— 248—
28. Die Reiſe.
Ich unterließ nicht, Linchen meinen Dank fort⸗ dauernd zu bezeigen, wofuͤr ſie mich poſttaͤglich mit den zartlichſten Briefen der Prinzeſſin verſorgte. Aber grade die große Zaͤrtlichkeit darin machte, daß mir die Trennung von Heliodoren immer ſchmerzlicher und un⸗ ertraͤglicher wurde.
Auch mir, Herr Maſſenberg, ſprach Linchen, als ich's ihr eines Tages klagte. Ich muß nun meine Ge⸗ bieterin noͤchſtens ſelbſt ſprechen, mag daraus werden, was da will.—
5
Der Wunſch der letztern kam Linchens Sehnſucht bald zu Huͤlfe. Am naͤchſten Poſttage zeigte ſie mir einen Vrief vor, worin die Prinzeſſin ihr ein Rendes⸗ vous in einem der Reſidenz ihres Vaters nabgelege⸗ nen Orte gab, weil ſie ihr Sachen, mich und meine Liebe betreffend, mitzutheilen habe, welche einem ieſe nicht anzuvertrauen waͤren.
Zugleich äußerte Heliodora den Wunſch, dß Lin⸗ chen in maͤnnlicher Kleidung und moöglichſt geraͤnſchlos


