1——y—y— ——— Nr. 6. 94 Novellen⸗Zeitung.[III. Jahrg. 5 5 717zm* 7 licherweiſe noch im Sprechen Zeit gewonnen, mein Gräz Und wenn ihr verwelkt eure Köpfe geſenkt, 5 in ſein Graz oder Gratz umzugeſtalten.— Sonſt wär' Ja, wenn ſie euch wegwirft und meiner nicht denkt, es mir ſchlimm ergangen und er hätte ſich gewiß nicht ſo Dann findet im Bächlein das wogende Grab Achtſt zutraulich in meinen Arm eingehängt, um ein Stück Weges Und nehmt mein Geheimniß nur mit euch hinab. nei Theil
mit mir zu ſchlendern. Noch nicht fünfzig Schritt hatten wir gemacht, ſo blieb er ſtehen und begann das unvermeid⸗ liche: Ich klag's euch, ihr Blumen!— Um Alles in der Welt, liebſter Herr Hofrath, flehete ich, nur das nicht! Aber kein Erbarmen! Ich mußte es durchhören.„Und wiſſen Sie,“ ſetzte er dann hinzu,„daß ich es auch ins Franzöſiſche überſetzt habe?“ Eh' ich noch mein Erſtaunen äußern konnte, daß er ſeine koſtbare Zeit auf ſolche Nich⸗ tigkeit verſchwenden mögen, recitirte er mir ſeine Ueber⸗ tragung. Und als ich ihn bis zum Garten der(ſeitdem nun auch hinübergegangenen, vielbetrauerten) Baronin Mandell geleitet, rief er mir noch aus der Allee, die da zum Wohnhauſe führt, auf die Straße heraus zu:„Sie ſollen die franzöſiſche Ueberſetzung haben!“
Das iſt das letztemal geweſen, wo ich mit dieſem merk⸗ würdigen Manne zuſammentraf. Mir wäre im Traume nicht eingefallen, daß er jenes flüchtigen Verſprechens bei ſeiner ſprichwörtlich gewordenen Zerſtreuung ſich erinnern werde. Aber er war kaum wieder in Wien eingetroffen, als ich ſchon nachſtehende Abſchrift empfing, die ich hier neben den deutſchen Originaltext ſtelle.
Ich klag's euch, ihr Blumen, ihr plaudert's nicht aus, Bewahrt das Geheimniß in duftigem Strauß;
Nur euch ſei mein Lieben, mein Leiden vertraut! Verſchweigt es, ihr Blumen, und redet nicht laut.
Dann öffnet die Kelche, dann duftet und blüht, Dann flüſtert hinauf mit beſcheidenem Wehn:
Doch wenn ihr am Buſen der Theuren erglüht, b Er liebt Dich, er liebt Dich und darf's nicht geſtehn. V
A vous o fleurs si discrètes, Mon secret soit exprimé, Gardez le sur les tablettes De ce bouquet parfumé. C'est à vous que je confie Mon amour, mon triste cas. Gardez le, je vous en prie, Et n'en parlez que fort bas.
Mais seulement quand ardentes Ecloses sur son beau sein,
En couleurs les plus brillantes Remplissant votre destin, Qu'alors mon secret transpire, (Vos parfums vont le trahir,) Il t'aime jusqu'au délire, N'osant pas en convenir.
Quand mourants sur l'herbette Vous devez subir la loi,
Et qu'elle au loin vous rejette Et ne pense pas à moi, Cherchez alors votre tombe Dans les ondes du ruisseau Qu'avec vous, hélas! succonmbe Mon secret pourtant si beau.
geben; da trat der geiſtreiche Prinz v. Ligne ein, und als ihm dic⸗ V ſelbe Frage vorgelegt wurde, entgegnete er, ohne ſich einen Augen⸗
blick zu beſinnen:„Bei der Pendeluhr bemerkt man die Stunden, bei Ew. Majeſtät vergißt man ſie!“
d. V
Haben Sie nichts vergeſſen?
Der Chevalier von Grammont war von dem Hofe Lud⸗ wigs XIV. verwieſen worden, weil er es verſucht hatte, dem Fräu⸗ lein von Lamothe⸗Houdancourt zu gefallen, welche der König mit ſeiner Liebe beehrte. Grammont begab ſich an den engliſchen Hof und wurde hier bald ein Liebling des Königs und der Damen. Unter dieſen zeichnete er beſonders Miß Hamilton aus, und da ſie ſeine Huldigungen annahm, verlobte er ſich mit ihr.
Ein Brief aus Paris benachrichtigte ihn, daß Ludwig XIV. ihn zurückrief, und auf der Stelle reiſte er nach Frankreich ab,
ohne ſich auch nur bei ſeiner Braut zu beurlauben. Anton Ha⸗ milton, rühmlichſt bekannt als Schriftſteller, der Bruder der Ver⸗ laſſenen, folgte ihm in Begleitung eines jüngern Bruders. In Dover holten ſie ihn ein.
„Chevalier,“ rief Anton Hamilton dem Chevalier von Gram⸗ mont zu,„haben Sie in London nichts vergeſſen?“
„Verzeihen Sie, meine Herren,“ entgegnete Grammont,„ich vergaß Ihre Schweſter zu heirathen.“
Er kehrte auf der Stelle mit den beiden Brüdern nach Lon⸗ don zurück, ließ ſich mit Miß Hamilton trauen und nahm ſie mit ſich nach Frankreich. a. V
Mannigfaltiges. Der Philoſoph Descartes, meiſt Carteſius genannt, hatte
eine Maſchine verfertigt, die ſich ſelbſt bewegte, und wollte damit
beweiſen, daß die Thiere keine wirklichen Seelen haben, ſondern nur künſtlich zuſammengeſetzte Maſchinen ſeien, die ſich erſt be⸗ wegen, wenn ein anderer Körper auf ſie einwirke und ihnen ſeine Bewegung mittheile. An die Menſchenſeele ſcheint jener Mate⸗ rialismus ſich noch nicht gewagt zu haben! Leider iſt jene Er⸗ findung verloren gegangen, denn ein Schiffscapitain, der jene Maſchine einſt auf ſeinem Schiffe hatte und den Kaſten, worin ſie ſich befand, aus Neugier öffnete, wurde durch die fortwäh⸗ rende Bewegung derſelben auf die Meinung gebracht, der Teufel ſtecke darin, und warf ſie ins Meer. G. L. L.
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Nach der Schlacht von Jvry kam ein ausgezeichneter Officier zu Heinrich IV. und ſagte:„Sire, nur drei Worte: Geld oder Abſchied!“—„Hauptmann,“ entgegnete der König,„nur zwei mal drei Worte: Weder das Eine, noch das Andere!“— Wenige Tage darauf aber ſchickte er dem ungeſtüm Fordernden de und das Andere. d.
Einem jungen Verſchwender machte man Vorwürfe darüber, daß er ſein väterliches Erbtheil vergeudete.
„Ei,“ ſagte er lachend,„ich bin noch jung; ſpäter werde ich reif werden!“.
„Ja,“ entgegnete man ihm:„Wie das Obſt,— auf dem Stroh!“ a.
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