Jahrgang 
01-26 (1858)
Seite
34
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's Mutterle.

A Mutterle ſaß

Ufm grunen Gras, Ufm kleenen Grob

Ei irr Hand an'n Stob.

Das Mutterle war Schund achzig Jahr Und ſe flennte und krieß Daß der Buck ſe ſtieß.

Wie ich frogen thu: Warum flennt ſe ſu? Ueber meine Nuth; Mei Suhn is tud!

Der dernährte mihch 3 Und a' lit's oh nich', Daß mich Weib oder Man' Turfte ſchippen und ſchla'n.

Und do ſitz' ihch hie', 33 Weene ſpäte und früh, Bas der Härrgoht kümmt, Und mihch ooch wegnimmt.

Und do ſaß ſe nu, Flennte immerzu,

Bas der Härrgoht quam Und ſe ooch wegnahm.

Der Paſter gob

Irr a' kuhles Grob, Bei Suhnes derbei Und ſe'ten ſe nei'

Do gedenkt''s mihch ſchier: . Wäm is' wuller denn ihr? Und niemenſch kan

Se nu ſchippen und ſchla'n.

Wihl a' gihn?

De Hanne ſa't zum Knächte:

Wihl a' gihn!

Arr iſt mer juſt der Rächte, Wihl a' gihn!

Bale hält' a's mit der Eenen,

Mit dar fillen, mit dar jenen,

Jede ſohl' em ſtille ſtihn;

Wihl a' gihn!:,:

Do ſpricht dar Knächt, dar Rake⸗ Bleib' ock ſtihn! * Du biſt anne tumme Gake, 4 Bleib' ock ſtihn. Wenn ihch ooch haſelire Gegen Dreie, ader Viere, Weeßt de doch wie treu ich bihn; :,: Bleib' ock ſtihn.

Schleſiſche Gedichte von Karl von Holtei.

Mit einem Gloſſar von Dr. K. Weinhold. Dritte verm. Ausgabe.

Harl von Holtei.

Und nimmſt mich do zum Manne, Bleib' ock ſtihn!

Oder wieder ruft de Hanne:

Wihl a' gihn!

Su ſtreit'n ſe ſich alle Beede, Alle Tage,'s is' anne Freede, Baſſ ſe ei de Kerche ziehen:

Wihl a' gihn?

Bleib' ock ſtihn!

Ock a' wing.

Wer ock mei' Madel ſi't, Där find't ſe ſcheene;

Se is halard' und flink, Gor a bewuſchpert' Ding, Ock a wing kleene.

Wenn ſe gegangen kümmt, Meine Härz⸗Lieſe,

Is ſe niemalen faul,

Hot a verdunnert Maul, Ock a wing bieſe.

Ich weeſſ ſchund was ſe wil'

Aus i'r'm Geſichte;

Thu ich ärndt je'ſſ aber das, Schlä't ſe mihch, blus zum Spaſſ, Ock a' wing tüchte.

Stiht ſe am Kuchelhärd,

Vun Fetze glitſchig,

Kreeſcht ſe, was Eener wil', Streuſelkuche macht ſe ooch recht viel, Ock a wing klitſchig.

Und ihr Geſchirre is' Bunſchlig, breetplatſchig; 's is keene Sache nich,

Se is' recht urdentlich,.... Ock a wing latſchig.

Kümmt Eener eechelganz

Ihr ärndt antgegen,

A ſitter Madelhengſt,

Stiht ſe, beſi't ſich en zengſt, Ock a wing eegen.

Bin ihch ſchalu derbei,

Do giht's wul haprig;

Satt ſe: Du wärſcht ſchund recht, Und Du biſt o nich ſchlecht,

Ock a wing taprich.

Und do bihn ich i'r gutt, Dar kleenen Range! 's Geld hot ſe ſchund beluxt;

's is' mer recht uf de Huxt,

Ock a wing bange.

Breslau, Eduard Trewendt.

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