ſcheiden aus, wie ſie im Leben war. Hintergrunde.... O wie iſt, denn ihr iſt jetzt wohl.
Ich. Haſt du ſie ſchon früher einmal geſehen?
Sie. Ja, damals, als du mich in meinem Schlafe über den Verluſt derſelben tröſteteſt, wenngleich nur in Gedanken, ohne mit mir zu ſprechen, und ich dann ausrief: „O wie ſchön!“ Darum wurde ich ſo ruhig und fand es ſchön.
Ich.
Sie.
V Kannſt du mit ihr ſprechen? Ja, wir verſtehen uns. Ich. Sieht ſie auch dich? Sie. Ja, ſie ſieht mich immer. Ich. Siehſt du ſonſt Niemanden von deinen abge⸗ ſcchiedenen Lieben? V Sie. Nein, auch mein Kind ſehe ich nicht, das ich ſo gern ſehen möchte. V Ich. Kannſt du nicht deine Freundin darüber fragen?
Sie. Sie würde mir keine Antwort geben.
Ich. Vielleicht ſind dieſe nur in der Vorhalle und die Andern ſind ſchon weiter vorangeſchritten?
Sie. Ja, die ſind weiter weg.
Ich. Nicht wahr, dort iſt Alles verſöhnt und Alle ſind voll des höchſten Vertrauens?
Sie. Ja, es führt auch Alles nur zum Beſten.(Nach kurzer Pauſe:)——— Jetzt fällt es wie Schuppen von meinen Augen.—
Ich. Iſt der Schmerz verſchwunden?
Sie. Ja, er iſt ganz weg.... Aber ſage mir jetzt einmal: wem möchteſt du von uns Beiden den Vorzug ge⸗ ben, mir oder der Andern(der im wachen Zuſtande)?
Ich. Inſofern du der geiſtigere And beſſere Theil, der innerſte Kern deiner Perſönlichkeit biſt, muß ich wohl dir den Vorzug geben. Aber warum ſprichſt du überhaupt von dir als einer zweifachen Perſon?
Sie ſteht noch im froh bin ich für ſie, daß ſie fort
Sie. Ei, das thue ich ſo lange, bis nur noch ein
[II. Jahrg.
Tropfen fällt, bis ich ganz in ſie— die Andere ſchlungen bin.
Ich. Wann wird aber nur noch ein Tropfen fallen?
ver⸗
Sie. Dann, wenn ſie ganz geſund iſt.
Ich. Und wann wird dies geſchehen? Sie. Das ſag' ich dir nicht; es könnte dir ſonſt die Zeit zu lang werden.——— O wie iſt mir jetzt ſo wohl!——— Weißt du, das Fenſter da mit der Aus⸗
ſicht in den Garten und ins Grüne iſt mir viel werth, es erinnert mich an das Grüne, das ich jetzt ſehe. Aber dieſes iſt noch viel ſchöner.——— Doch nun wird es Zeit ſein, daß ich einſchlafe.
b(Nach wenigen Strichen war ſie in Tiefſchlaf verſunken.)
Ich. Siehſt du auch die Geſtalten wieder?
Sie. Ja, ich ſehe ſie ſchweben.
Ich. Gibt es auch dort einen Unterſchied der Ge⸗ ſchlechter?
V Sie.
Nein; aber doch kann ich ſie
V Einen ſind ſtärker.
Ich. Wie verhält es ſich mit den Experimenten Reichenbach's? er Recht?
