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Dritte folge.
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Waſſerſcheide bildet, indem ſie die Nebenflüſſe des Lecam⸗ ſetzt ſei, und nun konnten ſie gar nicht begreifen, wie bye oder Zambeſi von einem Theile der Hauptgewäſſer des Menſchen in dem obern Stockwerk leben könnten, während
Congo trennt.
Ihre Höhe über dem Meeresſpiegel be⸗ das koniſche Dach der untern Hütte in der Mitte ſei. Ein
trägt nur 4000 Fuß, und doch entſpringt, während von Haus des Doctor beſchrieben ſie:„Es iſt keine Hütte, es
dem ſüdlichen Ende ein Gewäſſer ſich ergießt, das dem ins indiſche Meer ausmündenden großen Fluſſe das meiſte Waſſer zuführt, von dem nördlichen Ende ein Strom, der ein ſehr wichtiger Nebenfluß des Caſai iſt, eines Fluſſes, welcher, nachdem er verſchiedene Nebenflüſſe aufgenommen hat, ſeine Gewäſſer mit denen eines andern nordwärts flie⸗ ßenden Fluſſes von gleicher Größe(Quongo) vereinigt. Beide ergießen endlich, nach einem beträchtlichen Lauf, während deſſen ſie noch viele Gewäſſer aus den Gegenden des Aequators aufgenommen haben, ihren vereinigten Strom unter dem Namen Congo oder Zaire ins atlan⸗ tiſche Meer.
Eine ſolche Reiſe wie dieſe, von der wir nur eine kurze Skizze gegeben haben, konnte nicht ohne große Leiden be⸗ endigt werden. Die hoch liegenden Ebenen, welche unſer Reiſender zu paſſiren hatte, waren ſämmtlich von dem pe⸗ riodiſchen Regen überſchwemmt und er war beſtändig ganz durchnäßt. Ein Fieberanfall folgte auf den anderg, und zu der Zeit, wo er Loanda erreichte, war er mehr todt als lebendig, trotz der größten Aufmerkſamkeit der portugie⸗ ſiſchen Coloniſten, die ihm im letzten Monat ſeiner Reiſe zu Theil wurde. Die ihn begleitenden Makololo wurden nicht weniger freundlich behandelt als er ſelbſt. kungen derſelben über das, was ſie ſahen, waren ſehr merk⸗ würdig. Der Anblick der See ſetzte ſie natürlich in große Verwunderung. Sie ſagten:„Wir glaubten, daß das, was die Alten uns erzählt hatten, wahr ſei und daß die Welk kein Ende habe; doch plötzlich ſagt die Welt zu uns: ich bin zu Ende; weiter reiche ich nicht.“ ges Haus war ihnen etwas Unbegreifliches. Der nächſte Punkt, bis zu dem ſie gelangten, war die Idee von zwei Hütten, von denen die eine auf das Dach der andern ge⸗
Die Bemer⸗
Ein zweiſtöcki⸗
iſt ein Berg mit einigen Kellern darin.“ Im Hafen lag eine engliſche Kriegsbrigg, an deren Bord ſie eingeladen wurden und wo man ihnen eine Kanone abfeuern ließ. Dr. Livingſton benutzte die Gelegenheit, um ihnen zu ſagen, die Engländer brauchten ſolche Feuerwaffen, um dem Secla⸗ venhandel ein Ende zu machen. Sie wurden auch in eine Kirche geführt, wo ſie dem Gottesdienſte beiwohnten, und nachher erzählten ſie, ſie hätten die Weißen geſehen, wie ſie ihre Schutzgeiſter bezaubert hätten. Ganz in derſelben Weiſe ſprachen ſie ſich aus, als ſie die heidniſchen Gebräuche bei den Balonda geſehen hatten.
Dr. Livingſton kehrte auf dem Wege, den er gekommen war, wieder nach Linyanti zurück, mit der Ausnahme, daß er in einem Theile der Centralebene einen Umweg machte, um einige der Häuptlinge zu vermeiden, die ihn bei ſeiner vorigen Reiſe ſehr ſchlecht behandelt hatten. Er kam da⸗ ſelbſt im Oct. 1855 nach einer Abweſenheit von beinahe zwei Jahren an, während welcher Zeit er ſieben und zwan— zig Mal von dem Fieber befallen und durch Menſchen und Thiere oft in Lebensgefahr geweſen war. Eine der größ⸗
ten Gefahren von wilden Thieren hatte er noch kurz vor
ſeiner Ankunft in dem Gebiete des ihm befreundeten Häupt⸗ lings Sekeletu zu beſtehen. Er hatte ſeit langer Zeit nicht mehr geſchoſſen, doch ſeine Gefährten wünſchten wie⸗ der einmal Fleiſch zu eſſen, deshalb landeten ſie den Nachen am Ufer, damit er von da ein Zebra ſchießen ſollte. Un⸗ glücklicher Weiſe zerſchoß er demſelben nur einen der hin⸗ tern Schenkel, was das Zebra nicht verhinderte, die Flucht zu ergreifen, das nunmehr von allen ſeinen Leuten verfolgt wurde. Dr. Livingſton folgte denſelben durch das hohe Gras und ſah zu ſeinem Schrecken einen Büffelochſen im vollen Galopp auf ſich zurennen. Er ſah ſich nach Schutz
oder auf perſönlichen Kleinigkeiten, wie ſie ja bei allen menſchli⸗ chen Dingen ſich vorzudrängen pflegen.
