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lingen auch als angeſeſſene Bewohner, und zwar in einer Lage, die man beneidenswerth finden kann. Wohlhabende Landleute, die den Hof abgegeben haben, kaufen ſich jetzt Häuſer in der Stadt, wo ſie von heruntergekommenen Handwerkern verhältnißmäßig billig zu haben ſind, und führen ſodann ein Leben, wie im goldnen Weltalter. Sie ſchlafen viel, arbeiten wenig und vertreiben ſich die überflüſſige Zeit mit Spazierengehen, Trinken und Tarockſpiel. Man nennt ſie „Penſionäre“. Die Leute haben ſich aber ſelbſt penſionirt, zehren von gewonnenem Gute und pflegen über ihr jährliches Einkommen nichts zu verbrauchen. Auch junge Bauern kaufen ſich jetzt in die Stadt; aber ſie thun es natürlich, um dort zu arbeiten, Ackerbau oder ein Wirthsgeſchäft zu treiben. Als ich, um meine Kenntniß der Gegend durch neue Studien zu erweitern, dieſen Herbſt von München wieder ins Ries ausflog und an einem heitern Tage Nördlingen beſuchte, hörte ich von dem hohen Thurm ein feierliches Stück blaſen. Eine Städterin, die ich nach der Urſache fragte, deutete auf einen ländlichen Hochzeitszug, der vom Reinlinger Thor gegen die Hauptkirche ſich bewegte.„Ja, die Bauern!“ ſagte das hübſche Handwerkerkind mit einem launigen Ausdruck von Mißgunſt;„da kriegen wir jetzt immer mehr herein!— Sie haben eben jetzt das Geld!“
Es iſt einfache hiſtoriſche Wahrheit, wenn ich ſage, daß ich (falls ich überhaupt Schriftſteller wurde!) zur poetiſchen Darſtellung des Rieſer Landvolks berufen war. In dem Gau— und zwar in dem ſchönen Dorf Ehringen, das zwiſchen Wallerſtein und Nördlin⸗ gen liegt,— geboren, einer angeſehenen Bauernfamilie entſtammt, hab' ich das Leben des dortigen Landvolks nicht nur in meiner Jugend genau kennen gelernt, ſondern mich auch bis auf den heutigen Tag mit ihm im traulichen Verkehr erhalten. Da ich der allgemeine „Freund“ der Rieſer geweſen bin und noch bin, ſo war es auch nicht mehr als billig, daß ich endlich auch ihr Novelliſt wurde.
Schon als Knabe hatte ich ein Auge für die charakteriſtiſchen Züge des Dorflebens. Ich war übrigens ſo glücklich organiſirt, daß ich von allem, was ich ſah, beglückt wurde, indem ich ihm entweder ſein Schönes oder ſein Luſtiges abgewann. Als Gymnaſiaſt in den Ferien empfand ich die Poeſie der Wirklichkeit ſo lebhaft, daß ich meine Beobachtungen eifrig niederſchrieb, zum Zwecke dichteriſcher Ver⸗ wendung. 1829, in meinem neunzehnten Jahre, entwarf ich die erſte Dorfgeſchichte, die ich 1832 ausführte und 1835 drucken ließ. Es iſt dies das ländliche Gedicht„Wilhelm und Roſina“, in Hexametern und acht Geſängen. Eine„Dorfgeſchichte“ nenne ich es jetzt, weil ich darin die wirklichen Rieſer Bauern und ihre wirklichen Sitten
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ſchilderte. Die Ausführung iſt jugendlich; aber die Treue der Zeich⸗ nung und die Wärme des Gefühls haben dem Werkchen doch Freunde und einzelne günſtige Stimmen in kritiſchen Blättern gewonnen. Wie man jetzt darüber urtheilen möge— daß ich nicht nöthig hatte, zur poetiſchen Abſchilderung meiner Landsleute durch andre novelli⸗ ſtiſche Darſtellungen angeregt und gar dieſer Darſtellungen Nach⸗ ahmer zu werden, das beweiſt ſchon die Exiſtenz dieſes Idylls.
Es währte lang, bis die„Verhältniſſe“ es mir geſtatteten, meine„Erzählungen aus dem Ries“ auszuführen. Wie ſie vorlie⸗ gen, darf ich ſagen, daß ich das Landvolk mit einer Treue geſchildert habe, die Hand in Hand geht mit der Aufgabe des Poeten. Die Kritik hat denn auch faſt einſtimmig hervorgehoben, daß ſie die un⸗ verkünſtelte Realität in künſtleriſcher Geſtaltung bieten, und das Publikum hat ſie von allen meinen Arbeiten am freundlichſten auf⸗ genommen.
Wie viel aber der Ethnograph thun kann, das Weſen eines Bolksſtammes anſchaulich zu machen, der Poet kann mehr thun. Denn er allein kann die Menſchen vorführen, daß ſie ihr Innerſtes enthüllen, und er allein kann die Leſer zwingen, die Regungen dieſes Innerſten mitzufühlen. Der Ethnograph wird von Luſt und Leid immer nur die Möglichkeit bezeichnen können; der Poet erweckt Luſt und Leid ſelber, und das ſchönſte Glück, das in ſeinen Worten auf⸗ glühen kann, läßt er lebendig erſtehen in den Seelen derer, die ihm folgen. Die Poeſie iſt hier, wie überall, die Ergänzung der Wiſ⸗ ſenſchaft.
