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Dritte Folge.
— Nr. 16. 251 Il N.X. 16. 251
Kälte, die Kälte allein, die dieſes erſtaunliche Mißgeſchick veranlaßt habe, das übrigens leicht auszugleichen ſei, wie man bald ſehen werde. So beruhigte er ſie nach Kräften,
geſtand aber auch ſelbſt ihr nicht die Qualen ſeines aufs
u feiern. Die plätzen nieder. ig die breite
Napoſeon I. und ſeine Miniſter. Nach Thiers.
alle ſtanden Empfindlichſte verletzten Stolzes. um erfolgter. 11.. Den nächſten Tag, den 19., erwartete er ſeine Miniſter In dem demnächſt auch in deutſcher Original⸗Ausgabe und die Großen ſeines Hofes. Eine peinliche Probe für llte es bei Meline Cans& Co. in Brüſſel erſcheinenden fünf⸗ ihn war die erſte Zuſammenkunft mit dieſen ſo unterwür⸗ fröhlichts Leben zehnten Bande von Thiers'„Histoire du Consulat et de figen, von der Höhe eines beiſpielloſen Glückes ſo gering⸗
Zigemmabande l'Empire“ wird die Kataſtrophe des ruſſiſchen Krieges, der ſchätzig behandelten Dienern; er beſaß jedoch ein Auskunfts⸗ kemadenzat er⸗ Brand von Moskau, Napoleon's ſchleunige Rückreiſe durch mittel, das ihm ein trauriger Zufall verſchafft hatte und ken Kreis, un Deutſchland und namentlich ſeine unerwartete Ankunft in wovon ihm die niedrige Geſinnung der Mehrzahl dieſer r Thun ſunie Paris ausführlich nach den vielen Quellen, die dem Ver⸗ Männer einen reichlichen Gebrauch zu machen geſtattete, eGeſtalten, als faſſer neu zu Gebote ſtehen, erzählt. Intereſſant durch nämlich die Verſchwörung des Generals Malet. Sie hat⸗ ekommen, et die Ueberſicht über die jedesmalige Situation und den tie⸗ ten ſich durch dieſen verwegenen Verſchwörer auf auffällige utte.„Umd fen Blick in die pſychologiſchen Vorgänge und Motive, Weiſe und zwar dermaßen überrumpeln laſſen, daß mehrere trat in den durch die der berühmte Hiſtoriograph vielfach behandel⸗ hohe Beamte, namentlich der geiſtreiche und unerſchrockene die Stille des ten, allbekannten Thatſachen ſtets überraſchende Geſichts⸗ Polizeiminiſter Rovigo, ins Gefängniß geworfen worden 4, waren; ſodann hatten ſie einander wechſelſeitig denunciirt
jao 7 j 0 I o 2 2 j Stab und Mu⸗ punkte und eigenthümliche Beleuchtungen abzugewinnen
tern bogen das friſches, freude⸗
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Das war ja n damals das a gezogen; es n alren Weiſen s wat D Aü nbt jetzt wan⸗ m ſtillen Erker⸗
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weiß, iſt namentlich die Schilderung der erſten Verhand⸗
lungen Napoleon's nach jenem vernichtenden Feldzuge mit den machthabenden Körpern in Paris. Die an ein Luſt⸗ ſpiel faſt erinnernde Schickſalswendung des damaligen Polizeiminiſters Herzogs von Rovigo gegenüber dem übri⸗ gen Miniſterium iſt eine der brillanteſten Epiſoden daraus. Herr Thiers erzählt:
„Den 18. December halb zwölf Uhr Nachts betrat Napoleon die Tuilerien und überraſchte ſeine Gemahlin, die durch dieſe Veränderung der Lage keineswegs gegen ihn erkaltet, aber tief beſtürzt war; denn als ſie ſich mit ihm verbunden, hatte ſie ſich nicht bloß einem Günſtlinge des Glücks, ſondern ſo zu ſagen dem Glücke ſelbſt zu ver⸗ mählen geglaubt, das mit unerſchöpflicher Hand alle Güter der Erde ausſpendete. Napoleon umarmte Narie Louiſe zärtlich, ſetzte mit ihr jene Art von Komödie fort, die er
mit Jedermann geſpielt hatte, und wiederholte, es ſei die
und ein Dutzend Unglücklicher erſchießen laſſen, wo es doch nur Einen Schuldigen gab, ohne recht gewiß zu ſein, ob ſie ſich auf ſolche Weiſe die Nachſicht ihres abweſenden Ge⸗ bieters erworben haben würden. Daher waren ſie auch in Sorgen rückſichtlich des Empfangs, den ſie bei ihm finden würden, betrachteten mit einem verächtlichen Mitleiden den unglücklichen Polizeiminiſter, der für den Strafwürdigſten und auch am meiſten mit Strafe Bedrohten unter Allen galt, und was ſie ſelbſt anlangt, ſo dachten ſie kaum an die zu Grunde gegangenen 500,000 Mann, oder an den Glückswechſel, der Frankreich betroffen hatte, ſondern waren nur mit der Behandlung beſchäftigt, die ſie erfahren ſollten, ſo daß Napoleon, der ſo klägliche Rechenſchaft abzulegen gehabt haben würde, vielmehr auf eine Weiſe auftrat, wie wenn er nur Rechenſchaft zu fordern gehabt hätte. Dieſe faſt auf allen Geſichtern ausgedrückte knechtiſche Geſinnung war für ihn außerordentlich bequem. Er empfing die
Genie⸗Corps. 3 Regimenter, 2 Arbeiter⸗Compagnien. Endlich werden noch zur Armee gerechnet: das Invalidenhaus in Paris, die Militair⸗Schule in Saint⸗Cyr, die Cavallerie⸗ Schule in Saumür, die Genie⸗Schule in Metz, die polytechniſche Schule in Paris. a.
