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vor dem ſein Witz Reſpect haben konnte.
Dritte
Nr. 31.]
Liter ariſche Beſprechungen.
Heinrig geine. Erinnerungen v. Alfred Meiß⸗ Hamburg, Hoffmann u. Campe. 1856.
Faſt alle Blätter brachten in den letzten Jahren und Monaten die mannigfachſten„Beſuche bei Heinrich Heine,“ „Geſpräche“ mit ihm und dergleichen; dieſe Erinnerungen
ner.
von Alfred Meißner aber erſt geben uns ein wirklich aus-
geführtes, klares Bild des geſchiedenen Dichters. Meiß⸗ der ſöilden uns denſelben bei ſeinen Beſuchen in Pa⸗ ris in den Jahren 1847, 1849, 1850 und 1854, ſo wie aus dem mit ihm gepflogenen intimen Briefwechſel. Mit Recht nennt er Heine einen„negirenden Geiſt,“ einen „Zerſtörungsgeiſt;“ durch alle mitgetheilten Aeußerungen und Lebenszeichen geht jener Zug der Loslöſung vom All⸗ gemeinen, des Vordrängens der eignen Subjectivität vor alle Geltung der Thatſachen, der Empörung des einzelnen Ich gegen die ganze Welt, die das Kennzeichen jenes Gei⸗ ſtes iſt, der ſtets verneint.
Freilich bot die Welt, in der Heine lebte, ihm wenig, Wenn wir ſo z. B. ſehen, daß es ſich beſtätigt hat, was er 1850 von der franzöſiſchen Verfaſſung ſagte: wenn es keine Frauen, was die Freundſchaft, wenn es keine Freunde gäbe,— verzichten wir auf die Republik, dann es gibt keine Republikaner!“— können wir es ihm denn verargen, wenn er ſpäter bei der Agonie der Republik herb und erbarmungslos lächelte und ihr Ende mit einer gewiſſen Schadenfreude erwartete?„Er lächelte,“ erzählt Meißner,„als wäre er der Gott des Zerfalls und der Zerſtörung ſelber. Es war, als wünſche er, daß Etwas
zuſammenfalle, was es auch ſei, damit er nur das Geräuſch eines großen Umſturzes vernehme und rieſenhafte Trüm⸗ mer erblicke.“
Ein ander Mal noch ſchildert der Verf. dieſes Lächeln ausführlicher:„Es war nicht das Lächeln, welches ſonſt ſeinen ſchönen Knabenkopf in Geſellſchaft guter Freunde
oder beim Erzählen eines witzigen Einfalls zu überſtrahlen
pflegte. Es war ſein deſtructives Lächeln, daſſelbe, das im Wintermärchen, im Atta Troll und in ſeinen politiſchen Gedichten in Worte gekleidet erſcheint. Auf das Papier gezaubert hat dieſes Lächeln die dämoniſche Gewalt, ſich dem Leſer mitzutheilen; man lieſt und lächelt, und das Schlimmſte daran iſt: dieſes Lächeln iſt nicht flüchtig. Es kommt wieder und wird, ſo graciös es anfangs auch war, nach und nach immer ſtärker, immer lauter, immer muth⸗ williger, immer wilder, endlich wird es ein Ausbruch rebel⸗ liſchen Hohnes. Artet es bis zu dieſer Höhe aus, dann wirft es den Fürſtendiener auf die Oppoſitionsbank, macht
den orthodoxen Pfarrer zum Ketzer, den Billardſpieler
zum Verſchwörer und den beſtgeſinnten Philiſter zum Frei⸗ heitsſchwärmer.— Dieſes Lächeln hat für die Bewegung der letzten Jahre viel getan———“.
Mit vorzüglicher Aufrichtigkeit behandelt Meißner den „beſonderen Zug ſeiner Natur,“ der„an der Zerſtörung
ſeines Leibes arbeitete,“— den Cultus der Frauenſchön⸗
heit, dem er ſein Leben widmete und der ihm ſo verderblich wurde.
