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Nr. 11.]
ſpeiſe und Abends die Oper beſuchen wolle. Franz er⸗ zählte, daß die gnädige Frau ſehr zurückgezogen gelebt
hätte, faſt nur mit einer jungen Dame umgegangen ſei,
einer Frau von S., welche ſie ſchon aus früherer Zeit kannte und liebte. Reginald belohnte Franz für dieſe guten Nach⸗ richten, ſpeiſte an Ort und Stelle, wo er das beſondere Glück hatte keine Bekannten zu treffen, und ging dann nach Haus und zog Civilkleider an, um nicht den erſten Rang der Oper beſuchen zu müſſen, wo Olga ihn gewiß geſehen haben würde. Um ſechs Uhr begab er ſich, von ſeinem Diener begleitet, ins Opernhaus und beobachtete die ankommenden Wagen und Damen, trat bei Olga's Nahen in die Loge ſeines alten Gönners, des Portiers, ſo daß ſie ihn, wie er glaubte, nicht bemerken konnte, und wartete dann vom Neuen.
Endlich nach langem Harren erſchien der Wagen des
Generals von k., und Helene ſtieg aus.
„Sieh Dir dieſe Dame genau an, Robert,“ ſagte Re⸗ ginald.„Du wirſt morgen früh zum Höôtel du Nord gehen, und wenn ſie ausfährt oder ausgeht, wirſt Du ihr folgen überall hin, und vor jedem Hauſe oder Laden, den ſie be⸗ tritt, wirſt Du ſtehen bleiben. Ich werde durch die Haupt⸗ ſtraßen reiten, beſonders unter den Linden, und wenn ich Dich ſehen werde oder Du mich, dann wirſt du mir das Pferd abnehmen und es nach Haus reiten. Haſt Du Dir die Dame genau angeſehen? Wirſt Du ſie wieder er⸗ kennen?“
„Unter allen Damen Berlins, Herr Lieutenant.“
„Vergiß ſie nicht! Hier haſt Du Geld, kauf' Dir ein Billet.“ Reginald folgte Helene, und als er ſah, daß ſie mit ihrer Begleitung in eine Loge der linken Seite trat, nahm er in einer rechten Parquetloge Platz, und ins Dun⸗ kel zurückgezogen betrachtete er ungeſtört ſtundenlang He⸗ lenens ſchönes Antlitz, welches ſein Opernglas ihm dicht vor die Augen zauberte.
Wie viel mächtiger, verzehrender iſt verſchmähte oder
Dritte folge.
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unerkannte Liebe als erwiderte! Erſtere iſt ein Sonnen⸗ ſtrahl, welcher durch das Brennglas des Auges in das Herz des geliebten Gegenſtandes fällt und es entzündet; uner⸗ widerte Liebe aber iſt ein Strahl, der vom kalten Brenn⸗ ſpiegel des Auges zehnfach heißer auf den Ausſender zurück⸗ geſchleudert wird und ihn in die heftigſten Flammen ſetzt. So kam es denn, daß er es nicht mehr ertragen konnte ſie zu ſehen und hinausſtürzte wie ein Menſch, welchen die fürchterlichſten Schmerzen peinigen. Wie wohl that es ihm, als die Nachtluft ſein entblößtes Haupt umfächelte und ſeine glühende Stirn kühlte; aber auch dieſe Labung dauerte nur wenige Augenblicke, dann ſchien ihm die Luft ſo heiß erſtickend wie im Hauſe. Schon bereute er es, daß er dieſe koſtbaren Minuten, in denen er ſie ungeſtört be⸗ trachten durfte, verſäumt hatte, und er kehrte ſchleunig zu⸗ rück, um ſich von Neuem den Strahlen der Liebe auszu⸗ ſetzen und von Neuem hinauszuſtürzen, um ſich mit Maſ⸗ ſen von Gefrornem zu kühlen und wieder zurück zu eilen und dieſes für ihn tragikomiſche Spiel fortzutreiben, bis der Vorhang zum letzten Male fiel und Helene, von dem alten General in den Wagen gehoben, in der Dunkelheit verſchwand.
Am andern Morgen beſtieg er ſein Pferd und ritt die Linden entlang. Das Glück begünſtigte ihn, er traf bald auf Robert, der herzuſprang, ihm das Pferd abnahm und rapportirte: die Dame wäre nach neun Uhr ausgegangen, zunächſt in dieſes Seidenmagazin, und verweilte ſchon längere Zeit darin.
