l Juhrg. N. 13.)
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tte lange, lange
Leben, ja, kaum yn überzeugen
treu geweſen.
ahren, die gewiß gangen waren, Geiſt, ſeine upfangen! War
ng geblieben? valtige Armuth nur küm⸗ ſtig! das arg dieder ſeine Rechte. in, wenn von n Helene, an denken, die ihm brachen ab. n Zimmer führte den Garten. Dieſe en lang geſtreckten Schlaf zu ergehen. ſch daſſelbe von r Richtungen hin Id mit einem Ge⸗ herrliche Ausſicht Sehnſüchtig wünſchend, daß er dio. Da Les auf der Pattſormn nt in die Nacht hin⸗ er und fonnte den zrauenbidde, deſſen
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Dritte
es reizenden Bildes? Er dachte nicht daran, daß die Obenſtehende jäh erſchrecken könnte, wenn ſie ſich umwen⸗ den und den fremden Beobachter im Garten erblicken ſollte. Aber er geizte nach einem Blicke ihres Geſichts, das noch immer nach der entgegengeſetzten Seite gerichtet blieb. Jetzt endlich— jetzt wendete ſie ſich nach ihm; der Kies knirſchte ein wenig unter ſeinen Füßen, ein Blick von ihr fiel herun⸗ ter auf die dunkle, aber hell beleuchtete Geſtalt— und mit einem lauten Schrei ſtürzte Helene hinter dem Geländer zu Boden. Albrecht, erſchrocken, getraute ſich nicht, ſelbſt hinaufzueilen und Hülfe zu bringen. Aber raſch machte er Lärm im Hauſe, Werner eilte herbei, und bald darauf wurde die nur Ohnmächtige, ſonſt aber Unverletzte in ihr Cabinet zurückgeleitet.
Aber wie hätte ſie auch jetzt Ruhe finden können? Albrechts Erſcheinen— ſie hatte ihn nur zu ſicher erkannt, obſchon ſie ein Geſpenſt zu ſehen geglaubt— vermehrte noch ihre Bedrängniß, und auf die Kniee geworfen, flehte ſie zu Gott um innere Erlöſung aus einem Kampfe, den ſie für beendet gehalten, ehe er kaum begonnen hatte!
Erſt am Morgen erfuhr ſie von ihrem Mädchen das Nähere über den ſpät eingetroffenen Beſuch eines fremden, noch nie im Hauſe geſehenen Herrn. Albrecht war es, der unter einem Dache mit ihr weilte; aber was konnte er hier ſuchen? Sollte er nicht wiſſen, wer die Gattin Werner's ſei, ſollte er es nach dieſer Nacht nicht wiſſen? Sie hoffte, daß er mit dem Früheſten ihre Schwelle der Gedanke, daß ihn Werner mit den Verhältniſſen des Hauſes bekannt gemacht haben könnte, war ihr vollends unerträglich. Auch mit ihm hatte ſie äußerlich abgeſchloſ⸗ ſen; wie es um ihr Inneres ſtand, das war nicht ſeine Sache. Sie wollte fortan allein ſein, einſam, auf ſich und ihren Gott geſtellt, da es ihr ja doch nicht beſchieden war, glücklich zu ſein oder glücklich zu machen.
Da trat noch in früheſter Morgenſtunde Werner in ihr Zimmer und kündigte ihr kalt und förmlich— wenig⸗
Beſtürzt lehnte
verlaſſen werde;
Folge. ſtens bemühte er ſich, ſo zu erſcheinen— den Beſuch eines früheren Bekannten von ihr, ſeines Vetters Albrecht, an. ſie jeden Beſuch von ſich ab und warf dem Gatten nicht undeutlich vor, wie es nicht zart von ihm gedacht ſei, ihr in ihrer jetzigen Gemüthsverfaſſung den Empfang eines Fremden zuzumuthen. Werner ließ ſich jedoch nicht beirren. Dieſe Unter⸗ redung konnte er Helenen um keinen Preis erſparen. Er ſagte ihr dies mit kurzen Worten, fügte hinzu, daß Albrecht in wenig Stunden abzureiſen gedenke, und verließ das Zim⸗ mer, ehe ſie, eingeſchüchtert durch das noch nie erfahrene, faſt gebieteriſche Benehmen ihres Gatten, Worte ernſter V Erwiderung fand. Oder hatte er doch vielleicht einen be⸗ ſonderen Grund, ihr Zuſammentreffen mit Albrecht zu ver⸗ laggen? Faſt vermuthete ſie dies nach einem ſolchen Auf⸗ treten; aber wie tief mußte die Kränkung ſein, die ſie Wer⸗ ner zugefügt hatte, daß er ihr ſo begegnen konnte! Es pochte von Neuem an der Thüre, leiſer faſt, als ihr Herz, deſſen härteſte Prüfung ſie jetzt vorausahnte. Sie zweifelte nicht, wer da käme, und dennoch rief ſie ein hörbares: „Herein.“ Der drängende Augenblick gibt oft wunderbaren Muth, übernatürliche Kraft. Albrecht trat auf ſie zu, bleich und verſtört, das langt Haar kaum geordnet, die dunklen Augen glühend, wie ver⸗ V zehrendes Feuer, aber ruhelos umherirrend; die letzte Hälfte dieſer Nacht mußte ihn gewaltig ergriffen, ſein gan⸗ zes Sein und Weſen erſchüttert haben, denn wie war er ſonſt ein ſo anderer, ein ſo ſicherer Menſch! Er ergriff Helenens Hand und zog ſie an ſeine Lippen. Sie duldete es ſprachlos, die Augen mit ihrem Tuche ver⸗ hüllend. Endlich fand Albrecht Worte, doch er flüſterte nur für die Eine verſtändlich: „Das Leben iſt kein Scherz, kein loſes willkührliches Spiel; es iſt Ernſt und Zuſammenhang darin, es rächt ſich Alles.— Werner iſt tauſend Mal beſſer und edler, als ich, Helene— Du haſt einen guten Tauſch gemacht, darum
ſollen, ſo mußte ſie allmählich ſtattfinden. Der geweſene Selave hätte erſt für die Freiheit vorbereitet werden, und man hätte dem
Grundeigenthümer Arbeiter erziehen müſſen, durch welche er die früheren Sclavenarbeiten erſetzen konnte.
