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So loben Sie zum Beiſpiel grundſätzlich Fräulein Wertha, während Sie das Schauſpiel ganz vernachläſſigen.
— Hören Sie's, Herr Doctor? Habe ich es Ihnen nicht immer geſagt?
— Uebrigens, fährt der Referendar fort, werden Sie ſelbſt einſehen, daß eine ſo talentvolle Dame, wie unſere erſte Liebhaberin, wohl die Beachtung der Preſſe verdient.
— Beruhigen Sie ſich, Herr Referendar; die nächſte Kritik beſorge ich ſelbſt; Sie ſollen zufrieden geſtellt werden.
— Empfehle mich Ihnen!
— Adieu!—(Der Referendar entfernt ſich.)
— Herr Doctor, wenn Sie in Ihrer nächſten Kritik nicht die jugendliche Liebhaberin loben, ſind wir geſchie⸗ dene Leute.
— Aber, Herr Schwarzheim, ich bitte Sie um Gottes⸗ willen, die Dame hat ja gar kein Talent.
— Falent oder nicht! Glauben Sie, ich wolle mir die jungen Herren zum Feind machen? Ich bin Familien⸗ vater, mein Herr, und habe vor Allem auf mein Brod zu ſehen. Merken Sie ſich das!—„Fräulein Wertha als Donna Anna elektriſirte das Publicum durch Geſang und Spiel! Ihre Arie„Ach, mein Vater“ wurde bezaubernd vorgetragen. Vergleicht man nun dieſe herrliche einfache Muſik mit der neueren ſogenannten Zukunftsmuſik, ſo...“ A propos! Herr Doctor! Das iſt nun ſchon das dritte Mal, daß Sie gegen die Zukunftsmuſik ſprechen. Warum reiten Sie immer auf demſelben Thema herum?
— Herr Schwarzheim! Ich ſpreche nur meine innerſte Ueberzeugung aus!
— Ueberzeugung hin, Ueberzeugung her!
— Auch iſt Wagner hier in den muſikaliſchen Kreiſen nicht beliebt!
— Das iſt was Anderes!„Zukunftsmuſik, ſo kom⸗ men wir zu der Ueberzeugung, daß Mozart immer Mozart bleibt, wenn die ſogenannten Reformatoren der Muſik ſchon
Dritte folge.
längſt untergegangen ſein werden. Hierbei erinnern wir daran, daß im nächſten Concerte die Ouverture zur„Ent⸗ führung“ geſpielt wird, und dieſe Andeutung allein wird genügen, um das Publicum zu einer regen Theilnahme aufzufordern.“
— Ganz hübſch die Recenſion, Herr Doctor, aber das nächſte Mal loben Sie mir die Coloraturſängerin auch ein wenig. Sie wiſſen, daß dieſe Dame auf den Waggon abonnirt hat?
— Nein!
— Nun ſo merken Sie ſich das! Herein! Ach, der Herr Director! Was bringen Sie Gutes! Kommen Sie vielleicht wegen der Theaterzettel⸗Rechnung? Oh, damit hat es keine Eile!
— Herr Schwarzheim, erwidert der Director, und wirft einen abgetragenen Filzhut auf den Tiſch; Sie rui⸗
niren mein Inſtitut.
— Ich? Ihr Inſtitut?
Ja Sie! In Ihrer letzten Kritik bemerken Sie, daß die Regie an meinem Theater nachläſſig geführt wird; Sie bringen mein Unternehmen beim Publicum in Miß⸗ credit! Ich werde nächſtens meine Zettel anderswo drucken laſſen!
— Aber Herr Director!
— Aber? Was aber? Glauben Sie, ich werde meine Zettel bei einem Manne drucken laſſen, der es dar⸗ auf abgeſehen hat, mich ins Unglück zu ſtürzen? Adieu!
Der Director ergreift ſeinen Filz und entfernt ſich wüthend.
— Herr Doctor! Haben Sie's gehört? Sie machen nichts als Unſinn! Keine Zettel mehr bei mir drucken laſſen? Hören Sie's, Herr Doctor? Sie untergraben meine Firma! Keine Zettel mehr! Ich ſag' Ihnen,
Herr Doctor, wenn Sie die Geſchichte mit dem Director
nicht bis Abend ausgleichen, ſind wir geſchiedene Leute! — Herr Schwarzheim!
