahl der Reiſenden nicht erſchreckt, bald hier, bald dort den Angriff verſuchten— das Angſt⸗ geſchrei der Dienerſchaft— das Geſchrei des Lords, der auf die Räuber fluchte und ſeine Leute zur tapfern Vertheidigung anfeuerte! — Kurz, das Ganze war vortrefflich in Scene geſetzt; leider aber