Literatur.
Die beiden Comteſſen. Ein Roman aus den Papieren
eines ruſſiſchen Officiers. Herausgegeben von Conſtantin Freiherrn von Giltersberg. 2 Bände.— Leipzig, Carl Gräfe. 1857. n einem kurzen Vorwort erzählt der Herausgeber die Ge⸗ ſchichte der Entſtehung dieſes höchſt intereſſanten Romans. J noch unvollendetem franzöſiſch geſchriebenen Manuſcript erhielt Herr von Giltersberg das Werk aus der Hand eines Freundes, als dieſer mit ſeinem Regimente nach dem Kriegsſchauplatz in der Krim abging, Der jung Officier blieb in der Schlacht an der Alma und Herr v. G. erfüllte nun den Auftrag ſeines Freundes, das Manuſcript zu vollenden und zu veröffentlichen, falls dieſer nicht zurückkehren würde. Geleitet von der Anſicht, daß der Ro— man mehr für das deutſche als für das franzöſiſche Publicum geeignet ſei, übertrug Herr v. G. die Arbeit des Lieutenant Alexis von B. ins Deutſche, dieſelbe noch einer gründlichen Reviſion und Sichtung unterwerfend.
Nachdem wir den Roman mit größter und fortwährend ſich
ſteigernder Spannung geleſen, müſſen wir es um ſo mehr bekla⸗
gen, daß ein ſo ſchönes Talent, wie es der junge Officier in ſeiner Arbeit kund gibt, ſo ſchnell nach dem erſten Anlauf verloren gehen
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mußte. Der Stoff des Romans i*ſt die Geſchichte einer adeligen, bereits vollſtändig ruſſificirten lithauiſchen Familie. Um dieſe Handlung gruppirt der Verfaſſer eine große Zahl höchſt intereſſan⸗ e. das ruſſiſche Leben wie die Verhältniſſe der ariſtokratiſchen Welt in ſcharfen Umriſſen und glänzendem Colorit ſchildernden Epiſoden. Der Boden, auf dem der Roman ſpielt, iſt bis jetzt noch wenig ausgebeutet; dadurch erhält das Ganze noch einen erhöheten Reiz. Es werden hier Verhältniſſe geſchildert, Charak⸗ tere uns vorgeführt, die uns noch neu, oft ſelbſt fremdartig ſein müſſen, aber eben deshalb unſere volle Aufmerkſamkeit in Anſpruch nehmen. Ebenſo wie in Puſchkin’s Novellen gibt ſich hier eine Tuſe ungeſtüme Aaturüehftel in der Darſtelluna kund Daher die ſtarken Contraſte, der kurze, bünzo ffwaſle S das Verſchmähen der Langſtiligkeit dge und iirroolls V Schilderungen von im Grunde gleichgültigen Dingen gefällt. Mit
wenig Worten weiß uns der Veffaſſer eine ruſſiſche Landſchaft,
oder Haushaltung, den Cyargtier ſeiner Perſonen, die Verhält⸗d niſſe des Landes zu zeichnen,— Dinge, zu deren Schilderung ein franzöſiſcher oder engliſcher Schriftſteller viele Bogen gebraucht haben würde. P. ifche
DOb die lebendigen Bilder aus der preußiſchen Hauptſtadt, die uns im zweiten Bande des Werkes vorgeführt werden, auch von dem franzöſiſchen Officier oder von dem Heraus⸗ geber herrühren, vermögen wir nicht zu entſcheiden,— jedenfalls: ſtehen dieſe aber an Wirkſamkeit des Colorits denen des erſten Bandes nicht nach. Dieſe Naturwüchſigkeit ſührt den Verfaſſer allerdings bei Ausarbeitung einiger Scenen, welche zwei der Hel⸗ dinnen des Romans mit ihren Liebhabern haben 4 faſt bis zur äußerſten Grenze, doch kann man nicht ſagen, daß dieſelbe über⸗ ſchritten werde. Einen ſehr wohlthuenden Gegenſatz zu dieſo
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