Verfaſſer, der wohlbekannt unbekannte„Wohlbekannte,“ vertritt
die alte Schule und claſſiſche Kunſt gegenüber den Ueberſchreitungen
der Zukunftsmuſik und Phraſenäſthetik. Die„Dramatiſchen Briefe,“
die gründliche, auch für den Mann von Fach beachtungswerthe dra⸗
maturgiſche Abhandlungen enthalten, finden ihre Fortſetzung. Der
Herr Verfaſſer, der offenbar ein langes reiches Leben hinter ſich
hat und die große Weimar'ſche Theaterperiode aus eigner An⸗
ſchauung kennt, gibt hier praktiſche, von keiner pbiloſophiſchen
Speculation getrübte Blicke in das Weſen des Drama's, die, in
den erſten Briefen beſonders, an die Klarheit und einfache Ver⸗
ſtändigkeit Leſſing's erinnern. Von allgemeinem Intereſſe ſind auch
die veröffentlichten Memorabilien, die aus„Geſprächen mit Goethe
und Zelter“ manches in der That Denkwürdige berichten. Fach⸗ männer der Theaterleitung ſind namentlich auf das letzte Heft auf⸗
merkſam zu machen, in dem vom kürzlich verſtorbenen Director
Ringelhardt Geſtändniſſe mitgetheilt ſind, die ſchon deshalb einen gewiſſen Werth haben, weil derſelbe durch die hier eingeſtandenen Principien einer der wenigen Theaterdirectoren geworden iſt, die en äußzlich zu bleibenden, ſie überlebenden Reſultaten gebracht haben.
Miseellen.
Verwendung von Holsfaſern zur Papierfabrication.
In England und den Vereinigten Staaten von Nordamerika iſt der Papierverbrauch ungleich größer, als bei uns, und nimmt noch immer täglich auf überraſchende Weiſe zu. In beiden Län⸗ dern reichen dadurch die Lumpen zur Herſtellung des erforderlichen
Papiers nicht hin, und es ſind deshalb zahlreiche Verſuche ange⸗ ſtellt worden, die Lumpen durch minder koſtſpielige, beſonders aber in größerer Menge zu habende Naturalien zu erſetzen. Die Herren Charles Watt und Hugh Burgeß haben ſowohl in England, als
in den Vereinigten Staaten im Großen Verſuche angeſtellt, welche
den hinlänglichen Beweis geliefert zu haben ſcheinen, daß ſich Pa⸗ pier von ſehr guter Qualität durch gehörig zubereitete Holzfaſern herſtellen läßt. Das Verfahren beſteht darin, das Holz, nachdem es in lange und ſchmale Stücke zerſchnitten iſt, in einer Lauge von ätzender Soda zu kochen; man wäſcht es dann in reinem Waſſer aus und bleicht es durch Chlor oder entfärbende Chlorverbin⸗ dungen. Darauf wäſcht man die Maſſe abermals aus und ver⸗ ſetzt ſie mit ätzender Soda, wodurch ſie augenblicklich zu einem zu⸗ ſammenhängenden Teig wird, den man nochmals auswäſcht und bleicht. Darauf ſchlägt man ihn anderthalb Stunden lang in gewöhnlichen Maſchinen und verarbeitet ihn endlich zu Papier.— Die Erfinder verſichern, daß man durch dies Verfahren binnen 24 Stunden Holz in Papier verwandeln kann. a.
Die Photographie auf dem grunde des Meeres.
Die Photographie kennt keine Grenzen mehr; die Erde iſt ihr bereits zu klein geworden, und wie ſie einen Ausflug zum Monde machte, ſo iſt ſie auch in die Tiefe des Meeres hinabgeſtiegen, deſſen Geheimniſſe zu erforſchen ſie in Zukunft die hülfreiche Hand bie⸗ ten wird.
Herr W. Thompſon in Weymouth hat mittelſt der Photo⸗ graphie durch einen vollkommen gelungenen Verſuch ein treues


