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der Heinrich Heine! Sanct Peter am Himmel wies mich ab, Ich muß zu der dunkeln Gemeine.
Ich muß hinab in die Unterwelt, Hab' nicht den Himmel erworben, Vielleicht weil in den Champs Elisées Ich einſt gelebt und geſtorben.
Mein Himmel war das luſt'ge Paris, Lutetia war mein Leben, Und wenn Ihr das Wort mit Koth überſetzt, So lebt' ich im Kothe eben.
Doch ward ich geboren in Düſſeldorf, Der erſte Mann im Jahrhundert; So ſagt' ich der Welt. Drum haben ſie mich Auch allwärts in D Deutſchland bewundert.
Die Jugend hab' ich herrlich verbracht In Hamburg, Berlin und München, In England und Italien Ließ ich mich modern betünchen.
Manch wundervolles ſüßes Lied Hab'’ ich als Jüngling geſungen, Altmeiſter Goethe'n ſelber ſind Nicht beſſer die Töne gelungen.
Und lyriſche Proſa ſchrieb ich auch In funkelnden Reiſebildern, Sie leuchten ſo duftig, lieblich, hell, Anmuthiger kann man nicht ſchildern.
Doch Lieder machen noch nicht berühmt, Mit Gaſſenjung enſtreichen Gelingt es beſſer. In dieſem Fach War mein Talent ohne Gleichen,
Zumal als die Jugendeſelei, Die ſentimentale, geſchwunden. Ich habe geſpottet, gezerrt, gehetzt Und meine Rechnung gefunden.
In Philoſophie und Politik Hab ich unwiſſend orakelt, Hauptſächlich aber mit Klatſcherei Bei Kunſt und Künſtlern gemakelt.
Die Reiſebilder und der Salon Sind oft ſchon recht nichtsnutzig, Die Winterreiſe und Atta Lrl Erſcheinen mitunter ſchmutzig.
Im Tode muß die Wahrheit ans Licht, hr feuerverſengten Genoſſen! —₰
m Orcus hilft das Lügen nicht, a enden Schwänke und Poſſen.
Höllenfahrt von Heinrich Heine.
Hannover.
Ich war auf meinem Jammerbett Voll Qualen angeſchloſſen, Doch coquettirt' ich immer noch Unmüde und unverdroſſen.⸗
Bald ſprach ich von Gott und aller Welt In giftigem Spott verſehrend, Bald ſprach ich reuig ein Gebet Den alten Gott verehrend.
Bald ſang ich noch wie ein Engelein, Bald grunzt' ich wie garſtige Thiere; Stets trieb ich als das alte Genie Mich durch die alte Schmiere.
Fauſt, Romanzero, Lutetia, Das ſind meine letzten Büchlein,
S iſt Krankheitsbeuleneiter darin, Sie haben ein garſtig Gerüchlein.
Die alten Stimmen, volksliederlich, ſüß, Die gingen gemach um die Ecke, Nur hin und wieder weht noch ein Duft, Doch meiſt Geſtank vom Drecke.
Ich ritt auf denſelben Pferden noch, Auf denen ich ſtets g geritten. Herr Fallſtaff, Euer Witz wird alt, Steif werden Eure Sitten!
Den Platen⸗Maßmann⸗Birchpfeifer⸗Haß Und meine gewohnten Zoten, Sie blieben werth dem Vaterland, Man griff ſie mit allen Pfoten.
Es kam ſogar Herr Adolph Stahr Und hat mich auspoſaunet Als ſterbenden Ariſtophanes. Da ward ich erſt angeſtaunet.
Mit Recht ward der Dichter von Athen Herr Ariſtophanes krittlich, Denn ſein Princip war zwiſchen dem Scherz Erhaben, edel, ſittlich.
Ich war kein Charakter, doch ein Genie, Drum kann mich der Teufel bolen, Zur Hölle, die Dante ſo berrlich beſang, Macht ich mich auf die Sohlen.
Kurzweiliger iſt's hier jedenfalls Als in der Glorie zu ſtrahlen, 1 Wie ſie die frommen Künſtler all“
Dort oben in Deutſchland malen.
Sei mir gegrüßt, du bölliſche Schaar! Seid mir gegrüßt, Ihr Lieben! Jetzt ſag ich Euch, wo nach dem Tod Ich ch mich herumgetrieben.
Carl Rümpler. 1856.
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— 706 Rovellen⸗ Zeitung. III. Jabr. ar 45. ALBUN OL 2 —nn V H. Heine's Höllenfahrt Caput I. Verliederlicht ward die Jugendkraft, Freund Hein kam zu Freund Heine, Er ſaß zehn Jahre mir im Genick Macht auf, macht auf das Höllenthor! Und ſchüttelte mir die Gebeine. Ich bin
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