Jahrgang 
1865
Seite
651
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den Ew. Hohei

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Arminius klar zum Gefecht.

Schnell hatte er ſich eingeſchloſſen und den Brief erbrochen. Er las:

Mein Herr! Sie haben mir gegenüber mit einem Edel⸗ muthe gehandelt, den ich in einem deutſchen Manne zu finden ſtolz bin. Um mich zu erretten, haben Sie nicht allein Ihr Leben, ſon⸗ dern Ihre ganze Carriere aufs Spiel geſetzt und letztere wahrſchein⸗ lich verloren. Ich ſchäme mich nicht, zu geſtehen, daß ich einen Augenblick vergaß, daß ich in ein Kloſter gegangen war, um von meinem Heilande Vergeſſen meines früheren Lebens zu erflehen und durch inbrünſtige Gebete ſeine Gnade, die ich im Strudel der Welt verlo⸗ ren, wieder zu erlangen; ich war verblendet; man erzählte mir, daß die unglückliche Fürſtin jenes Landes unter hartem Drucke ſchmachte, und ich, die ich weiß, wie herb die Thränen ſind, die man in Königsſälen weint, bot mich an, das Werkzeug ihrer Befreiung zu werden. Jetzt ſehe ich, daß ich das Werkzeug ehrgeiziger Prieſter, wie Sie es gelinde nannten, geworden bin. Don Louis, ich über⸗ ſende Ihnen jene Schriftſtücke meiner Reiſetaſche, die Sie ſo leicht hätten nehmen können, wenn Sie nicht ein Ehrenmann geweſen wä⸗ ren; ich habe ſie heute erſt geleſen und ich ſchaudere; es ſind Be⸗ fehle, die ich den Gebrüdern Hierros habe überbringen ſollen. Machen Sie damit, was Ihnen beliebt; Sie können durch den Beſitz dieſer Papiere bald eine der höchſten Stellungen in jenem Lande der politiſchen Intriguen einnehmen.

Doch, Don Louis, denken Sie an Gott! bleiben Sie in allen Stellungen Ihres Lebens, was Sie ſind ein Ehrenmann! im deut⸗ ſchen Sinne des Wortes ein Ehrenmann! Leben Sie wohl, Don Louis! es ſcheint mir, daß Sie manchmal beten! wenn ich mich nicht täuſche, ſo ſchließen Sie auch in Ihre Gebete eine Unglückliche mit ein, von der Sie nie wieder etwas hören werden, die Sie aber nie vergeſſen wird. Ihre Schweſter in J. Chr., Maria de las Anguſtias.

Es war ſchon Abend, als Don Louis endlich alle die Schrift⸗ ſtücke, die er hunderte von Malen überleſen hatte, aus der Hand legte; es wurde Nacht und noch immer, unſchlüſſig mit ſich ſelbſt, ging er in ſeinem Zimmer auf und ab. Was ſollte er thun? Zwei Wege lagen ihm offen: die Schriftſtücke zu veröffentlichen und ſo aller Wahrſcheinlichkeit nach eine der ſchauerlichſten Revolutionen, die man je geſehen, und die doch zu keinem Reſultate führen würde, hervorzurufen, oder ſein Geheimniß, wie ihm die Nonne zu rathen ſchien, ſich mit einer hohen Stellung, Titel, Orden, Vermögen be⸗ zahlen zu laſſen. Keiner von beiden ſchien ihm zuzuſagen...

Die beiden neuen Preußiſchen Panzerſchiffe. (Siehe den Aufſatz in Nr. 42.)

Cheops mit Takelage.

Eine Revolution in Spanien ſagte er zu ſich ſelbſt hat gar keine Bedeutung, denn ſie kann wohl Miniſter und Fürſten ſtürzen, jedoch den Geiſt von Millionen von Menſchen kann man nicht gewaltſam ändern.... Ich beſinne mich noch jener Nacht⸗ ſitzung der Cortes, wo ein beſcheidener Deputirter vorſchlug, in Spanien den Proteſtanten und Juden doch wenigſtens die Freiheit zu geben, die der heilige Vater ihnen in Rom gewährt, und wie ſogar dieſer Vorſchlag zurückgewieſen wurde. Nein, zuerſt muß das Volk anders werden, und das kann nur durch jene geiſtige Propaganda geſchehen, die der Proteſtantismus mit ſich bringt. Sie dem Erzbiſchof von B. verkaufen?... der würde ſie mir theuer genug bezahlen... und bald würde man mich eines Abends mit ein Paar Meſſerſtichen im Leibe in einer dunklen Straße finden doch das wäre auch wohl zu vermeiden... ein Spanier würde ſich eine Ehre daraus machen, es zu thun.... ein Franzoſe, Abenteurer wie ich, würde ſich für einen Dummkopf halten, wenn er es nicht thäte

. aber ich bin, Gott ſei Dank, ein Deutſcher!

Noch lange hörte man die Schritte des Hauptmanns im Zimmer, gegen Morgen ließ er ſich ein Pferd miethen und ritt über Behobie nach Spanien.

Das Dienſtmädchen, welches ſein Zimmer zu reinigen hatte, war ſehr ärgerlich, denn das Zimmer war voll von Aſche verbrannter Papiere.

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Am 12. September 1858 fuhr der DreimaſterNueſtra Sennora del Pilar im Hafen von Portorico ein. Ein deutſcher Reiſender, der ſich ſeit fünfunddreißig Tagen ſchon auf der See befand, ſtieg am ſelben Tage noch ans Land und beſuchte einige Freunde und Bekannte in der größten Eile, denn der Capitän hatte alle Paſſagiere gebeten, am nächſten Morgen vor ſechs Uhr ſchon wieder am Bord zu ſein, da er vor ſieben Uhr ſchon mit der Ebbe den Hafen verlaſſen und ſeine Reiſe nach der Havanna fortſetzen wollte.

Der Gouverneur der Inſel, an den er ein Empfehlungs⸗ ſchreiben hatte, lud ihn zur Tafel ein, und ſo gerne er es auch hätte ausſchlagen mögen, um die Inſel zu beſuchen, ſah er ſich doch ge⸗ zwungen, die Einladung anzunehmen, da er gerne von ihm Empfeh⸗ lungen nach der Havanna gehabt hätte. Vor Tiſche wurde der Ge⸗ neral abgerufen, und da ſeine Gemahlin noch nicht ſichtbar war, bat er den Reiſenden, ihn zu entſchuldigen und ſeine Gärten ſich unter⸗ deſſen anzuſehen.

Apropos, ſagte er plötzlich,Sie können mir einen Ge⸗ fallen thun, geſtern ſtarb im Lazarethe am gelben Fieber ein für