— 156—
fall habe endlich ihren Aufenthaltsort entdeckt, und Bambo, von ihrer Mutter beguͤnſtigt, veinige ſie mit ſeiner Zaͤrtlichkeit mehr denn je zuvor.—
Entzuͤckt uͤber dieſe Aufklaͤrung bat Allori, daß, da denn einmal ſein Herz ſeinen Kopf in ihre Gewalt gebracht, ſie ihm doch ihr Herz dafuͤr widmen moͤchte.
und wenn ich euch auch geſtuͤnde, erwiederte Gin⸗
lia, daß euer Erſcheinen ſogleich einen tiefen Eindruck auf mich gemacht hat, was wuͤrde das uns frommèn, da meine Mutter und der ſogenannte Braͤutigam ſich gegen mein Gluͤck verſchworen haben? Das Kloſter, weiter bleibt kein Ausweg fuͤr mich, um den Armen, des Verhaßten zu entgehen.
Wohlan, ſprach Allori, ſo beweiſet mir, daß ich euch nicht gleichgultig bin, dadurch, daß ihr das wahr macht, was fruͤher leerer Verdacht geweſen iſt. Gehet mit mir! Die Kunſt iſt mein Paß durch die ganze
Welt, zumal wenn Liebe ihre Pflegerin werden will.
Aber Giulia antwortete: Mit nichten. Jener leere Verdacht hat mich gekraͤnkt genng. Die Wahrheit deſ⸗ ſelben wuͤrde mich fur immer mit mir ſelbſt entzweien. Ich will euer ſeyn! Aber nur wenn es im Wege der Drdnung geſchehen kann. Wo nicht, ſo muß ich mich
1


