Heft 
(1820) 3
Seite
186
Einzelbild herunterladen

186 zu ubergeben war. Darum blieb es bei der fruͤhern Manier, wenn der gluͤckliche Zeitpunkt erſchien, ſaͤmmt⸗ liche Briefe durch einander gemiſcht einzuſtecken und einzig dem Zufalle die Direction der Sache anheim zu ſtellen.

Endlich ließ mein Engel, der Buͤcherverleiher, mich eines Morgens wiſſen, daß meine Poͤnitenzzeit um war. Die Dame war naͤmlich angekommen und wollte

ihn dieſen Nachmittag zur gewoͤhnlichen Stunde ſelbſt mit einem Beſuche beehren.

10. Unzeitiger Antheil.

Da ſtand ich beim Leihbibliothekar und hoͤrte die ſuͤßen Toͤne einer weiblichen Stimme, ohne Zweifel meiner Huldin. Aber obſchon die Daͤmmernng ſchon ſo ſtark war, daß der Buͤcherverleiher erſchrecklich auf ſeine Leute loszog, die mit dem Lichte ſo lange ausblieben, ſo konnte ſich doch meine, durch die lange Erwartung vermehrte, Liebe nicht einmal zu einer Annaͤherung, geſchweige gar zu einer Anrede entſchließen. An die