Sie. Wir und er haben Recht; aber ich mache eine
Ausnahme, das Andere iſt die Regel. Ich. Kann der kühle Pohl des Kryſtalls meine Ein⸗ V wirkung nicht erſetzen? ee Sie. Nein, ich bedarf einer lebendigen Einwirkung; alles Andere wirkt nicht gut.——— Doch höre, ich will dir jetzt ſagen, wie du es machen mußt, wenn du willſt, daß ich ſchnell erwache. Du mußt mich ſechsmal mit bei⸗ den Händen von der Stirne bis unter das Kinn ſtreichen, dann die Stirne und den Mund anhauchen und hierauf den rechten Zeigefinger in die Halsgrube und den linken Zeigefinger ſtark in die Herzgrube zugleich einſetzen und
unterſcheiden, die
odiſch⸗magnetiſchen Haben wir Recht oder hat
große Laterne des gütigen Gottes verbreitet hinlängliches Licht
über ſie. So übertrieben der Plan auf den erſten Anblick erſcheint, iſt er doch eben ſo gut ausführbar wie der andere. Die Eiſenbahn von London nach Richmond ſteigt zu Zeiten zwei oder drei Etagen hoch empor und überſpringt an gewiſſen Punkten ſelbſt die höchſten Häuſer. Noch weiter will eine Geſellſchaft gehn, die den Schweizer Cantons den Vorſchlag gemacht hat, auf Dampfſchiffen Waggons, Locomotiven, Tender, Wagen und Reiſende zu transportiren. Man würde das Ganze in NYverdun, der letzten Station der Eiſenbahn von Genf, einſchiffen. Das Dampfſchiff führe über den Neufchateller und Bieler See und mit Hülfe rieſiger Taue würden dann die Waggons ganz beladen wieder ausgeſchifft und die Locomotive brauſte auf der Eiſenbahn von Solothurn dahin. Das Alles erſcheint unmöglich, unwahrſcheinlich, unausführbar, und dennoch iſt es bereits auf der Eiſenbahn von Aachen nach Ruhrort in Ausführung. a.
Weiſe Entſcheidung.
Ein Zollbeamter einer kleinen Stadt in Schweden öffnete zu genauer Durchſuchung mehrere Töpfe mit Honig, die ein Bauer zu Markte brachte. Der Honig zog eine Maſſe von Fliegen herbei und dieſe beſchmuzten ihn ſo ſehr, daß Niemand ihn kaufen wollte. Der Bauer beklagte ſich bei dem Bürgermeiſter und verlangte Schadenerſatz. Der weiſe Richter unterſuchte die Angelegenheit und erklärte, nicht der Zollbeamte ſei zu beſtrafen, ſondern die Fliegen, die Urheber des Uebels. Er gab daher dem Bauer die Erlaubniß, dieſe zu tödten, wo er ſie finden würde. Der liſtige
Bauer bat den Bürgermeiſter, ihm dieſe Entſcheidung ſchriftlich zu geben, indem er ſich wahrſcheinlich vornahm, bei einer höhern
Inſtanz Genugthuung für den ſchlechten Scherz zu erlangen. Aber eine Iltege vor ihn Gen egenheit zu ſchnellerer Rache. Sie ſetzte ſich auf die Backe des Bürgermeiſters in eben dem Augen⸗ blick, wie dieſer dem Bauer die erbetene ſchriftliche Beſtätigung übergab. Zugleich beeilte ſich der Bauer, von ſeinem Rechte
Gebrauch zu machen, und verſetzte der Fliege, die für ihn einen
ſehr bequemen Platz eingenommen hatte, einen viel derbern Schlag,
als nöthig geweſen wäre, ſie zu tödten. Der Bürgermeiſter machte einen gewaltigen Satz und wurde wüthend; der Bauer aber begnügte ſich, ihm das von ihm ſelbſt unterzeichnbte Papier hinzuhalten und entfernte ſich dann ruhig in ſich hineinkachend.
a.
Portraitkarten.
In Paris pedient man ſich ſtatt weilen photographirter Portraits, ohne Namen. Dank den neueſten Fortſchritten der Kunſt Daguerre's koſtet das Hundert ſolcher Portraitkarten nicht mehr als 25 Francs. Bald wird es auf die Hälfte oder vielleicht auf das Viertel dieſes Preiſes herabge⸗ ſunken ſein. 1 1 Die Neuerung hat viel Veifall gefunden und ihr Erfolg iſt geſichert. Einige Perſonen freilich, welche wiſſen, daß ihr Name mehr werth iſt als ihr Geſicht, werden dem alten Syſteme treu bleiben. Einige Rigoriſten behaupten auch, daß es unter manchen Umſtänden unpaſſend iſt, ſein Portrait zu überreichen, aber den⸗ noch dürfte die Mode bald alle dieſe Widerſprüche beſiegen. Um
der Viſitenkarten jetzt zu⸗
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