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anen: der Mond zu dringen, und
hielten die eisbe⸗ leuchtet denn nur ein.
nengefunden! von Eine iſt ein Tan⸗ de, friſchgrin, Forſt, aber gol⸗ hen ſchmücken ihn. ges, Ergreifen⸗ obt, wenn er eine zu thun vor Ün⸗ nuß es ſein, denn nem glänzenden, zieht.
ohl des Baumes
„Du änderſt und
unſerer Heimatt rachen, wir wären eunden.— Höre⸗
nd das Gebitge erſt des Waldes tſinne mich Noch
fing mich wie ein ce Gtäſer ſtreb⸗ weit hinauſ, wo⸗ wie weit kann An blicken! J
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7)Flaggenn, Ma⸗
1, Gedichten, n 1 Oden mit
Nr. 3.] Dritte konnte überhaupt nicht weit hinaus, oder hoch hinauf⸗ ſtauen, denn bald über mir wölbte ſhimmerndes Zelt: leuchtende, rothe Kugeln hingen davon
hrnieder und dazwiſchen glänzten, gelb und weiß, große, lchte Sterne; jetzt weiß ich wohl, daß ich unter einem Erd- Lebens: es war noch im Frühling und ein warmer, ſon⸗ nenheller, jubelnder Tag; da kam Etwas durch Gras und
heerſtrauch erwachſen, damals aber dachte ich an Himmel, Sonne und Sterne.—
„So iſt es mit des Kindes Geſichtskreis.
„Ich war ein ſtrebſames Weſen! in wenigen Tagen atwuchs ich meiner Wiege, in wenigen Monden war mir us grüne Dach zu eng, zu niedrig, und bald konnte ich urüber hinweg, darauf hinab blicken.—
„Nun kam mir eine ſchöne, herrliche Zeit: jetzt ſah ich en wirklichen blauen Himmel glänzen und Sonne und Sterne leuchten; aber ich ſah noch Schöneres: meine Mut⸗ ir ſtand bei mir! O, das weiß ich noch wie heute, als ich ſe da zuerſt erblickte, die ſtolzeſte, ſchlanke Edeltanne, die j der Wald umrauſcht, ſilberweiß ihr Kleid, voll und ſhön ihr grünes, langes Haar, und ſo hoch und hehr ſtand ſe neben mir——, mir ſchwindelte, wenn ich ganz zu ir hinaufblicken wollte.—
„Mehr weiß ich von meinem erſten Sommer nicht; dr Winter kam ſchnell, und deckte mich kleines Ding noch uanz mit warmer, ſchneeiger Hülle.— Dann aber, als der Frühling zu neuem Leben und Streben rief, begann nir ein ſchönes, frohes Jahr.
„Ich wuchs ſchnell empor, ſo hoch wie die ſchlanken, ſchwankenden Gräſer, und ich blickte ſchon eine gute Strecke in den Wald hinein, bei mir ſtanden bunte, prächtige Blu⸗ men und ich war ſo groß wie ſie und glaubte mich ihnen ſhon ebenbürtig; auch kamen die ſchnellen, glänzenden Schmetterlinge ebenſo zu mir und erzählten von den Mär⸗ hen und Wundern des weiten, geheimnißvollen Waldes; arzu wurde ich auch noch mit einer Eidechſe meiner Nach⸗
urrſchaft bekannt, die plauderte mir von dem Leben unter
folge.
dem Mooſe und erzählte mir von den Unterirdiſchen, den
ſich ein lichtgrünes, Gnomen und Erdgeiſtern, daß mir vor Vergnügen ſchau⸗ derte.—.
„Das war mein Märchenalter. „Damals begann auch mir ſelbſt das Märchen meines
Blumen her(die neigten ſich zuſammen und flüſterten), und ſchon ſah ich es näher kommen und dachte an die Wunder⸗ märchen des Waldes. Damals verſtand ich Nichts da⸗ von und fühlte bloß, jetzt weiß ich, daß ich ein kleines, ſchönes Mädchen erblickte; einen Kranz von friſchen Blu⸗ men hielt ſie in der Hand und außerdem pflückte ſie neue. Näher kam ſie zu mir heran und als ſie mich erblickte, ſchlug ſie in die Hände, rief Etwas und ſah mich recht, recht nahe an, ſo nahe, daß mir faſt jener alte, frühe Glau⸗ ben kam und ich wieder den wirklichen Himmel und wirk⸗ V liche Sterne ſo nahe bei mir zu ſehen glaubte.— Dann hing ſie mir den Kranz um und ich zitterte vor Freude.
