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t, durch die de atte. Zumal als evon Adelaidens ſich ſeiner Leiche Hlück, das er in zte den Reiz zu ahe erhielt. fen einen Vott⸗ Nitglieder ſeines llle den Gefallen däre der Marquis einzige Weg, um abzuwenden!“ im Gegentheil ners, daß Keiner, Gerade darun en. Damit wird ſpätere Zeit ver⸗
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(Nr. 49.]
Literariſche Beſprechungen.
Barfüßele. Von Berthold Auerbach.— Stutt⸗ gart und Augsburg, J. G. Cotta'ſcher Verlag. 1856.
Ein neues Werk von Auerbach. Einmal eine größere, ein ganzes Bändchen füllende Erzählung. Wir waren meugierig und viele Leſer werden es ſicher mit uns ſein, zu wiſſen, nach welcher Seite hin Auerbach's Darſtellungs⸗ roeiſe nach ſeinen letzten Sachen ſich ausbreiten werde. Auf die Idyllen der erſten Dorfgeſchichten war ein philo⸗ ſophiſch⸗pädagogiſcher Roman gefolgt; ihm folgten die
zwei großen tragiſchen, ſocialtendenziöſen Novellen mit V eriminaliſtiſchem Ausgange; der nach ihnen veröffentlichte „Gevattersmann“ enthält theils älteres Anekdotenhaftes, theils neuere kleinere Erzählungen, unter denen der„Vier⸗ eckig“ namentlich durch Darſtellung des pſychologiſch Wun⸗ derlichen ſich auszeichnet, das hier in ſeiner Abweichung (von der allgemeinen Regel und Vernunft mit ſeiner eigenen aadrele Conſequenz unübertroffen anſchaulich und draſtiſch aufgefaßt iſt. Und, nach all' dieſen verſchiedenen heiteren und ernſten Phyſiognomien, welches Geſicht wird uns da„Barfüßele“ zeigen?— Schon als der Dichter miit ſeinem„Diethelm“ aus dem Kreiſe heiterer idylliſcher Darſtellung heraustrat und durch die grauſen tragiſchen Masken von Wahnſinn und Verbrechen ſeine bisherige Ge⸗ ſtaltenreihe vergrößerte, damals ſchon warfen wir die Frage auif, ob ſein Publicum von der harmloſen Ergötzung hier⸗
her zu den erſchütternden Schauſpielen der großen geſchicht⸗
lich ſocialen Kämpfe ihm werde folgen wollen? Wenngleich mwancher ernſter denkende Kopf, der Hiſtoriker, der Philo⸗ ſoph, der Staatsmann von Fach, in jenen Arbeiten Auer⸗ bach erſt als einen anregenden, tief ergreifenden Schriftſteller ſchätzen lernte, ſo manche zartfühlende Freundin Lorle's, die— beiläufig geſagt— ſicher nie, ohne das Flacon zu üffnen, durch ein Dorf fuhr und von Lorle ſelbſt gewiß nie
Dritte folge.
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einen Händedruck empfangen hatte, ohne denken zu müſſen: welche plebejiſche Fäuſte!— all' ſolche empfindſame Seelen, die da ſchworen Auerbach zu verſtehen, wie er ſelbſt ſich kaum verſtehe, ſie ſchraken zurück vor ſeinen blutigen, von Feuersbrunſt wild beleuchteten Geſtalten, deren tragiſches Intereſſe ſie vielleicht doch nicht verſtanden. Ihnen und — doch auch uns, wenn wir gern einmal daran denken, daß die Kunſt dazu da iſt, durch Schönheit und Harmonie zu ergötzen und durch dieſes Ergötzen neu zu kräftigen und zu bilden, uns allen hat Auerbach dieſes Bändchen voll duftiger, thauig friſcher Wald- und Feldblumen als Sühne für ſeine Mordgeſchichten und als Troſt für den ſo froſtig beginnenden Winter zugeſandt. Sein Barfüßele iſt ein armes, von der Gemeinde auferzogenes Waiſenkind, wie⸗ derum eine Amrei, die jenen Spitznamen erhalten, weil ſie aus Sparſamkeit bis in den kälteſten Winter hinein barfuß geht; ſie iſt mit ihrem ganzen Schickſal, wie es hier geſchil⸗ dert wird, ein Aſchenbrödel, das Aſchenbrödel der ſchwarz⸗ wälder Dorfgeſchichte, das bei der ſchwarzen Marann', einer finſtern, realiſtiſch phantaſtiſchen Geſtalt, armſelig auferzogen wird, aber durch ihre Originalität, ihren ſteten Witz und Lebensmuth, mit einem tiefen inneren Stolze dabei gepaart, ſich gute Freunde zu erwerben weiß und ſo die Magd des reichſten Bauern wird. Hier muß ſie nun anſehen, wie ihr Geliebter um die Hand der großen Bauers⸗ tochter wirbt, aber glücklicher Weiſe erkennt er ſie ſelbſt noch zur rechten Zeit, nimmt ſie ſtatt der Tochter vom Hauſe mit ſich und macht ſo das Aſchenbrödel zur reichen Bauers⸗ frau. Dieſe Fabel iſt ungeheuer einfach, aber daß er ohne alle äußere Hülfsmittel, allein durch die Wahrheit und Wärme ſeiner Ausführung ſo zu feſſeln und zu befriedigen weiß, das iſt eben Auerbach's großer Dichtervorzug. Wie originell iſt dieſes Kinderleben geſchildert; wie bedeutſam von vorn herein der pſychologiſche Gegenſatz von Amrei und dem Bruder Damil wie eigenartig, wie geſund und kräftig arbeitet ſich dann Amrei's Individualität hervor!
