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kameſt, dieſe, die einen Andern ſchon liebt, mochte dich wohl zum Beſten haben!
Noch unſchluͤſſig, ob er uͤber das Bruͤckengelaͤnder hinab, oder wieder nach Hauſe ſollte, fuͤhlte er ſich jetzt von hinten leiſe an ſeinem Mantel gezogen. Kommt mit mir!—
Mit euch? antwortete er zuruͤckprallend vor dem weiblichen Fratzengeſicht, von dem er angeredet wurde.
Es nickte.
Ich ſtand nicht weit hinter euch, fuhr das Maͤdchen fort, als heute Morgen bei der Gemaldeausſtellung mein Frarlein euch hierher beſchied.
Man verſtaͤndigte ſich. Giulia, mit dem Schlage auf der Brucke eingetroffen, hatte daſelbſt den Bambo wahrgenommen und darum ihr Maͤdchen allein geſchickt, um den Allori nach einem weniger beſuchten Orte zu locken.
Wer ſeyd ihr, mein Hert? war Giulia's erſie Frage an den Kuͤnſtler. Er gab ſich als den Verferti⸗ ger jenes Bildes zu ertennen.
Wiſſet ihr auch, daß ihr die groͤßte unvorſichtigteit mit dieſem Bilde begangen habt? Alle Welt erkennet in den Zuͤgen der beiden Frauen mich und meine Mut⸗


