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Alon.— 1Vr 2. 498 Noveſſen⸗Zeitung.[II. Jahrg. 8 N.
ALBUI.
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Adalbert Manlehn. 1
Du meine Iraut! Wahrer Reichthum. Welch wonniglicher Klang, Es ſprach ein Knabe zum Liebchen fein: Dich meine Braut zu nennen!„Willſt nun mein holdes Weibchen ſein?“ Ich fühl' den heiß'ſten Drang, Der Welt es zu bekennen, Das Mägdlein ſprach und weinte dazu: Du, und nur Du allein„„Herzliebſter, ich bin ja viel ärmer als Du.““ Seiſt ewig, ewig mein.. Der J „„Ich ſtehe verlaſſen in dieſer Welt, Der? V Wie iſt das Herz mir weit!'s iſt Niemand, der mir die Hochzeit hält.““ antreten. Ich kann es nicht verſchweigen Mein Und ruf' es weit und breit, Der Knabe ſprach:„Sei ruhig, mein Kind! e d l. E AWrdr etir, Gaen wd I ſ. E. Ntt.) 61, 17 Sie von de Daß Du mir ewig eigen, Von Gott mir viel Schätze gegeben ſind. e Daß Du Dich mir vertraut„Die Als meine treue Braut.„Doch keiner kann mir lieber ſein, vethaften, Als wie das treue Herze Dein,“ Sie Du biſt mein größtes Gut, a, Mein All, mein ganzes Leben,„Das in Verſuchung treu mir blieb; 42d Dir iſt mein Gut und Blut Drum ſei mein Weibchen nun, mein Lieb!“„Wr Auf ewig treu ergeben.„Del Ich denke ewiglich, Das Mägdlein lag an des Knaben Bruſt ſo zahle! Herzliebſte, nur an Dich. Und weinete ob der unendlichen Luſt.. mpor Und was ich denk' und thut, Es ſprach der Knabe:„Das Herze Dein lhervor. Dir iſt es nicht verheblet, A Iſt mir der ſchönſte Edelſtein,“ Sie Denn ganz allein biſt Du, Eonflvler Die innig mich beſeelet.„In Deinem Auge die Freudenthrän⸗ 5 4 V Mein Herz in Freud' und Leid Die ſchönſte Perle, die je ich geſehn.“ Dann Iſt Dir, nur Dir geweiht.. bette und 8„Iſtd Ave Maria! die Wanderart.„ V duam Bet 1——— Einſam ſtehet das düſtere Kloſter V waxa geb Wenn ich zu dem Liebchen reiſe, Dort am Ufer auf waldiger Höh, diede Wandre ich mit frohem Sang,. Und die dunkelen Mauern, ſie ſpiegeln behe . Zieh' bei Tag und Nacht gar luſtig, Matt ſich ab in dem ruhigen See. egtng Und kein Weg iſt mir zu lang. konntei I Seen Leiſe wehet der liebliche Zephyr, 4 G 1 Aber wenn ich wiederkehre, Kühlet die Waſſer nach ſonniger Gluth, peinlic Ziehe ich mit trübem Sinn, Und es ſchimmert die nächtliche Sichel denn Ohne Jubel, ohne Singen, Wiederſcheinend in laulicher Fluth. den B Langſam meines Wegs dahin. W. Und der Schiffer, er fährt mit dem Liebchen tigte, 3 V Einn Nonne zum heiligen Ort, 1 6 In das Kloſter der heiligen Jungfrau,* Vorſatz. Keines redet das leiſeſte Wort. elne kle Herr 7 Es hieß, mein Schätzchen werde kommen, Leiſe ſchlagen die Ruder die Wellen, 7 4 Wechſt Schon in den allernächſten Tagen; Langſam gleitet der Nachen dahin; de dſe Da hatte ich mir vorgenommen, Stille betet die Nonne vom Kranze,. der Fa V Ihr Viel und Mancherlei zu ſagen. In ſich gekehrt in heiligem Sinn. ne 8 Sie z Sie kam, und meiner Liebe zollte Plötzlich klinget das Glöcklein im Kloſter di Sie Dank mit bunderttauſend Küſſen; Und ſie hören den geiſtlichen Chor,—„S Und Alles, was ich ſagen wollte, Ihren Händen entfallen die Ruder, dtrche Hat drüber unterbleiben müſſen. Betend ſchau'n ſie zum Himmel empor: da. . Ave Marial!. Wict, 3— lett di c d Maienblüten. Gedichte von Adalbert Manlehn. Gedruckt zum Beſten der Armen im Erzgebirge. Leipzig, C. L. Fritzſche. 1856. verließ 1— — —— A. 8 5 1 2 1 4—— 5 ß N.


