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Allori verließ den kopſſchuttelnden Gefährten und nahm das Maͤdchen noch eine Strecke Weges mit ſich, wobei er ihr auf behutſame Weiſe einiges von den Verhältniſſen der Braut des Bambo abzulocken wußte. Er glaubte ſein Abenthener um ſo beſſer verfolgen zu koͤnnen, da er zugleich ganz zufaͤllig von der Kleinen vernahm, daß weder Giulia Mazzafirra, ſo hieß die Braut, noch irgend Jemand im Landhauſe ihrer Mut⸗ ter, den Doktor Catgloni je geſehen hatte.
Die Villa und beſonders Güulia's Zimmer glich eher einem Gefängniſſe als einem Orte, wo man in laͤndlicher Fröhlichkeit die ſtrengen Formen der Stadt zu vergeſſen ſucht. Es war feſt verſchloſſen und finſter darin. Da kam auf die von dem bejahrten Aufſchließer in barſchem Tone ausgeſprochene Meldung des Doktors Cataloni, plötzlich vom Fenſter heruͤber, eine lange Geſtalt.
Allori trat, als das Licht ſeines Fuͤhrers den Schleier von dem ſchoͤnen Eeſichte aufgehoben hatte, ſtaunend zuruͤck, und Ginlia ſprach: Herr Doktor, meine abwe⸗ ſende Mutter hat, Falls die Krankheit, in der ſie mich „perlie ſtärker werden ſollte, mir den Rath gegeben, Euch öm Euren Beiſtand anſprechen zu laſſen. Ver⸗
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