Cupidinum,“ ſo heißt es,„war ein Element ſeines Lebens,
„Was wäre die Liebe,
„Die Göttin der Liebe, die rnuſams ged nene
folge.
kein Taumel, kein zeitweiliger Sprung in die Liederlichkeit, ſondern eine unermeßliche Leidenſchaft, die ſein ganzes Weſen durchdrang und in einen großen, ſchön lodernden Brand ſteckte.——— Aber die Flammen, in denen er ſo gern athmete, ſraßen an ſeinem Leben, verzehrten ihn ſelbſt. Er ging in dem unter, in dem er gelebt. Das Pathos ſeines Lebens war ſein dod. Er ſelbſt geſtand es ſich nie ein; unwillkührlich aber verrieth er ſich oft. Mit Wehmuth und einem gewiſſen Ingrimm ſagte er einſt: „Sehn Sie hin, wie blühen dieſe Frauen! Es ſind Blu⸗ men, denen weder der Sonnenſtich, noch der kalte Nacht⸗ thau ſchadet. An ihren Kelchen berauſchen ſich tauſend Schmetterlinge, ohne den Duft zu vermindern oder ihre Farben wegzulöſchen. Es iſt Herbſt,— die Blumen pran⸗ gen noch immer, aber nirgends ſieht man einen Schmetter⸗ ling mehr!“ artistes, et les artistes n'ont jamais tué des femmes.
Erſchütternd iſt, was Meißner davon erzählt, wie tief Heine das Tragiſche dieſes ſeines Endes empfand. Es war im Mai des Jahres 1848, ungefähr zwei Jahre nachdem ihn die furchtbare Krankheit überfallen, als der Dichter ſeine letzte Promenade auf den Boulevards machte. Durch die Straßen von Paris wogten die Volkshaufen, von ihren Tribunen wie von Stürmen umhergetrieben. Der Dichter, halbblind, halbgelähmt, am Stocke ſich hinſchleppend, ſuchte aus dem betäubenden Getöſe herauszukommen und flüchtete ſich in den nahen Louvre. Er trat in die in dieſer beweg⸗ ten Zeit faſt leeren Räume des Palaſtes ein und befand ſich ebener Erde im Saale, wo die antiken Götter und Göttinnen ſtehn. Plötzlich ſtand er vor dem Ideale der Schönheit, der lächelnden, bezaubernden Göttin, dem Wun⸗ derwerk eines unbekannten Meiſters, der Venus von Milo, die im Laufe der Jahrhunderte ihre Arme, aber nicht ihre Reize verloren hat. Von dem Anblick überraſcht, bewegt, durchſchnitten, faſt entſetzt, taumelte der Kranke zurück, bis er in einen Stuhl fiel, und heiß und heißer ſtrömten die Thränen über ſeine Wangen herunter.— Die ſchönen Lippen der Göttin, die zu athmen ſchienen, lächelten wie immer und unten ſtand ihr unſeliges Opfer!
Der geniale Uebermuth, mit dem Heine ſich über die von Sitte und Geſundheit gebotenen Schranken hinweg⸗ ſetzte, ließ ihn auch die Rache phyſiſcher Leiden dafür mit Humor erdulden. Köſtliche Züge auch davon bringt Meißner.
Trotz aller körperlichen Leiden hat der kranke Dichter dennoch ſeine ironiſche Freiheit den religiöſen Anſchauun⸗ gen gegenüber ſich ſtets bewahrt. Was man auch von ſeiner ſchließlichen Neigung zum Pietismus ſagen möge,
weit muß es damit nicht gekommen ſein, wenn er mitten in ſeinen religiöſen Betrachtungen ſagen konnte:„Ich V habe heute einen beſonders köſtlichen Traum gehabt, bei⸗ nahe eine Viſion. Mir war's als ginge ich in der erſten Morgenfrühe über den Cimetière Montmartre, auf den ich mich auch einſt beſtatten laſſen will und zwar darum, weil er geräuſchlos iſt und man dort viel weniger geſtört wird, als auf dem Pere Lachaiſe. Die Leichenſteine erglänzten in der aufgehenden Sonne und ſiehe, vor jedem Steine ſtand ein Paar Schuhe, Stiefelchen oder Stiefeln, blank, wie von Engeln gewichſt“ u. ſ. w.
gegenüber offenbart Heine dieſelbe frivole Losſagung von
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Auch dem Judenthume, dem Stamme ſeiner Herkunſt.? 4


