10 ch 2ℳ Lx — es—„ Ida von Düringsfeld. Lieder aus Coskana. Dein Blut iſt edel und dein Lächeln ſüß, In dich verliebt ſich ſelbſt das Paradies. Und Ihr ſeid doch die ſchönſte Jungfrau, welche 4( Man finden kann im Himmel und auf Erden, Als Ihr geboren wurdet, Licht der Höhe, Und mehr gefärbt, als friſche Roſenkelche, ſ War großes Feſt hier unten und dort oben; Und wer Euch ſieht, muß Euer eigen werden. Die Engel riefen aus in lauten Tönen: Capriei Und wer Euch ſäh und doch ſein eigen bliebe, Die Königin ward, die Kaiſerin geboren! Der lebt nicht oder kennet nicht die Liebe; Die Königin kam zur Welt; ſie ward verkündet! Und wer Euch ſah und nicht ſich Euch ergeben, Geboren ward, die mir das Aug entzündet— 1 Kennt nicht die Liebe oder hat kein Leben. Die Königin ward, die Blume uns beſcheeret! 1 — Geboren ward, die mir das Herz verzehret.. Nicht blaue Fluth in einem ſchönen Quell—— E Und nicht das Waſſer, das im Jordan ſchimmert, Welch' ſchöne Blume ward in Euch geboren! Vahn Erglänzt wie dieſe ſchöne Stirn ſo hell— Die Mondesgöttin hielt im Wandeln inne, mus a Sie blinkt, wie venetianiſch Gold nur flimmert. 4 Die Sterne haben ihren Glanz verloren. † 6 Wie leuchtend glänzt dies holde Angeſicht! 4 Wie Feuer Nachts, wie Maienſonnenlicht! SShane Celhr. un ſe Wie leuchtend glänzt dies Angeſicht voll Wonne! 9. Schöne, Ihr geboren im Januar., Imeernde Wie Nachts ein Feuer, wie bei Tag die Sonne! Ihr kamt zur Welt im Mond des weißen Schnees, V 3 2S. 5 4 Und Eure Wangen ſind ein Roſenpaar.„ ———— genau Die ſchöne Blume ſegne ich der Liebe— A 6 e 3 189 Wie s Eure M 3 8 S Eutwendet habt die Perlen Ihr dem Meere, Wis hate 1urden denen deaneneen. Aeſ s Laub Bäumen, mir das Herz Liebe. Wen del 3 4 ehme Das Laub den Bäume r das Herz voll Liebe Sie macht' Euch zärtlich, weiß, und roth von Wangen, „ Es iſt, als wär' zum Maler ſie gegangen..„, D engliſch Angeſicht, gemacht von Perlen, 3 1 93 3 ss ſchei Stets biſt Derſenedn d Welnen Pun⸗ Wer, Mädchen, hat die Augen Euch gemacht? ſetung 3u taufen ich i dd o da Aetemnen, Wer hat ſie ſo bezwingend Euch gegeben? vernehl Sanet Anaſtaſia hat dich eingelullt;: Die Todten könnt Ihr rufen aus dem Grab, 8 Es trugen dich die Götter und die Engel, Die Kranken könnt Ihr aus den Betten heben. n Du Schöne, die geboren zwiſchen Perlen. 5 5 3. einer Gge, Mit deinem ſchönen Thun und ſchönen Reden nohhn Ich lah noch keinen Diern am Himel ſtehen, Machſt du mich auferſtehen dad dann ſterben; 6 Deenihulih üüi dnufnn Aharſicht; b Mit deinem ſchönen Wort und ſchönen Weſen Der Mond ſogar, er muß in Nichts zergehen, Machſt di mier terſen ud 2ire 9. Denn ſchön zu jeder Stunde iſt er nicht. Machſt du mich ſteiben und dann auferſtehen. ſtigen In deinen Augen helle Flammen wehen S Cass N Und geben deinem treuen Diener Licht, O Noſe, du der Roſen ſchönſte Roſe⸗ geſc Noch in der finſtern Nacht kann ich dich ſehen, Nicſt Tag noch Nacht ſchlaf ich um deinetwillen, n Mit ſolcher Macht dein Reiz durch Alles bricht— Und dente an dein ſchönes Antli⸗ Roſe, ann Ich ſah noch keinen Stern am Himmel ſtehen, Und ſinne deiner Anmuth nach im Stillen; at Der ähnlich wäre deinem Angeſicht. An deine ſüße Anmuth denk ich immer— Stü — Daß ich, mein Lieb, dich laſſe, glaube nimmer. uff auf E8 zieht Vor Silberwölken jine Reih⸗ Begegneſt meinen Augen du und lachſt, fahr Von Liele voll, im fdehſehi im ſüßen. Siehſt nieder, läſſeſt tief dein Köpfchen hängen, van Vom Wind getragen durch die Luft herbei, So bitt' ich, daß du's erſt bekannt mir machſt, Zei Um dich, du liebliches Geſchöpf, zu grüßen, Damit mir's glückt, mein Herz zurückzudrängen. dit Zu grüßen dich und nachzuziehn dir leiſe, Damit mir's glückt, mein Herz zurückzudrängen, getr Berückt von deinem Antlitz reizgeſchmückt, Das mir vor Liebe will die Bruſt zerſprengen,-ſchw V 8 ich grüßzend e di heduzien d Kreiſe, Damit mir's glückt, mein Herz zurückzuzwingen, nicht on deinem reizenden Geſicht berückt. 3 Das mir vor Jubel aus der Bruſt will dringen. Ball Empor zum Himmel ſchauend, ſah ich dich, Der Schönheit Quell und Blume biſt du, Maid, 1 ſchwe Im Augenblick in dich verliebt ich mich— So hold und reizend von Geſicht und Stirn, wo Inmitten der Sterne ſah die Sonne ich. Daß du das Herz durchbohrt mir ohne Leid. der e 8 4 her Und nennen ſie dich ſchön, ſo biſt du ſchön, Und iſt dir zu begegnen mir gegeben, 9l Und Keine hab ich ſo wie dich geſeh'n, Senkſt du das Aug und ſcheineſt eine Göttin, 1 . Und ließeſt du mich, müßt’ ich untergeh'n. Und ſtill verzehren ſich machſt du mein Leben. ——.. bos Lieder aus Toskana. Herausgegeben von Ida von Düringsfeld. Dresden, Verlag von Robert Schaefer.(Wien, J. F. Greß.) 1855.
Jahrgang
27-52 (1856)
Seite
610
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