War es nun für das Rieſer Landvolk doch eigentlich ſchon kein Unglück, daß ſich ein Schriftſteller gefunden hat, der es der deutſchen Leſewelt ans Herz zu legen vermochte, ſo ſteht ihm jetzt noch das offenbare Glück bevor, daß ein Meiſter der Genremalerei ſie den Theilnehmenden leibhaftig vor Augen ſtellen wird. Karl von Enhuber, der mit dem Novelliſten in dem Gau ſeine Jugend ver⸗ bracht hat, iſt eben daran, zu den Erzählungen eine Reihe von Com⸗ poſitionen auszuführen, die dem Publikum in Photographien vorge⸗ legt werden ſollen. Die bis jetzt vollendeten Bilder haben den wärmſten Beifall der Kenner erworben, und der Antheil der deutſchen Kunſtfreunde wird nicht ausbleiben.
Ich glaube nicht, daß ich dem Titel meiner Arbeit unrecht ge⸗ than, indem ich ſchließlich die Aufmerkſamkeit noch auf die Freunde richtete, die ſich zur poetiſch⸗artiſtiſchen Abſpiegelung des Gaues ver⸗ bunden haben. Sie haben beide zu den„Leuten im Ries“ gehört, und ſind beide ſtolz darauf,„aus dem Ries“ zu ſein.
Die Gefangenen unſerer zoologiſchen Gärten.
Zoologiſche Gärten haben zunächſt den Zweck, dem Studium der Zoologie durch unmittelbare Beobachtung der Natur nachzuhelfen, die Kenntniß der Thiere durch lebendige Anſchauung in eindring⸗ lichſter Weiſe zum Gemeingut aller zu machen und dem Menſchen Ehrfurcht für die Natur, Achtung vor der Wiſſenſchaft und Liebe zu ſeinen Mitgeſchöpfen einzuprägen.
Die Behandlung der Gefangenen in zoologiſchen Gärten, nicht durch Spekulation, ſondern durch Luſt und Freude an den Thieren entſtanden, iſt auf Liebe zu denſelben gegründet. Niemand kann hier auf eine gedeihliche Wirkſamkeit rechnen, der nicht mehr wäre als Thierkenner und nicht zugleich Thierfreund, bis zu dem unterſten Wärter hinab. Die beſte Pflege, ſowohl in Bezug auf Wohnung, als in Bezug auf Nahrung und ſonſtige Behandlung, iſt unſern Gefan⸗ genen garantirt; zumal ſie nicht blos, wie in Menagerien, zur Schau geſtellt, ſondern in ihrem Thun und Treiben beobachtet werden ſollen. Wirklich ſcheinen die meiſten die Beſchränkung ihrer Freiheit zu ver⸗ ſchmerzen, und manche wenigſtens dann, wenn ſie von früheſter Jugend ſchon an den Zuſtand der Gefangenſchaft gewöhnt waren. Bei einigen hat es bis jetzt nicht gelingen wollen, ſie, alt einge— fangen, an ein künſtliches oder überhaupt ans Futter zu bringen. Bei mehren iſt es ein Kunſtſtück, welches erſt durch viele mißglückte Verſuche erlernt werden muß. Manche dieſer Thiere ſterben lieber den Hungertod, als daß ſie in Gefangenſchaft Nahrung zu ſich nehmen und würgen die ihnen in den Schlund geſtopfte Nahrung wieder heraus. Chriſtian Wagner in Oldenburg, der unſere zoologiſchen
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Gärten mit nordiſchen Vögeln verſorgt, hat eine eigne Methode, halsſtarrige Fiſchfreſſer, vor allen die Sägetaucher, ans Futter zu bringen. Er legt ihnen einen Gummiring um den Hals, um auf dieſe Weiſe das Wiederausſpeien der eingeſtopften Fiſche zu ver⸗ hindern; nach einigen Tagen bringt er ihnen auch andere Fleiſch⸗ nahrung bei, und nach zehn Tagen ſchon haben ſie ſich in ihr Schick⸗ ſal gefügt, werden zahm und freſſen aus eignem Antriebe, ſo daß ſie des Gummirings nicht mehr bedürfen.
Die meiſten Gefangenen der zoologiſchen Gärten, haben ſie einmal den Schmerz über den Verluſt der Freiheit überwunden, werden ſo heimiſch, daß ihnen, ſo ſcheint es, nichts mehr zu wünſchen übrig bleibt. Sie gedeihen, gefallen ſich in den Ausdrücken der größten Behaglichkeit, wie ſie ſich beim Vogel durch Geſang offen⸗ bart und haben oft eine zahlreiche Nachkommenſchaft. Die Reihe derjenigen Thiere, deren Zucht in der Gefangenſchaft gelungen, hat ſich durch die Beſtrebungen der zoologiſchen Gärten außerordentlich vergrößert. Gewiß iſt es keine überſchwengliche Hoffnung, wenn man behauptet, daß die Züchtung der weitaus meiſten in zoologiſchen Gärten gepflegten Thiere mit der Zeit noch glücken muß. Ich erinnere nur an die Strauße, deren Zucht, nachdem ſie in Algier gelungen, in St. Donato bei Florenz mit Erfolg verſucht wurde und in Marſeille eine Nachkommenſchaft von 26 Stück ergab und ſchließlich in einigen Gärten Deutſchlands ein günſtiges Reſultat theils ſchon gehabt hat, theils wenigſtens verſpricht..
Und wer vermag zu ſagen, wie viele Thiere, deren wider⸗


