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Wie man weiß, hat Oeſterreich dieſen ſeltſamen Mann ſeit 1822 zu ſeinem Generalconſul ernannt.
Die geheime Geſchichte der erſten Regierungshälfte Louis Philipps muß noch erſt geſchrieben werden, aber nur wer das Leben und die Handlungen des Herrn von Roth⸗ ſchild genau kennt, wäre dazu befähigt. So machte z. B. 1839, zur Zeit der Coalition, der Finanzmann Regen und ſchönes Wetter. Die Tuilerien ſtanden mit der rue Laffitte im innigſten Verkehr, und der Herzog von Mont⸗ penſier forderte Fräulein Charlotte Rothſchild zu zahlloſen Contretänzen auf.
Rothſchild erlangte die Conceſſion zur Nordbahn und der Dämon der Agiotage, durch ihn erweckt, bemächtigte ſich der ganzen Nation, zum Verderben der kleinern Spe⸗ culanten und des Publicums, zur ausſchließlichen Berei⸗ cherung der hohen Finanz, welche, wie man ſagt, eine halbe Milliarde unter ſich theilte.
Indeſſen ſind auch Züge patriarchaliſcher Wohlthätig⸗ keit von dem Fürſten der Bank zu erzählen. Als die man⸗ gelhafte Ernte von 1846 für das Jahr 1847 eine allge⸗ meine Hungersnoth fürchten ließ, verſuchte Herr von Roth⸗ ſchild das drohende Ungewitter dadurch zu beſchwichtigen, daß er auf ſeine Rechnung in Europa und Amerika unge⸗ heure Kornvorräthe aufkaufen ließ. In der Halle zu Paris wurde dann Korn und Mehl unter dem Tagespreiſe verkauft und der Gewinn dieſer großartigen Unternehmung ſollte auf Brodanweiſungen verwendet und dieſe an Hülfs⸗ bedürftige vertheilt werden.
Eine beſondere Bäckerei lieferte den Armen das Brod um einen viel billigeren Preis als die Bäcker. Aber Un⸗ dank iſt nur zu oft der Lohn der großen Menge. So wollte das Volk auch hier nicht an das gute Herz des Kauf⸗ manns glauben, ſchrie über Kornwucher und ſchenkte den albernſten Gerüchten Glauben, unter andern, Rothſchild hätte verdorbenes Mehl gekauft und es durch Beimiſchung von ſüßen Mandeln genießbar gemacht. Dabei bedachte
Dritte Folge.
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es freilich nicht, daß das Brod dadurch drei Mal ſo theuer geworden ſein würde.
Die ſüßen Mandeln des Baron Rothſchild trugen ihr gutes Theil zu der Februarrevolution bei!
Stets bereit, das Feuer zu ſchüren, klagte der Natio⸗ nal den Baron an, ſein Mehl mit dem Schweiße des Vol⸗ kes anzumengen, was in der That abſcheuliches Brod ge⸗ ben mußte. Zugleich erſchienen eine Menge Pamphlets gegen Rothſchild, und während das Publicum ihm ſo ſeine menſchenfreundliche Abſicht dankte, verlor der Wohlthäter in der That eine beträchtliche Summe, da er die gekauften Vorräthe nicht loswerden konnte.
Die Revolution von 1848 erfüllte das Haus Roth⸗ ſchild mit Schrecken. Der Baron erfuhr, daß der Auf⸗ ruhr ſeine Schlöſſer niederbrenne. Er ſah ein, daß Flucht das Signal zu einer unwiderruflichen Confiscation ſeiner zahlreichen Beſitzungen ſein würde, und hatte den Muth zu bleiben.
1830 hatte der Baron 15,000 Fres. gegeben. Das war viel, denn Niemand bedrohte ihn. 1848 aber unter⸗ zeichnete er 50,000 Frcs. für die Verwundeten und die unbeſchäftigten Arbeiter. Außerdem beeilte ſich ſein Sohn Alphons, der eben volljährig geworden war, an die proviſoriſche Regierung zu ſchreiben, um ſein franzö⸗ ſiſches Bürgerrecht zu erbitten.
