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Mutter ſeiner Braut gab und zu dem auch Roſſelhi mit eingeladen war, ſollte ihm das neue Lied zuerſt kennen lehren. Die wandernden Tonkuͤnſtler kamen grade zur Tafelzeit auf ſeine Villa, wo das Feſt gefeiert wurde. Worauf gerechnet worden war, geſchah; man lud die muſikaliſchen Wanderer ein, ihre Kunſt im Speiſeſagle
toͤnen zu laſſen. Das bemerkte Lied, welches Pietro
unmittelbar nach einem ganz gewoͤhnlichen, mit ſeiner, wenn nicht ſchoͤnen, doch uͤberaus deutlichen, jedes Wort treu wiedergebenden, Stimme horen ließ, erregte, gleich einem Giſtbecher, gewaltige Verzuckungen auf dem Ge⸗ ſichte des Braͤutigams, der neben der von allem un⸗ terrichteten Braut ſeinen Sitz hatte. Er brach auch in ſolche Wuth uͤber den Geſang aus, daß er, ganz gegen ſeine Gewohnheit, die Tonkuͤnſtler brummend davon⸗ ſchickte.
Allori, frohlockend uͤber das Gelingen ſeines Ver⸗ ſuchs, trieb nun den Pietro an, das Lied unter allen herumziehenden Saͤngerheerden zu verbreiten. Und da⸗ mit erreichte er ſeinen Zweck. Die Melodie gefiel
ihnen dergeſtalt, daß das Lied unter Allen Mode wurde.
Das bewog auch den Bambo, ſeinen zeitherigen Ge⸗ brauch gaͤnzlich aufzugeben, und die an ſein Haus ge⸗ 14


