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Literariſche Beſprechungen.
Clara Vere. Novelle von Friedrich Spielhagen. Hannover, Carl Meyer, 1856.
Die Lichter auf den Höhepunkten eines Zeitalters glänzen auch in ſeinen weiten mittleren Regionen wieder. Die Vorzüge, die wir den großen hervorragendſten Autoren der Gegenwart zuerkennen, finden wir auch in den talent⸗ vollen dilettantiſchen Arbeiten, wie ſie eine jede Epoche zahllos begleiten. ſchriebene Novelle. ſelbſt zerwühlende, ſich ſelbſt preisgebende Seelenmalerei tritt in den Hintergrund; eine entwickelungsreiche Fabel in klaren draſtiſchen Zügen wird vor uns entfaltet. Der Conflict dreht ſich um Standesdifferenzen. Die Frage nach dem, was„Gentleman“ iſt, ſtellt ſich als Nerv der Erzählung heraus. Zum Zeichen der feinen, geiſtreichen Darſtellung ſei die Weiſe hier angeführt, wie die Heldin, Clara Vere ſelbſt, die Definition des fraglichen Begriffes erörtert. Sie ſagt:„Ich wüßte nur in Bildern anzu⸗ deuten, was ſich eben nur fühlen, alſo auch nicht ſcharf de⸗ finiren läßt. Es iſt die innige Verſchmelzung des Strengen und Zarten, die ja, um mit dem deutſchen Dichter zu reden, den guten Klang gibt. Das Zarte, Feine, den Frauen Abgelauſchte, in ihrem Umgange Herangebildete liegt in dem„gentle“; das Strenge, Feſte, Starke, in dem Kampfe mit Männern Herausgearbeitete, in dem„man“,„Gentle“
Dritte folge.
Zu ſolchen gehört jedenfalls die über- Das pſychologiſche Intereſſe, die ſich
815 ein zuſammengerolltes Roſenblatt im Schlafe ſtört,„man“ der Brutus, der ſeine Kinder opfert; aber Perikles, der tapfere, großherzige, feine, liebenswürdige Athener iſt Gentleman.“
Die Löſung des Ganzen ſchließlich iſt weniger glücklich, als die Anbahnung des Conflictes. Clara Vere, die eng⸗ liſche Ariſtokratin, coquettirt mit einem ſchönen, gebildeten Förſter; dieſer entdeckt plötzlich, daß er ihr ebenbürtig iſt; im Begriff, der Angebeteten dieſe Entdeckung zu machen, wird er vom Herzog Arlington überraſcht und beleidigt.
Müßte der echte Gentleman, der zugleich„man“ und „gentle“ iſt, nun nicht dem Standesgenoſſen gegenüber ſein Recht geltend machen? Nicht ſo Georg. Er ver⸗ brennt die Documente ſeiner Herkunft und ergibt ſich in ſtolze Reſignation.— Iſt Friedrich Spielhagen eine Dame oder— ein junger Candidat?
Zwei Generationen. Roman in drei Bänden von Louiſe Otto.— Leipzig, Heinrich Hübner, 1856.
Auch dieſer Roman zeichnet ſich in noch höherem Grade durch eine klar exponirte, ſpannend entwickelte Fabel aus. Ein Graf ſtirbt. Sein Vermögen iſt nach dem Tode plötz⸗ lich verſchwunden. Sein Nachbar, ein Müller, tritt darauf
mit Frau und Tochter unter glänzenden Verhältniſſen im
Bade auf. Reichthums.
Der Müller iſt der Dieb des verſchwundenen Seine Tochter verliebt ſich in einen jungen
Cavalier; dieſer iſt der Sohn des beſtohlenen todten
iſt der Inbegriff aller geſelligen Vorzüge,„man“ der Aus⸗
druck für die Mannes- und Bürgertugend.„Man“ iſt der feurige Wein,„gentle“ die kunſtvolle Trinkſchale; „man“ iſt die ſcharfe correcte Zeichnung,„gentle“ das
warme weiche Colorit;„gentle“ mag der Sybarit ſein, den
Grafen— und ſo haben wir den Conflict. Die Süh⸗ nung iſt ſehr glücklich eingeleitet. Die„zweite Gene⸗ ration“ genießt den Segen, der der erſten fehlte. Es iſt dies der beſte Roman, den wir von der fleißigen Ver⸗ faſſerin kennen. R. Giſeke.
Allgemeiner Anzeiger.
So eben erſchien bei F. A. Brockhaus in
ſſt durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Schefer, Leopold, Der Hirtenknabe Nikolas, oder der deutſche Kinderkreuzzug im Jahre 1212. Nach den Chroniken erzählt. 8. Geh. 1 Thlr. 15 Ngr.
Leipzig und
Eine neue Novelle Leopold Schefer's, die alle die Vor⸗
züge ſeiner frühern Sch
frül öpfungen hat und ſeinen zahlreichen Ver⸗ hrern gewiß willkomme
n ſein wird.
Bei Ph. Reclam jun. in Leipzig iſt erſchienen:
Elegante und wohlfeilſte
⸗** Opern-Bibliothek. Vollſtändige Clavier-Auszüge mit Text. Jeder Band 20 Ngr.= 1 Fl. 12 Kr. rhn. Erſchienen ſind bis jetzt: 1 1. Roſſini, Barbier von Sevilla . Auber, Stumme von Portici . Boieldieu, weiße Dame . Mozart, Figarv's Hochzeit . Boieldieu, Johann von Paris .Mozart, Zauberflöte . Schenk, Dorfbarbier Auber, Maurer und Schloſſer Mozart, Don Juan Weigl, Schweizerfamilie
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.Bellini, Nachtwandlerin
Auber, die Braut
. Herold, Zampa
Auber, der Schnee
An der Fortſetzung wird unausgeſetzt gearbeitet.
Elegante und wohlfeile
.: eAe r. r Pianoforte⸗Bibliothek. Eine Sammlung vorzüglicher Compoſitionen für das Pianoforte zu zwei Händen.
Jeder Band 20 Ngr.= 1 Fl. 12 Kr. rhn.
Inhalt des erſten Bandes: Mozart: Sonate(nach dem G moll Quartett für Pianoforte). Haydn: Sonate(nach dem G dur-Trio für Pianoforte).
Beethoven: Sonate(d'après l'oeuvre 1).
(d'après l'oeuvre 97) Nr. 1— 12. Kalkbrenner: Intro⸗
duction und Rondo. Cherubini: Ouverture zu„Medea“.
Onslow: Introduction und Variation über das franzöſiſche
Lied:„Au clair de la lune.“ Roſſini: Romanze.(Nizza.) Inhalt des zweiten Bandes:
Bertini: Etuden
Onslow: Sonate. Beethoven: Sonate(nach dem Trio Op. I.
Nr. 2). Mozart: G moll-⸗Symphonie. Bertini: Etudes (d'après l'oeuvre 97) Nr. 131— 20. Lefébvre Wely: Les cloches du Monastère.(Nocturne.) Mendelsſohn⸗Bartholdy: Fughetta. John Field: Notturno.
An der Fortſetzung wird unausgeſetzt gearbeitet.