Das vorliegende Probeheft wird eröffnet durch eine ausführ⸗ liche Kritik von Gottwerth Schmiedt über das neue Werk von Da⸗ vid Strauß:„Ullrich v. Hutten“(2 Bde. Leipzig, F. A. Brock⸗ haus. 1858), in welcher es hervorgehoben wird, wie das, was dem Buche eine beſondere Weihe und Farbe gibt,„die Geiſtes⸗ und leider auch vielfach die Schickſals⸗Verwandtſchaft“ iſt, in der der Verfaſſer des Buchs mit ſeinem Helden zuſammentrifft. Herr Schmiedt bezeichnet Hutten als Einen der Seltenen, deren ge⸗ ſammtes Leben aus einem einzigen Mittelpunkte hergeleitet wer⸗ den könne:„er hat jenen Idealismus in ſich getragen und durch großartiges Wirken offenbart, ohne den ein Volk nimmer eine großartige Geſchichte hat und neue Epochen ſeines Daſeins und Wirkens herbeiführt.“
Ddie zweite Mittheilung iſt überſchrieben:„Julius Cäſar. Tragödie in 5 Acten nach Shakeſpeare von***. Nach einem Manuſcript.“ Damit beginnt die Redaction die Erfüllung eines Punktes ihres Programms, der dieſem eigenthümlich iſt und lau⸗ tet:„Ferner werden wir noch beſtrebt ſein, Werke, welche uns
ſprachen.
den meiſten Fällen denn doch vortheilhafter, und es könnten ſich durch Unterbreitung neuer Arbeiten, vor einem auserwählten Publicum zunächſt, dieſe Jahrbücher ein ganz beſonderes Verdienſt erwerben.
Die letzten Artikel bringen Proben aus einer trefflichen Ueberſetzung des Oedipus in Kolonos von Marbach und Kritiken von A. Böttger's Buch der Sachſen und B. Auerbach's neueſtem Kalender, welche beide Erſcheinungen wir ſelbſt erſt kürzlich be⸗ So liebenswürdig wir in der letzten Beſprechung na⸗ mentlich das theilnahmvolle Eingehen auf die Beſtrebungen der
Gegenwart finden, ſo glauben wir doch, nachdem wir ähnliche
Anerkennung der Auerbach'ſchen Muſe mehrfach ausgeſprochen, die ſpeciellen Bedenken unſerer letzten Kritik auch dieſem Aufſatz ge⸗
genüber aufrecht erhalten zu können.
von deren Urhebern im Manuſcript mitgetheilt werden, durch Dar⸗
legung ihres Inhalts und Mittheilung von Bruchſtücken dem Publicum zu freundlicher Aufnahme zu empfehlen, wenn ſie ſolche unſerer Ueberzeugung nach verdienen.“ Im Falle des vorliegen⸗ den Verſuches der Art können wir nicht verſchweigen, daß die bruchſtückweiſe Mittheilung uns zum Genuſſe des Kunſtwerkes nicht gelangen läßt, daher doch auch das beigefügte Urtheil des Herrn Herausgebers dieſe Stücken ſelbſt zu erſetzen nicht im
Miseellen. Ein charakteriſtiſches Zeichen der Zeik.
Am 3. Auguſt 1814 proclamirte die Berliner Univerſität zur Feier des Geburtstags Königs Friedrich Wilhelm III. folgende Doctoren der Pbiloſophie:
1) Karl Auguſt Fürſt von Hardenberg,
2) Gebhard Leberecht v. Blücher Fürſt von Wahlſtatt,
3) Friedrich Bogislav Emanuel Graf Tauentzien von Wit⸗
tenberg,
4) Hans Ludwig York Graf von Wartenburg, 5) Friedrich Emil Ferdinand Heinrich Graf Kleiſt von Nol⸗
Stande iſt. Eine vollſtändige Veröffentlichung ſcheint uns in lendorf,


