Jahrgang 
01-26 (1858)
Seite
91
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V.

Jahrg. renderen An⸗ ne Mutter ihr ſen drängt ſich an Liebe bie⸗ und die un⸗ mit der auch Nutter hingen, zu empfangen, in ſchnell dem Du doch der hen Familien⸗ Seele erfüllt,

lugenblicke in

daran; denn zede Minute , gierig auſ⸗ egreift, die er das war ſeine verte das ein⸗ Anſtatten der Nan erſt ſah ſchön und lieb⸗ durch die graue nanſah, hatte ugen geſehen, und mit dem ing zablloſer endung ſelne ad die Trä⸗ Werc d ſ

int, in det un⸗ dieſer Helene ſie eine Frau

. et war in bpft; er war dufdie Aacricht verbeigeeilt; in b der junge⸗ Juhr. Erbalte er die Tröſtun⸗ und aus: 734

Gedanken an di

Nr. 6.]

Endlich kam Franz und meldete, daß Koffer und Schachteln aufgepackt wären. Reginald bot Helene den Arm, führte ſie zum Wagen und hob ſie hinein.

Welch bis ins Herz dringendes Gefühl iſt es, wenn man eine bezaubernde Frau, der man ſonſt nicht nahen kann und darf, ſo über den Wagentritt hinaufhebt! Er ſprang eilig nach, und fort ging es durch die verräucherte Stadt und die frühlingsfriſchen Alleen nach Schönau.

Sie ſprachen nicht viel und nur Alltägliches; was ſoll

man ſprechen, wenn der Diener Ohren jedes Wort er⸗

faſſen?(Fortſetzung folgt.)

Dr. Livingſton's Entdeckungen im ſüdl. Afrika.

(Fortſetzung.)

Seit ſeiner Ankunft bei ihnen hatte er von einem Fieberanfall gelitten und obwohl er von demſelben curirt war, ſo war doch ſeine körperliche Schwäche noch ſehr groß. Ein deutliches Zeichen derſelben war der eigen⸗ thümliche Schwindel, von dem er befallen würde, wenn er plötzlich auf einen Gegenſtand am Himmel blickte. Dann ſchien ihm Alles an ſeiner linken Seite zu rauſchen, und wenn er ſich nicht ſogleich an Etwas feſthielt, ſo ſtürzte er heftig auf den Erdboden. Trotzdem daß er körperlich noch ſo ſchwach war, beſchloß er doch, als die beſte Zeit für eine Reiſe in jenen Gegenden ſich eingeſtellt hatte, abzureiſen mit dem Entſchluſſe,den Verſuch, dieſen Theil Afrika's zu eröffnen, entweder glücklich auszuführen oder dabei um⸗ zukommen. Er hatte 27 Eingeborene, Unterthanen von Sekeletu, bei ſich, von denen zwei wirkliche Makololo und

die übrigen Eingebornen von andern Theilen Centralafri⸗ ka's waren. Für dieſe Leute nahm er drei Flinten und für ſich ſelbſt eine Büchſe und eine hübſche Doppelflinte, ein kleines Zigeunerzelt, das gerade groß genug war, um darin zu ſchlafen, einen Mantel von Schafsfellen als Decke und eine Matratze von Pferdehaaren als Bett mit ſich. Eine Bibel, ein nauſiſcher Almanach, eine Reihe logarith⸗ miſcher Tafeln, ein Sextant, ein Thermometer, ein Chro⸗ nometer von Dent am Strand in London und zwei Com⸗ paſſe bildeten ſeinen theologiſchen und ſeinen wiſſenſchaft⸗ lichen Apparat, wofern wir nicht zu einer der beiden Ka⸗ tegorien eine Laterna magica hinzuzählen wollen, die ſich bei verſchiedenen Gelegenheiten ſehr nützlich bewies. Hin⸗ ſichtlich der Lebensmittel verließ er ſich beſonders auf die Jagd, und da es ihm ſehr am Herzen lag, ſein Gepäck ſo viel wie nur möglich zu erleichtern, ſo nahm er nur gegen 20 Pfd. Glasperlen und Knöpfe mit, um dagegen im Fall der Noth Lebensmittel einzutauſchen, und ungefähr eben ſo viel Kaffee, Thee und Zucker. Eine ſehr merkwürdige Vorſicht darf nicht vergeſſen werden. Eine zinnerne Büchſe, die ungefähr funfzehn Zoll ins Gevierte hatte, war mit einem Hemd, Beinkleidern und Schuhen gefüllt, die für den Fall geſpart werden ſollten, wenn die Reiſegeſellſchaft zu civiliſirten Menſchen käme.