„Als ſie nach einer Weite mich verlaſſen, zählte ich der Zeit Flügelſchlag eine lange, lange Nacht hindurch; am nächſten Tage kam das Mädchen wieder und ſo faſt täglich; wir wurden recht bekannt mit einander und verſtanden uns: ſie ſprach mit mir von der Menſchen Treiben und ich er⸗ zählte ihr die Märchen des Waldes, ich glaube, ſie ver— nahm jedes Wort.—
V„So träumte ich in meinem Märchenalter mehrere Sommer, und wir, das Mädchen und ich, wurden indeſſen
größer und größer. Ich mag Dir mein Glück nicht näher beſchreiben, denn ſonſt werde ich mir zu weich, und Dir zu langweilig.—
„In jenem Sommer, da ich ſie zuerſt geſehen, kam auch noch ein Vogel zu mir, der verſtand einen herrlichen Geſang, daß Alles, was uns nahe, im freudigen, ſtummen Lauſchen weilte; ich bat ihn zu bleiben, und er blieb und baute ſich ſein Haus in meinem Hauſe. Meine kleine
gineller und anerkennenswerther begrüßt war, hat das erſte Lob in der„Schleſiſchen Zeitung“ durch Herrn Dr. Max Karow,
Jrivatdocenten der Literaturgeſchichte und romaniſchen Sprachen
Breslau, eine Entgegnung gefunden. Derſelbe führt folgende zeiſpiele gereimter Oden aus früherer Zeit auf:
„Schon die erſten Verſuche, die ſapphiſche Ode in Deutſch⸗ ſend einzubürgern, welche ſich in der Paſſio Chriſti von Marti⸗ nus Millius(Ulm 1517) finden, zeigen durchweg den Reim(ef. dae deutſche Kirchenlied von Ph. Wackernagel p. 114). Joh.
Kitroß, Sirt Birk, der Schleſier Zacharias Richter und eine ſanze Reihe anderer genannter und ungenannter Dichter, aus de⸗ ſe W. Wackernagel in ſeinem Leſebuche I. II. p. 25, 27, 29, 177 Zioben mittheilt, reimten ihre Oden, und in Haberer's Abraham
ſh ießt der vierte Act mit gereimten ſapphiſchen Strophen. Die ſoätere Zeit hat dieſe Neuerung immer wieder aufgenommen, und ſwar theils in paarweiſer, theils in überſchlagender Reimart, wobei es uns nicht befremden kann, wenn ſie vornehmlich im Ge⸗ liete des geiſtlichen Liedes Platz griff. Ich erinnere an Johann deermann 8„Herzliebſter Jeſu was haſt Du verbrochen,“ an hellert's„Ein Herz, o Gott, in Leid und Kreuz geduldig“ u. a.,
let denen den Verfaſſern ganz beſtimmt das Schema der ſapphi⸗
ſhen Ode vorſchwebte. Weiße bildete das bekannte Lied der Sappho: qalverat μοι ἀ⁸“og ac. mit Reimen nach:
Gleich den Göttern ſcheint mir der Mann beglücket, Der dein ſchönes Aug' in der Näh' erblicket,
Süß dich lächeln ſieht, zu dir ſanft gekehret,
1 Reden dich höret. derſelben Weiſe wie die eben angeführten Lieder Heermann’'s Gellert's iſt auch Haller's Ode an die Tugend und noch man⸗
ſches andere zeitgenöſſiſche Gedicht aufzufaſſen. Cronegk hat im zweiten Buche der Oden und Lieder eine Ermunterung an die Leier, die in asklepiadiſchen Strophen abgefaßt iſt, von denen ſo⸗ gar je zwei durch den Reim verbunden ſind. Anderer gleichzeiti⸗ ger Beiſpiele bei Johann Adolf Schlegel und ähnlichen Dichtern
zu geſchweigen, bemerke ich noch, daß auch unſerm Jahrhunderte derartige Verſuche keineswegs fremd geblieben ſind, wie denn z. B. Zacharias Werner in den Söhnen des Thals(A. 3. Sc. 2 des er⸗ ſten Theiles) den Troubadour im gereimten erſten archilochiſchen Metrum reden läßt.“
Wir ſelbſt geſtehen gern zu, in dieſer pbilologiſch werdenden Streitfrage ein entſcheidendes Urtheil nicht abgeben zu können, und man wird uns deshalb geſtatten mögen, die Anſicht einer Au⸗ torität von Fach darüber einzuholen und mitzutheilen.(Für die Widmung ſeiner„Neuen Gedichte“ hat R. Gottſchall vom Herzog von Coburg⸗Gotha das Ritterkreuz des Erneſtiniſchen Hausor⸗ dens erhalten.)
Miscellen. Eine brennende Frage.
Alexander Dumas, der Vater, erwähnt in ſeinen unlängſt erſchienenen„Causeries“(Bruxelles 1857. Leipzig, A. Dürr) bei⸗ läufig in einer hingeworfenen Bemerkung, er rauche nicht, und
anderwärts, er habe nie geraucht. Ueber dieſe unſchuldige Aeuße⸗ rung hat der Pariſer Figaro, der ſeine Hauptſtärke darin ſucht, ſich über Alles luſtig zu machen, um durch die Heftigkeit ſeiner Polemik Leſer anzuziehen, ein gewaltiges Geſchrei erhoben und
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