Heft 
(1820) 1
Seite
96
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Welt, ein Band trennen zu wollen, ſo heilig, als das unſrige! Seine Leidenſchaſt war zu laut geworden⸗ Wer

da? rief der Gärtner aus ſeinem Fenſter.

Morgen Nacht! fluͤſterte der Prinz und ſchwang

ſich behend uͤber die Mauer.

Während der Gaͤrtner auf der andern Seite ſuchte⸗

gewann Arminia die Hausthür und gelangte unbemerkt

auf ihr Zimmer.

Der Gäartner verſicherte am folgenden Morgen allen Menſchen, daß es ihn in der vergangenen Nacht offen⸗ bar gethoͤrt habe.

29.

Vergebens ſehnte ſich Arminia's ſchwergepreßtes Herz nach der theilnehmenden Klaudig. Eine ganze Woche lang erſchienen die Graͤfinnen nicht. Die aͤltere entſchuldigte ſich ſchriſtlich bei Adelen. Befremdend

war es Arminien, daß Klaudia nicht einmal ſchrieb,

wiewohl das Schreiben ihr die Abweſende auch nicht erſetzen konnte. Arminig hatte ihr viel, ſehr viel mit⸗

zutheilen. Der Prinz kam alle Nächte in den Garten. In Klaudien aber fand ſie die einzige perſon, welcher ſie

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