digkeit des Charakters, aber ſie legt ſich auch wie ein kalter Reif
— auf die Poeſie und Wärme des jungfräulichen Herzens. wären ſie ſchon ein paarmal verlobt geweſen. Heirathen auf der Flucht oder insgeheim ſind häufig, und es iſt auch nichts Uner⸗ hörtes, wenn eine junge Dame, die Jedermann für unvermählt halten mußte, eines Abends der Geſellſchaft ihren Mann vorſtellt, dem ſie ſchon vor Jahr und Tag angetraut war. Viele heirathen in Amerika auf gut Glück, gerade wie ſie in irgend eine neue Ge⸗
Aus der Gegenwart.
Aeher die amerikaniſche geſellſchaft.
A is 8„ Aphorismen von Franz Löher.
(Aus einem Aufſatze„Geſellſchaftliche Gegenſätze“ in „Atlantiſche Studien,“ Whter Bond b hed f denſah
Es iſt nicht bloß das Landesklima, welches der milden Frühlingsblüttt nur wenige Tage geſtattet, angeborene Unabhängigkeitsgefühl die Urſache, daß der erſten Friſche und Unſchuld der Jugend eine ſo kurze Spanne Zeit ver⸗ gönnt iſt. Kleine Mädchen wenden und drehen ſich wie Dämchen und laſſen ſich von den Knaben ernſthaft Complimente ſagen,
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ſind, aber auch nirgends ſondern auch das
gend reiſen ohne Geſchäftsplan, aber mit der Zuverſicht, es werde ſich ſchon etwas finden, woraus Geld zu machen. Bei ſolcher Geſinnung iſt die Ehe nichts als ein Vertrag, der ebenſo entſchie⸗ den die Unabhängigkeit als die Einheit beider Theile wahrt. In
den Vereinigten Staaten kann mehr als anderswo eine Menge
von Ehen zählen, die, obenhin betrachtet, friedlich und glücklich ſo viele äußerlich ſtreng regelrechte Ehen, welche nur auf gegenſeitiger kühler Achtung beruhen; jeder thut, was er will, wenn nur der Anſtand und der gute Schein dabei gewahrt wird.
Sowie der Amerikaner in ſein Haus tritt, iſt er wie umge⸗
Die meiſten jungen Mädchen haben ein Benehmen, als
magnien Ne⸗ als wären es ſchon ſtattliche Cavaliere. Kindliche Freuden, die wandelt, denn hier herrſchen die Frauen. Gleichheit und Freiheit hen kaivetät der Sinne und des Herzens, das weiche Anſchmiegen läßt er draußen und kennt nur noch die Leute, mit denen Frau des Gemüths müſſen dabei freilich bald verſchwinden. Die armen und Tochter umgehen. Draußen wogt alles frei und luſtig und Kinder büßen das ſchönſte Glück der Kindheit ein. Kaum erwach⸗ gleichberechtigt durch einander, im Hauſe gilt nur die Ariſtokratie ſin aber treten die Mädchen wie Herrinnen auf, geben und nehmen der Herkunft und des Familienſtolzes, des Reichthums und der Beſuche und Geſellſchaften und gehen und fahren aus mit ihren Bildung. Viele Frauen halten es unter ihrer Würde, nur zu reunden, wann und wohin es ihnen beliebt. Bei dieſer Freiheit ſprechen von andern, deren Geſellſchaft als weniger vornehm gilt. ſir täglichen Umgang gedeiht zwar der Stolz und die Selbſtſtän⸗ Die feinere Geſellſchaft möchte ihre eigenen Kirchen haben, wie —


