Benazet, den man mit Recht den Fürſten von Baden nennt.,
Benazet iſt durch und durch Franzoſe. Er kennt ſein Terrain meiſterhaft und leitet faſt unſichtbar das ganze Getriebe bewundernswerth. Theils aus Sympathie für
ſeine Nation, theils aus richtiger Erkenntniß der Situation
ſtrebt er ſichtlich danach, Baden⸗Baden zu einem fran⸗ zöſiſchen Bad und die Creme der Pariſer Geſellſchaft hier
völlig heimiſch zu machen.— Man ſpricht immer von dem
Streben Frankreichs, den Rhein zur Grenze des Kaiſer⸗ reichs zu machen. Ich bin überzeugt, daß man Baden⸗ Baden, als franzöſiſche Grenzſtation, mit in den Kauf zu nehmen verſuchen würde,— wenn nur die Kanonen der Bundesfeſtung Raſtatt nicht wären, die ſo fatal über den Rhein hinüber und ſeitwärts nach dem Oosthale ſchielen! Sie gemahnen an die Sage von den feurigen Hunden, welche die Schätze der Geiſterwelt bewachen. Und Baden⸗ Baden iſt ein Schatz, den die Bundestagsgeſandten zu ſchätzen wiſſen. Aber andere Leute auch, und die Einwoh⸗ ner von Baden und der Spielpachter Benazet jedenfalls am Beſten.
Ich denke, wir werden ſie Alle noch näher kennen ler⸗ nen. Die Saiſon iſt lang und glänzend genug dazu. Täglich kommen zwiſchen 300 und 500 Gäſte hier an. Die Hötels ſind alſo alle überfüllt, obgleich nicht weniger als 30 hier ſind. Wir ſuchen deshalb eine chambre garnie, und da im Sommer die ganze Stadt Baden in eine maison garnie ſich verwandelt, wird ſich wohl ein Plätzchen für uns finden, wenn wir nur nicht die Prätenſion machen,
im vornehmen Quartier, an den Promenaden oder an der
Hauptſtraße zu wohnen. Denn um das zu können, muß man ein Prinz oder ein Banquier ſein.
(Wird fortgeſetzt.)
Lied an Marie.
Ich möcht' durch alle Fernen ſchweifen Mit frohem Muth und leichtem Sinn, Mit Händen nach den Sternen greifen Und ſagen, daß ich glücklich bin.
Denn ſo hat mich ein zitternd Leben, Ein Wonnerauſch durchglüht noch nie, Als du mein Himmel, du mein Leben, Du meine liebliche Marie!
Im Kampfgewühl, im wildverworrnen, Hat des Geſchickes herbe Macht Mir der Enttäuſchung ſcharfe Dornen Und manche Thräne ſchon gebracht; Doch was ich Trübes je empfunden: Heut ſegn' ich Alles: Gram und Müh', Weil ich dich Herrliche gefunden,
Dich meine liebliche Marie!
Nun darf ich richten meine Blicke
Ins wirre Leben froh hinaus;
Ich weiß, im Leide und im Glücke
Ein treues Herz hält mit mir aus.
Nicht ſchwank' ich mehr auf tauſend Wegen, Ein helles Licht ſtrahlt ſpät und früh
Mit mildem Glanze mir entgegen:
Du meine liebliche Marie!
Du dornenloſe, lichte Blume,
Die meinen Pfad ſo reich verſchönt,
Ach! daß doch ſtets zu deinem Ruhme
Zu ſchwach mein armes Lied ertönt!
Doch, was ich fühl' im tiefſten Grunde, 2
Das künden Reim und Worte nie,
Sieh, jeder Herzensſchlag gibt Kunde: G
Mein Glück, mein Stern biſt du Marie! Guſtav Reinhart.
gießt man dann geſchmolzenes Blei und durch deſſen Hitze wird ſogleich das Glas vollkommen glatt durchſchnitten.
Dergleichen von Hauſe aus zerſchnittene Glascylinder werden jetzt in Belgien und Paris in großer Menge fabricirt. Man veinigt ſie ohne Schwierigkeit auf ähnliche Weiſe wie die andern Cylinder mit einem Stück Fell, das über ein rundes Holz ge⸗ zogen iſt. a.
Abel.
Der ſeiner Zeit berühmte Componiſt und Gambiſt Abel trank unglaublich viel und glühte dann zuletzt am ganzen Kopfe, wie die Sonne an einem heißen Sommertage. Einſt, nach einem Mittagseſſen auf dem Landhauſe des berühmten Schauſpielers und Dichters Foote, wandelte Abel ſo in ſeiner glühenden Geſtalt im Garten umher, als ihn Foote neben einer Wand antraf, an der Weinſtöcke ſtanden, deren Trauben nicht reifen wollten.„Thut mir den Gefallen,“ rief Foote aus,„ſteigt auf jene Mauer und beſcheint mir meine Reben, damit ſie reifen.“ 8.
Entdeckung der Diamanten in Braſilien.
Man weiß, daß der Diamant, ſo durchſichtig und ſo funkelnd, wenn er durchſchnitten und polirt iſt, in ſeinem Urzuſtande ganz anders ausſieht. Er iſt dann matt oder nur ſehr wenig glänzend; ſeine Oberfläche iſt röthlich, abgerundet, und man muß ein ſehr erfahrenes Auge haben, um ihn zu erkennen. Aus dieſem Grunde
eine ganz ſchmale Linie des Glaſes frei wird; in dieſen Spalt
blieben die Diamanten Braſiliens lange unbekannt. Bergleute von Villa-do-Principe, welche ſich in die Gebirge von Cerro-do- Frio gewagt hatten, um dort Gold aufzuſuchen, fanden eine Menge
kryſtallartiger Steine, die ſie nicht beachteten, weil ſie nach dem
koſtbaren Metalle ſtrebten; indeß als ſie die Gegend verließen, nahmen ſie eine Anzahl dieſer Kryſtalle mit und ſchenkten ſie dem Gouverneur von Villa-do-Principe einfach als mineraliſche Proben. Der Gouverneur legte auch weiter keinen großen Werth auf die Glasſtücke; er ließ ſie in einen Spielkaſten legen, wo ſie längere Zeit als Spielmarken dienten. Später, als er nach Liſſabon zurückberufen wurde, bemerkten einige Gäſte, die den Exgouverneur beſuchten, die Spielmarken und begannen deren Werth zu ahnen. Der holländiſche Geſandte ſchickte einige derſelben nach ſeinem Vaterlande, welches damals der Hauptmarkt für Edelſteine war, und die Steinhändler Amſterdams erkannten endlich, daß die verachteten Kryſtalle Diamanten waren, welche der Schönheit der indiſchen kaum nachſtanden. a.
Cultus des Confucius.
Nach ſtatiſtiſchen Angaben einiger Miſſionäre in China gibt es in dem himmliſchen Reiche 1650 Tempel, die dem Confucius geweiht ſind. n Herbſt und im Frühjahr darbringt, ſchlachtet man 6000= Hammel, 30,000 Schweine, 2500— 3000 Dame Kaninchen und legt als Opfergabe etwa 125,000 R zeug nieder.
II. Jahrg.
Während der Opfer, die man in denſelben im—
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