III 3 Jahrg.
Ferdinand Sauter.
Auf die Reiſe. Du mahnſt mich an die Schlüſſelblume, Die, wennm noch Schnee die Felder deckt, Die Tugend übe unter Schweigen, Im Wald aus jungen Gräſerſpitzen Des Bruders Fehler hüll' in Nacht; Ihr zartes Stengelhälschen ſtreckt. Du ſollſt dein glühend Herz nicht zeigen, Weil es die ſchnöde Welt verlacht. Du mahnſt mich an die erſte Lerche,
— Die ſich aus feuchten Furchen ſchwi Das Wort des Haſſes ſei vergeſſen Die fich aus feuchten Furchen ſchwingt
Und vo L Und unſichtbar im blauen Aether nd von der Liebe Hauch verweht, Die unbewußte Hymne ſingt. Es ſei dein Wohlthun unermeſſen, Kaum! Wie ſehr verkannt, wie oft verſchmäht. An Alles mahnſt du mich, du Holde, geöffnet wa Dein Vorbild ſei die ew'ge Sonne, Was je mein junges Herz geliebt, nette ſchied. Die ohne Wahl die Welt beſcheint Was meinem müden Geiſte Flügel ſich dem Bit Der Burgen Zinnen, wie die Tonne Und meiner Geele Tröſtung gibf: ah D gen d.. ine, h bi In der das Kind des Bettlers weint.„ih 8, wegt.„Si Bedecke mit des Mitleids Mantel 5 dieſer- llleg etäuſchte Hoffnung. in dieſer An Den Undank, der dein Herz verkennt, 9 ſohte goſnang Aeude ire W i Sti er« je S ſi 1 Ob, wie vom Stiche der Tarantel, Die Schwalben laſſen lange warten, die ſeelief Die Wunde auch im Buſen brennt. Zu ſuchen das bekannte Neſt die ſie liefer Au 3 1.„) Verliere nie der Hoffnung Schimmer Die Veilchen im verwaiſten Garten. Nyl Ob ſie dich tauſendmal betrog; 1 Hält noch der Froſt im Grunde feſt. Erneſtine! An Menſchenwerth verzage nimmer, Die Lerchen kamen ſchon gezogen; auuügen kan Wie oft auch Schein dir Wahrheit log. ie Lelchen k chon gezogen⸗ dem Wer ſt auch Sche ahrhent 1og Doch da noch Alles kalt und ſtumm, ir an Tler So magſt du kühn den Strom durchſchwimmen, Sind alle wieder fortgeflogen, ir noch gr Wie Woge ſich an Woge ſtaut, Sie kehrten nach dem Süden um. Ferſtören, das Und zu der Menſchheit Gipfel klimmen,. Illuſion find Wo man das Leben überſchaut. Die Lämmerwölkchen wollten golden 1act Schon tränken Feld und Wald und Au; ö aciehn Jah Dort ſegne noch mit Gluthentzücken Doch als ſie ſchauten keine Dolden, aäa Erniſtt Das liebevoll umſchloſſ'ne Thal, Da wurden ſie vor Kummer grau. Vahact ſch Dann mag ein Gott den Geiſt entrücken 1 Woüer Im letzten Abendſonnenſtrahl. Das Herz, es wollte ſchon ſich freuen, ghn Dem Schöpfer jubelnd Preis und Dank; m Gehen Doch ſeit im Schnee erfror der Maien, b Mann. — j iſt es 5 ſ.7 jeſen An Lebensweiſe. Seitdem iſt es vor Sehnſucht krank. dieſen dad 2 bersnit Ich wandle ſo mit off'nem Sinn Bilder zun Im heitern Sonnenſchein, Marie. Iuich, C Geſund und kräftig, wie ich bin,. haur o Freut mich das ſchöne Sein. Dich lieb' ich, dich, Marie,»- I aandele. —. 8,— Mit meiner Jugend Feuergluth, 8 22 ſeltſam er, Ich achte einden Leib gering, Denn einem Mädchen nie Viell Der einſt des Moders Staub, 3 Noch war mein Herz ſo innig gut JI 9 Und ſchmücke mich, wenn Lenz verging, Als dir, Marie! G JIhren Pla Noch mit des Herbſtes Laub. 85 Ausführun . 1.. Wald biſt du, Marie, 1 Dem Zephyr, wie dem Winterwind Im 4„d Biet' Heiüy freie Bruſt Mein erſtes Work, mein letztes Wort. bin ich ſ r i di lrr Sruh(d⸗ Bei Tageshitz' und Müh:— 1 1 Und jauchze, wie ein frohes Kind neſtine uchze⸗ eefrohes Kind, Mein Labequell, mein? Ii neſtine ich Des Böſen unbewußt. Labequell, mein Ruheport 1 . Biſt du, Marie! 1wauch nch — S. 1„d Dir bleib' ich treu, Marie;„Ne a 1 An**** In weiter Fern“ im bittern Tod, 1„ 3ae„Nein! V Vergeß' dich Liebchen nie! 2 uugg ih ſo Du mahnſt mich an ein Frühlingslüftchen, Mein Scheidewort ſei: Du, o Gott!* dahinen W Das jählings aus dem Süden kam, Und du, Marie! D— Urplötzlich fächelt's meine Wangen,* d Verſcheuchend allen Wintergram.
1 4 44 4— 4 r Mit des Dichters Lebensſkizze aus ſeinem Nachlaſſe herausgegeben von Julius von der Traun. Wien. Verlag von Tendler und Comp. 1855.
Gedichte von Ferdinand Sauter.


