I. Jahrg.
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daß die Lazarich recution ſich den ggſte geblieben ſte auf türkiſches geflohen. Dort⸗ n gemeinſchaſt⸗ Geſellſchaft von nicht als baſon⸗
Schlecht leben, bezeichnen, wenn us anzündet, ge⸗ — er lebt ſchlecht veretto! ſchlecht,“ nach un⸗ dem europäiſchen r Unweſen mehr ne ein natürliches doch von Zeit zu mir einen kleinen eerichtet, wie Sie ab— als ob es n! Ob von deir Inſtrument eines d. Ith that an der beiden 2
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Mal die Begleitung.
Nr. 51.] ſtens Stand— der eine, Andrea, fiel, der zweite, Luco, ſtarb an ſeinen Wunden im Gefängniß.“
„Und der letzte?“
„Der Boſho? erfuhr das Schickſal ſeiner Brüder, bildete ſich ein, ich wäre Schuld daran, kam herüber, um ſie an mir zu rächen, ſchoß ein Mal nach mir und fehlte mich, fiel bei der nächſten Gelegenheit über mich her und fand, daß ich ſtärker war—“
„Ueberlieferten Sie ihn der Gerechtigkeit?“
„Ich fragte ihn, ob er überhaupt üble Abſichten habe, oder nur als mein Feind im Lande ſei. Er ſagte, nur als mein Feind. Da ließ ich ihn gehen— ich werde doch nicht einen Menſchen einſperren laſſen, um vor ihm ſicher zu ſein?“
„Rührte ihn denn dieſe Großmuth nicht?“
„Vielleicht hätte er die Rache gegen mich aufgegeben, aber mein Verwalter veranlaßte aus übelverſtandenem Dienſteifer für mich Boſho's Geſangennehmung, eben als er bei ſeiner Geliebten war. Da hat Boſho ſich in den Kopf geſetzt, ich hätte mich anders be⸗ ſonnen, und während ſeiner Gefangenſchaft hat es keine Drohung gegeben, die er nicht gegen mich ausgeſtoßen.“
„Und ſeit heute Morgen iſt er flüchtig?“
„Sagen Sie frei.“
„Aber dann ſind Sie ja abermals bedroht?“
„Nicht mehr als dieſe letzten drei Jahre. Nun habe ich Ihnen alſo eine echt canaleſiſche Geſchichte erzählt— Sie ſehen, daß ſie nicht anders iſt, als eine ganz gewöhn⸗ liche corſiſche Vendetta. Man glaubt immer, bei uns neue Dinge zu finden. Es iſt eben das Ueberall und das Uralte.“
„Und ich ſage doch, Graf, warum bleiben Sie hier?“
„Weil ich nur hier ein Einſiedler ſein kann.“
„Das können Sie allenthalben, wenn Sie es denn durchaus wollen.“
nun der dumme
Drilte folge.
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„Nicht ſo wie in Dalmatien und in Canali.“
Er war aufgeſtanden und ging jetzt ans Fenſter. Offenbar dachte er durchaus nicht an ſeinen Feind. Eben wollte ich ihn warnen, da ſchlug eine Kugel durch die Scheibe, welche ihm zunächſt war, prallte gegen die Wand, drückte ſich glatt und fiel in den Saal.
Er war mit einem Sprunge bei uns, um zu ſehen, ob uns Nichts geſchehen. Als er darüber beruhigt war, ſagte er lächelnd:„Die Viſitenkarte meines Boſho Lazarich. Es iſt mir nur unangenehm, daß der Schuft ſie abge geben, während Sie hier waren. Sind Sie erſchrocken, Baronin?“
„Ihretwegen. Wenn Sie nun getroffen wurden, denn es war nahe daran—“
„Ja, der Kerl zielt gut.“
„Wo hat er ſich nur verborgen?“
„Dort in der Gruppe von Oelbäumen nicht zu nah, Baron— Sie ſehen, das Terrain iſt dort gerade er⸗ höht genug, um das Fenſter zu dominiren.“
—
Sa,
„Laſſen Sie die Oelbäume doch niederhauen,“ ſagte Otto..
