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er mich ganz in demſelben Anzuge ſah, in dem der Maler mich dargeſtellt hatte.
Bei der gerichtlichen Unterſuchung meiner Sachen ſprach beſonders das Bild der Prinzeſſin gegen mich, weil man in dieſem ein aus einem daſigen Kunſtkabinet entwendetes Meiſterwerk entdeckte.
Zum Gluͤck dauerte der Verdacht nicht lange. Linchen, zu tief verwickelt, um ſich durch Verlaͤumdung meiner retten zu koͤnnen, geſtand ſogleich, daß ein Mitgefange⸗ ner, den ſie fuͤr ihren Bruder ausgab, das Gemälde auf unrechtem Wege an ſich gebracht hatte. Ich erkanntein dieſem Bruder den naͤmlichen, der mich in jenem Park durch unartige Vehandlung, unfehlbar abſichtlich, zum ploͤtzlichen Aufgeben der Einſiedlerrolle bewog, auch kam bald an den Tag, daß er Eine Perſon mit dem Juwe⸗ lier war, der, von der Liſtigen angeſtellt, dem Leihbi⸗ bliothekat die falſchen Pretioſen getuͤhmt hatte.
Die P inzeſſin. Uebrigens erfuhr ich bei dieſer Gelegenheit, daß das bewußte Vild ſchon vor funfzig Jahren gemalt und die Prinzeſſin, die es vorſtellen ſollte, nichts weiter


