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in allen Gliedern lag, und es ſonach zur getreuen Schilderung meines Zuſtandes mit gehoͤrt, ſo werde ich das auffallend grvbe Wort kaum uͤbergehen duͤrfen! Es heißt: Wenn dem Eſel zu wohl iſt, geht er auf's Eis tanzen!.
Einfaͤltig ſchien mir jetzt ſchon die Reiſe von der Univerſitaͤt. Auf letzterer konnte ich, wenn ich wollte, wie ich ſollte, Beſchaͤftigung vollauf haben, und waͤre gewiß nicht aus Langerweile, auf die zwar vor einiger Zeit in Romanen ſehr gewoͤhnliche, aber deshalb nicht allzu geſcheute Manier gerathen, mich in das Bildniß einer Unbekannten zu wxlieben. Ohne dieſe Liebe nun haͤtte ich mir alle die verwuͤnſchten Tenfeleien durch das betrugeriſche Linchen erſpart, und wuͤrde gewiß nim⸗ mermehr auf den abſurden Einfall gerathen ſeyn, Zaͤrt⸗ lichkeiten mit einer Prinzeſſin anzuſangen. Denn das ſchien mir entſchieden, daß blos die Entdeckung meiner
geheimen Verbindung mit Heliodoren mich in's Ge⸗
fängniß geſchleppt hatte. Der unterbrochene Brieſ⸗
wechſel, den ich Anfangs Linchen Schuld gab, wies
auf eine Entdeckung deſſelben von Seiten ihrer Ver⸗ wandten hin und gab mir viel Licht uͤber meine Ver⸗
Paftung. Wer wußte, wann man mich wieder auf


