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Dazu lachte Allori, weil ihm ſchon bekannt war, daß die Vortrefflichkeit des ausgeſtellten Bildes ihm den Großherzog, der es zuvor geſehen, dergeſtalt ge⸗
neigt gemacht hatte, daß er auf ſeinen Schutz rechnen konnte. Allori erkundigte ſich naͤher nach den Eigenhei⸗ ten des Bambo und vernahm, daß eine ſeiner vorzuͤg⸗ lichſten die graͤnzenloſe Eiferſucht auf jeden Blick ſeiner Braut ſey. Daneben hoͤrte der Liebende von ſeines Gegners Leidenſchaft fuͤr alle Muſik, welche ſo weit ging, daß er die mit Zithern und Harfen umherziehen⸗ den Saͤnger, die vor ſeiner Wohnung voruͤberkamen, gewoͤhnlich zu ſich herein holen ließ, auch wenn er Gaͤſte hatte. Auf dieſe beiden Eigenheiten gruͤndete Allori ſeinen Plan. Er ging naͤmlich, weil er gerade nicht ſelbſt Seit dazu hatte, einen ſeiner Vekannten, einen gllezeit fertigen Reimer an, daß er ihm ein Paar Verſe machen moͤchte, einen bejahrten, eiferſuͤchtigen Mann von der Heirath eines jungen Frauenzimmers abzuſchrecken, und der Ppet lieferte ihm ein Lied, wel⸗ ches verdentſcht ohngefaͤhr alſo lauten wuͤrde:
Ein junges Weib, ein alter Mann— Da kommt das Ungluͤck gleich zu Haufen
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