Am 11. Nov. verließen unſere Reiſenden Linyanti in Kähnen, welche Sekeletu beſorgt hatte. Zugleich hatte derſelbe dafür Sorge getragen, daß ſie, ſo weit ſein Ein⸗ fluß reichte, überall eine freundliche Aufnahme fanden. Nachdem ſie in den Zambeſi geſegelt waren, der hier den Namen Lecambye führt beide Namen bedeuten in ver⸗ ſchiedenen Dialekten jener GegendFluß, fuhren ſie in dieſem Fluſſe bis an den Waſſerfall bei Gonye hinauf, wo ſie am letzten Tage des Novembers ankamen. Der Fluß läuft oberhalb des Falls durch ein verhältnißmäßig enges Thal, das von den Barotſe bewohnt wird, welcher Stamm, wie bereits erwähnt, den Makololo unterworfen

Pfalzgraf ging durch den Park mit ihm. Er war ſchwach und

mußte ſich im Parke niederſetzen und ausruhen. Er ging nach Whitehall auf dem gewöhnlichen Wege aus dem Park und trat aus dem Bankett⸗Hauſe, auf eigens dazu gelegten Bretern, auf das Schaffot. Er war nicht lange dort, und was er ſprach, war

an die beiden Biſchöfe, Dr. Juxon und Dr. Morton, gerichtet.

Dem Dr. Juxon gab er ſeinen Hut und ſeinen Mantel. Er be⸗ tete mit ihnen, ging zwei oder drei Male auf dem Schaffot um⸗ her und ſtreckte die Hände gegen das Volk aus. Seine letzten Worte, wie man mir ſagt, waren:Ich muß mich Eurer Gewalt fügen, aber ich leugne Eure Macht(authority) ab. Er ſelbſt zog ſein Wamms aus und knieete am Block nieder. amter ſich erbot, ihm bei dem Aufknöpfen zu helfen, oder einen Dienſt der Art zu leiſten, ſtieß er ihn von ſich. Zwei Leute, mit Masken und falſchem Haar, wurden zu ſeinen Nachrichtern be⸗ ſtimmt. Wer ſie waren, iſt unbekannt: Einige ſagen, es ſei der gewöhnliche Henker geweſen, Andere, daß es ein gewiſſer Capitän Foplei war, da der Henker ſich geweigert habe, den Dienſt zu lei⸗ ſten. Der Biſchof von London(Juxon) war beſtändig bei dem König geblieben, ſeitdem das Urtheil gefällt war. Nach dem Tode des Königs hat man eine Bekannimachung erlaſſen, daß Niemand, bei irgend einer ſchweren Strafe, ſeinen Sohn, den Prinzen Karl, zum König ausrufen ſoll, und dies iſt Alles, was ich bis jetzt von dieſem traurigen Tage gehört habe. Sonderbar iſt es, daß man bei mehr als einer Gelegenheit erwähnt findet, daß der Lord Protector(Cromwell) im Park in einem Tragſeſſel Luft geſchöpft habe.

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Als ein Be⸗

Die franzöſiſchen Zeilungen während der Revolution.

In Paris entſtanden von 1789 1800 mehr als 1000 neue Zeitungen, die ihr Leben oft nur auf wenige Wochen und Num⸗ mern brachten, deren Aufhören nicht Folge einer Conceſſionsent⸗ ziehung, ſondern die Wirkſamkeit der Guillotine war, die mit der geſtürzten Partei häufig auch die Köpfe der Redacteure forderte.

Es erſchienen 1789 ungefähr 160 neue Journale, 1 140

4, 1790 3 4791 185 1792 2, 60 11793 4 55 6. 4 2 1794 35 2 795 2 30. 1796 30, 21 1797 95 5 4 1798 5 Le.

1799 73

Mehr als 200 führten den NamenJournal; dann gab es Bulletins, Feuilles, Annales, Chroniques, Courriers, Messagers, Tribunes, dann Miroirs, Vedettes, Sentinelles, Fanaux; eine Menge Patriotes, Républicains, Amis, Defenseurs, Ennemis und eine lange Reihe von Anti-(anti-Marat,- Fanatidue,-Bris- sotin), von Spott⸗ und Witzblättern. Unter letzteren beſonders Peltier's royaliſtiſches Blatt: les actes des apõtres. Die be⸗ rühmteſten waren Hebert's père Duchésne mit dem Sinnbild eines umgeſtürzten Ofens, Desmoulin's vieux Cordelier, Briſſot von Warville's patriote; Marat's ami du peuple. Die franzö⸗