„Danke,“ antwortete Graf Serdan,„ſie bringen mir einige Barili Oel.“
Er ſagte das ohne alle Affectation, man ſah, es war ihm Ernſt. Mir gefiel dieſe Kühle ſehr ſie iſt in dem heißen Dalmatien ſelten. Man hat hier vollkommen die Freiheit, ſo apprehenſiv zu ſein, wie man es von Natur ge⸗ rade iſt. Das ungewiſſe Klima mag dieſe Nervoſität er⸗ zeugen. Für uns Norddeutſche indeſſen, die wir aller Apprehenſion von vorn herein das moraliſche Recht zur Exi⸗ ſtenz negiren, war es erfreulich, ein Mal wieder eine uns mehr analoge Nervenſtimmung zu finden. Wohlverſtanden, wir hatten ſie bereits gefunden. Einige der größeren Be⸗ ſitzer, die wir kennen gelernt, konnten an Kaltblütigkeit
der nur Fräulein Schönhoff und Fräulein Micheleſi als— Fett⸗
augen obenaufſchwammen!“
Auch eine Theater⸗Zeitung hat Dresden. Das Blatt iſt eines von jenen aufrichtigen, die gleich oben auf der Vignette ihre Deviſe zeigen:„Geldſendungen für die Redaction erbitten wir franco!“— Glückliche Redaction, die Du Geldſendungen erhältſt! Wir müſſen nur zahlen!—— 1
Bis hierher und nicht weiter ſollſt Du mir folgen, lieber Le ſer!— Ueber die vierundzwanzig Schriftſtellerinnen von Dresden kann ich diesmal nicht berichten, weil Fräulein Bölte fehlt, die allein ſie zu einem Kaffee zu vereinigen vermochte. Die bedeuten⸗
den Namen aber rein zieren, wie Carus, Klemm, Reichen bach und Richter, liegen außerhalb der Intereſſen unſers Blattes.— Zu einem wir ein ander
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Spaziergang durch die reichen Malerateliers erbitten 4
3 7 Zur Naturkunde. 3 Die Wachsbäume.
Die in Amerika heimiſchen Wachsbäume würden ſich nach an⸗ geſtellten Verſuchen in Frankreich und folglich auch in dem ſüd⸗ lichen Deutſchland ſehr leicht akklimatiſiren laſſen und dann ſehr bedeutende Vortheile gewähren, und zwar:
Außer dem Wachs, das man von dieſen Bäumen gewinnt, beſitzen ſie in hohem Grade die Eigenſchaft, die unreine Luft ein⸗ zuſaugen und folglich die Gegenden, in denen ſie ſtehen, geſünder zu machen. In den Ländern, wo ſie heimiſch ſind, z. B. in⸗Caro⸗
wiſſenſchaftlicher Autorität, die Dresden
lina und Pennſylvanien, würde es den Menſchen beinahe unmög⸗
lich ſein, in der Nachbarſchaft der Sümpfe zu wohnen, wenn nicht
die myricas, welche den größten Theil derſelben bedecken, die Luft weſentlich verbeſſerten.
Ferner werden in Amerika die Wurzeln zu gewiſſen Arzeneien verwendet.
Die Blätter ſind ein ſehr wirkſames Mittel, die Stoffe vor Würmern und Motten zu bewahren.
Endlich verbreiten die Wachsbäume auch noch bei großer Hitze einen ſehr angenehmen und heilſamen Wohlgeruch.
Es gibt von den myricas etwa zehn verſchiedene Arten, in Beziehung auf die Cultur bei uns ſind davon aber nur zwei zu erwähnen, die myrica cerifera Carolina's und die myrica pen- sylvanica Pennſylvaniens. Beide Arten liefern etwa gleich viel Wachs und von gleicher Qualität; ſie weichen von einander
nur durch die Groͤße ihrer Früchte und die Höhe ihres Wachs⸗
thumes ab. 1
In Frankreich ſind die myricas ſchon ſeit länger als 150 Jahren eingeführt, man hat indeß ihre Cultur wieder aufgegeben, weil man ſie nicht nutzbar zu machen verſtand. Indeß iſt es jetzt gelungen, das Wachs der Wachsbäume zu bleichen, ohne daß es dadurch an Brauchbarkeit verliert, und daraus Kerzen zu gießen, welche denen aus Bienenwachs vollkommen ähnlich ſind. Die Vervielfältigung dieſes baumartigen Strauches iſt übrigens außer⸗ ordentlich leicht, da ſie ſowohl durch den Samen möglich iſt, als durch Stecklinge und ſelbſt durch kleine Wurzelſtücke, deren jedes einen Schößling treibt. Die Pflanzen verlangen vorzugsweiſe einen feuchten Boden und würden deshalb an allen den Orten fort⸗ kommen, wo man ſo viele unſchöne und faſt nutzloſe Weiden ſieht.