Man verſicherte, daß in dem Augenblicke, als James, von Furcht ergriffen, zwiſchen ſeinen Millionen und der
Sorge um ſeine Perſon ſchwankte, Mare Cauſſidiere bei ihm erſchien und ihm ſagte:
V„Bürger Rothſchild, keine Schwäche! Ich bürge für Dich!“
Der Banquier träumte die ganze Nacht von der rothen Schärpe dieſes Menſchen, den Piſtolen in ſeinem Gürtel und dem großen Cavallerieſäbel, den er hinter ſich her ſchleppte. Als er aber am nächſten Morgen ſah, daß Maß⸗ regeln getroffen waren, um nicht nur ſein Hôtel, ſondern
Die Cherusker in Rom von Franz Bacherl ſind endlich erſchienen und ſtellen dem Verfaſſer ein vollkommenes Armuthszeugniß aus. Einige Verſe werden am beſten dieſe Mei⸗ nung beſtätigen; ſie erinnern an die Knüppel⸗ und Leberreime der Bänkelſänger auf den Jahrmärkten:
„Ach! Gedenke doch nimmer wieder daran,
Laſſe nicht umſonſten von hinnen uns gehn
Und erhöre auch endlich mein gütiges Flehn.
Denn in Balde hat alles ſich beſſer gemacht u. ſ. w.
Eine Fürſtin! Dein Sohn unſer König!
O! das freut mich, das freut mich nicht wenig, u. ſ. w.
O! Nun vorwärts! Nun vorwärts zum freudigen Werk,
Laßt uns muthig die Stadt hier durchwittern! u. ſ. w.
Achte niemals der Schänder verdammlichen Fluch u. ſ. w.
Eine ſolche Verſchwörung der tückiſchen Wucht
Sei zum Tode, zum ſchmählichſten Tode verflucht!
Hal die hämiſch verruchten Geſichter!
Daß ſie donnernd für immer zerſtäuben!—
Miscellen. Einkünfte der Poſt in England. Vor hundert Jahren betrugen die Einkünfte der Poſt in
England jährlich 140,000 Pf. Sterl., jetzt ſind ſie auf 2,500,000 Vor 60 Jahren legten die Mallepoſten in
Pf. Sterl. geſtiegen. der Stunde 3 bis 4 Meilen zurück; jetzt durcheilen ſie in derſelben Zeit einen Raum von 30, 40 und ſogar 50 Meilen(engl.).
Während des Krieges wurden monatlich von England zur Armee auf dem Kampfplatze im Durchſchnitt 45,250 Briefe abge⸗ ſendet und 43,125 von dort erhalten. a.
Heinrich Heine und ſein homöopathiſcher Arzt. (Aus Alfred Meißner's„Erinnerungen“.)
—— Auch der Homöopath Dr. R.... trat zuweilen bei Heine vor. Mit dieſem Manne war der Dichter auf eine eigen⸗ thümliche Art bekannt geworden. Auf einer Reiſe aus dem Süden waren Heine und ſeine Frau vor Jahren in Lyon mit dem Vio⸗ liniſten Ernſt zuſammengekommen, den Beide ſchon von Paris her genau kannten. Da Heine morgen nach Paris abgehen ſoll, bittet der Virtuoſe den Dichter, ihm ein Geſchenk an ſeinen dortigen Arzt mitzunehmen, eine der koloſſalen Lyoner Würſte, die, zierlich in Staniol eingewickelt, für eine feine Delicateſſe gelten. Heine übernimmt den Auftrag. Dazumal flog man noch nicht auf der Eiſenbahn in wenig Stunden von Lyon nach Paris; die Reiſe im Poſtwagen dauerte lang und Frau Mathilde ward hungrig. Was war natürlicher, als daß man ein kleines Stück von der Wurſt ſchneidet, die ſo ſchwer unterzubringen war und nun das ganze Coupé durchduftet? Madame Heine koſtet eine Schnitte und findet ſie vortrefflich, Heine thut desgleichen und iſt ebenſo ſehr davon entzückt. Die Reiſe dauert noch einen Tag, die Wurſt verringert ſich mehr und mehr, und als die Gatten Paris erreichen, trifft es ſich, daß nur ein ganz kleiner Reſt von dem gewaltigen ungethüm übriggeblieben. Jetzt erſt fühlt es Heine, wie ſchnöde eer ſich ſeines Auftrages entledigt. Was thut er? Er ſchneidet mit