Reginald ſchickte den Diener mit dem Pferde zum Stall. und ging vor dem bezeichneten Hauſe auf und nieder. Als er das zweite Mal zurückkehrte, trat Helene von Franz ge⸗ folgt aus der Thür, und Reginald ging grüßend auf ſie zu. Im erſten Augenblick erkannte Helene ihn nicht, da ſie ihn nie in Uniform geſehen hatte, doch gleich darauf machte der erſtaunte Ausdruck einem freundlichen Lächeln Platz, und ſie ſagte:„Wie glücklich trifft es ſich, daß wir uns hier
233 Rübenzuckerfabriken, wovon die meiſten im Monat Februar oder Ende März, mehrere auch im Monat April, nur ein Paar im Juni und Juli ihren Betrieb ſchloſſen. Die meiſten Rü⸗ benzuckerfabriken zählt Preußen und Anhalt⸗Deſſau⸗Cöthen. Die einzelnen Zollvereinsſtaaten reihen ſich in dieſer Bezie⸗ hung in folgender Ordnung: das Fürſtenthum Schwarzburg⸗ Rudolſtadt und Kurfürſtenthum Heſſen je 1, die Großherzogthuͤ⸗ mer Weimar und Baden, dann Thüringen je 2, Königreich Sach⸗ ſen 3, Würtemberg 5, Bayern 6, Braunſchweig 10, Anhalt⸗Bern⸗ burg 11, Anhalt⸗Deſſau⸗Cöthen 16, Preußen 174. In Hanno⸗ ver, Oldenburg, Naſſau, Luxemburg und Frankfurt a. M. ſind Rübenzuckerfabriken nicht vorhanden. An Runkelrüben verarbei⸗ teten dieſe Fabriken im Ganzen 27,551,209 Cin. 44 Pfd., in die ſich die einzelnen Zollvereinsſtaaten in folgender Weiſe theilen:
Cin.
Preußen. 20,937,626 Bayern 330,632 Sachſen. 117,572 Würtemberg. 1,024,157 Baden. 1,350,531 Sachſen⸗Weimar. 196,185 Kurfürſtenthum Heſſen 15,665 Thüringen. 158,977 Braunſchweig.. 969,707 Jan Anhalt⸗Deſſau⸗Cöthen 2,064,178 do Anhalt⸗Bernburg 1,285,792
Schwarzburg⸗Rudolſtadt 96,124 1 Durchſchnittlich verarbeitete alſo eine Fabrik im Jahre
die Fabriken in Baden und Würtemberg. Im Königreich Preu⸗ ßen befinden ſich verhältnißmäßig die meiſten Fabriken in der dor⸗ tigen Provinz Sachſen, nämlich 108, in Schleſien 39. Die bayeriſchen Rübenzuckerfabriken ſind in Nördlingen, dann Frie⸗ densau und Frankenthal(Rheinpfalz), in Regensburg und Puch⸗ hof(die beiden Fickentſcher'ſchen Fabriken in der Oberpfalz) und in Rotten dorf. Die Etabliſſements in Friedensau bei Mutterſtadt und in Regensburg hatten ſich wegen ihrer ſchönen Fabricate auf der allgemeinen Ausſtellung zu München 1854 Auszeichnungen er⸗ rungen. Im Durchſchnitt verarbeitete im Jahre 1856/57 eine bay⸗ riſche Fabrik 55,122 Ctn. Runkelrüben. Der bedeutendſte Betrieb findet in der Reihlen'ſchen Fabrik zu Friedensau ſtatt, nach ihr kommt die Fickentſcher'ſche Fabrik in Regensburg; erſtere verar⸗ beitere im verfloſſenen Jahre 150,325, letztere 63,680 Ctn., beide alſo zuſammen etwa ⅛ der ganzen in Bayern zu Zucker verarbei⸗ teten Runkelrübenmenge. Die großartigſte Fabrik des ganzen Zollvereins dagegen iſt die der„badiſchen Geſellſchaft für Zucker⸗ fabrication in Waghäuſel,“ die vom 1. Oct. 1856 bis 17. Juli 1857 über 1,273,400 Ctn. Runkelrüben verarbeitet hat. Der ſchönſte weiße Melis war auf die deutſche Ausſtellung in München von dieſer Fabrik eingeſandt worden. Die Rübenzuckerſteuer warf im Zollverein nach Abzug von Rückvergütungen u. ſ. w. 5,510,242 Thlr. 19 ½ Sgr. ab. Die Steuererhebungskoſten ſind ſehr gering und beliefen ſich nur auf 197,386 Thlr. 3 ¼1 2 Sgr., ſo daß alſo über 5,312,856 Thlr. zur gemeinſchaftlichen Theilung
unter die Zollvereinsſtaaten kommen; mithin betrugen die Beauf⸗
ſichtigungskoſten einer Fabrik etwa 845, die Steuer, welche im Durchſchnitt eine Fabrik 1856/57 bezahlte, aber 22,800 Thlr.
rglics6 Ctn. Runkelrüben. Dieſen Durchſchnitt erreichten nur Die ſtete Zunahme der Rübenzuckerinduſtrie im Zollverein, na⸗ er 19
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