Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
626
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Novellen⸗Zeitung.

ALBUM.

Rudolph hirſch.

Naturanſchauung.

O Luſt! im Abendſcheine

Zu wandeln durch das Thal, Am Arm die böhmiſche Kleine Und ihren türkiſchen Shawl.

Die Käfer, dieſe Tummler, Umkrabbeln uns ſo traut! Gar viele Frühlingsbummler Sind noch im Hage laut.

Wie ſtrahlt Sie vor Entzücken! Horch! was meine Cordula ſpricht: O dieſe vertrackten Mücken,

Was mich die Bagage ſticht!

Rleine füße.

Aber Liebſte, Zuckerſüße!

Haſt Du allerliebſte Füße!

Sei, mein Kind! gar ſchön gebeten, Ein klein wenig mich zu treten.

Denn es klingt die holde Sage, Daß der Boden Blumen trage, Wo hinab die Elfen ſchweben, Daß ſich Wüſten ſelbſt beleben.

Neulich konnt' ich es verſpüren: Thät Dein Füßlein mich berühren, Und in meiner Bruſt zur Stelle Grünte eine Immortelle!

Drohung.

Ich ſchwimme bald in Entzücken Und bade mich bald in Thränen, Beliebt es Dir freundlich zu blicken, Beliebt's Dir, mich anzugähnen.

Ich bin von Dir gehudelt, Genarrt und perſifliret,

Was man ſo ſagt, gepudelt Und gründlich maltraitiret.

Wär' nur vorbei mein Leben Und ich in ewiger Ruh:

Ich würd' als Geſpenſt Dich umſchweben

Hu hu! Du Du! Du Du! Hu hu!

Weiberliſt.

Wenn die Unſchuld weißer Farbe

Und wenn ſchwarz Leviathan

Und Du, Louischen! wärſt die Sünde, Zög' ich ſie in Roſa an.

Ja, Du roſenrothe Sünde! Schlänglein aus dem Paradies!

Eulenſpiegels Tagebuch. Von R.

Hirſch. Peſt. Verlag von Guſtav Heckenaſt 1856.

*

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Und die beiden Aepfel ſchmecken Ueber alle Maßen ſüß.

Manches wollt ich noch erzählen; Aber, Schatz! wie klug biſt Du: Schließeſt, holder Kerkermeiſter! Mir den Mund mit Küſſen zu!

Als ich ihr Caſchentuch fand.

Ich bin noch ganz von Sinnen, Ich bin noch ganz verdutzt: Mit dieſen feinen Linnen

Hat Laura ihr Näschen geputzt.

Ich war der glückliche Finder, Mir iſt ſo wohl, ſo weh!. Vorüber, ihr Schafe und Rindg! Davon habt ihr keine Idee.

Mich faßt ein ſüßes Grauen, Entfalten muß ich's doch,

Werd' Ihren Namen wohl ſchauen, Und ſeh' nun ein großes Loch!!

Rüſſe und Weine.

Wenn Du ſchwärmſt und wenn Du koſeſt, Werd' ich lyriſch, und Dein Mund

Und Dein Kuß, bei meiner Ehre! Schmeckt wie Trauben von Burgund.

Wenn Dich Liebesfeuer heizen, Werd' ich epiſch⸗toll dabei,

Und es wärmen Deine Küſſe Wie der Gluthwein von Tokay.

Aber wenn Du launiſch, zänkiſch, Schrumpft Gott Amor ein zum Zwerg, Und Du ſchmeckſt, mein' Seel'! ſo bitter Wie der Wein von Grüneberg.

Die Roſenwangen.

Ich küßte Sie jüngſt, nicht flüchtig, Ich küßte Sie ganz tüchtig;

Es ſchien mein Herz zu glühen, Mein Kleid in Feuer zu ſprühen.

Und doch war es kein Wunder,

Daß Feuer gefangen der Zunder;

Wollt Ihr das Geheimniß wiſſen: Man ſoll Geſchminktes nicht küſſen!

Die Roſen Ihrer Wangen Die waren ſanft übergegangen, Als ich ſie küßte auf's Beſte, Auf meine weiße Weſte....

di mit dei Zimmer nicht g Augen betreten Frauen

3 ordentle

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