4 Photographie als Nachdruck. Das Berliner Criminalgericht hat eine Photographie der Kaulbach'ſchen Zerſtörung Jeruſalems im Treppenhauſe des Neuen Muſeums für ſtraffälligen Nachdruck erklärt, den Photographen und den Verkäufer Jeden zu 50 Thlrn. Strafe verurtheilt. Aertheidiger der Angeklagten hatte zu beweiſen verſucht, Photo⸗ raphie ſei keine vom Geſetzbuch zu belangende„mechaniſche“ Vervielfältigung, ſondern künſtleriſche Production! Das Gericht eckannte Photographie jedoch als unrechtmäßigen Nachdruck.
Das Alter der Schminke. Die Sitte, ſich zu ſchminken, iſt ſehr alt. Schon Hiob's Töch⸗
mar, und als der König Jehu die Prinzeſſin Iſebel mit ge⸗ ſwminktem Geſichte in ihrem Fenſter ſah, ließ er ſie aus demſel⸗ um herabſtürzen(2. Buch der Könige 9, 30). L chönen, beſonders die Augen. Große ſchwarze Augen
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großen Umfanges zu geben, färbten ſie ſich die Augenwim⸗ oen rings herum mit einer Schminke, welche in einer Miſchung n Spießglas und Galläpfeln beſtand. Die Alten kannten auch ch andere Mittel, die Schönheit des Geſichts zu erhöhen, z. B.
e, Bohnenmeh Den alten Griechen er die Schminke ſchon im heroiſchen Zeitalter bekannt.
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G nu bedienten ſich der Schminke, welche aus Spießglas bereitet
Seit den älteſten Zeiten ſchminken ſich die morgenländiſchen 3 d r ugen. r galten bei üimen von jeher für eine Schönheit, und um ihnen das Anſehen
Nothwendige Eigenſchaften eines Miniſters.
Mirabeau hegte gewaltiges Verlangen danach, Miniſter zu werden, mochte aber gleichwohl dieſen Ehrgeiz nicht offen einge⸗ ſtehen. Eines Tages befand er ſich in einer Geſellſchaft, in der auch ſein Freund Talleyrand zugegen war, und zählte alle die Eigenſchaften auf, die ſeiner Meinung nach bei den gegenwärtigen ſchwierigen Verhältniſſen ein großer Miniſter haben müßte.— „Ariſtokratiſche Geburt,“ ſagte er,„und zugleich große Populari⸗ tät; ausgezeichnete Rednergabe und die perſönliche Erfahrung er⸗ duldeter Verfolgungen ꝛc.“— An jedem Zuge dieſes Portrait⸗ Ideales erkannte man leicht das Original, das Mirabeau dabei im Sinne hatte. Als er geendigt hatte, ſagte Talleyrand:„Sie vergaßen eine ſehr weſentliche Eigenſchaft!“—„Und welche iſt das?“ fragte Mirabeau.—„Er muß blatternarbig ſein,“ ent⸗ gegnete Talleyrand.— Man weiß, daß Mirabeau dieſe Eigenſchaft in ausgezeichnetem Grade beſaß. a.
Die däniſche Flotte.
Die däniſche Flotte zählt gegenwärtig 4 Linienſchiffe, 8 Fre⸗ gatten, 11 Corvetten, 5 Briggs und 73 kleinere Fahrzeuge. Am ſtärkſten war die Flotte 1710, wo ſie aus 39 Linienſchiffen, 6 Fre⸗ gatten und 6 Corvetten beſtand; 1810 hatte ſie nur 1 Linienſchiff, 7 Briggs und 160 kleinere Fahrzeuge. Seit 1700 ſind 28 Linien⸗ ſchiffe, 244 Fregatten, 1 Corvette, 10 Briggs durch Eroberung oder Strandung verloren gegangen.


