Jahrgang 
6 (1851)
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. Kaiſer Joſeph und der Sekrekär. 167

betreide Alfred von Bilſenburg ſei und ſeit langer Zeit Freund, ſondern nur bedauern, bedauern wegen . nur vom falſchen Spiel und der Nachahmung deſſen, was Sie um meinetwillen erlitten ha⸗ 4. einige von Banknoten gelebt habe. Auch waren einige ben. Könnte ich doch einen geeigneten Troſt erfachſer Briefe in ſeiner Wohnung gefunden worden, in für Sie finden! Ich denke daran, aber es 4 ſuhe denen, obwohl in unbeſtimmten Ausdrücken, von wird vielleicht unmöglich ſein, das zu thun, damit mei⸗ einem Plan zu Gunſten der ungariſchen Mag was ich beabſichtige. Nein, mein lieber Ba⸗

ron, Sie ſind in meiner Achtung, in meiner Freundſchaft nur geſtiegen, und ich wünſche nichts ſehnlicher, als Sie wiederzuſehen und

ien Aue⸗ naten die Rede war. Mehr noch, man hatte durg, Ge⸗ einige Bücher bei ihm gefunden, die von den ſers. Krankheiten der Augen handelten und wegen

einem faſt deren Gebrauch er ſich nicht genau zu rechtfer⸗ Ihnen das beweiſen zu können. Kommen Sie tigen wußte. Genug, aller Anſchein war vor⸗ ſogleich! Sie ſollen in meiner unmittelbaren

wird ſich handen, daß dieſer Herr von Stein wirklich ein Nähe bleiben. Ich will mich nicht ſo leicht⸗ wechſelung ſolches Attentat gegen die Geſundheit des Kai ſinnig wieder von einem guten Freunde tren⸗ en, da ich ſers beabſichtigt hatte. Er wurde am folgenden nen. Sie ſind nicht ſo zahlreich, daß ich ſie zei zu thun Tage nebſt ſeinem Kammerdiener unter guter ſo leicht entbehren könnte.

Bedeckung nach Wien abgeführt. Auch die Gräfin Thereſe wünſcht ſehnlichſt,

t begleitet An demſelben Tage erhielt Eſchenburg durch Sie zu ſehen, und was die junge Mutter an⸗ a aber der einen Erpreſſen folgendes Schreiben von der betrifft, deren Kind Sie in Bilſenburg ge⸗ merkt hatte, Hand des Kaiſers: rettet, ſo wird auch ſie ſich freuen, Sie wie⸗ er ihm eineMein lieber Baron Eſchenburg! derzuſehen. Alle Welt liebt Sie, und ich bin e, wenn er Es hat mich mit Trauer erfüllt, zu ſehen, nicht der letzte unter denen, die von Ihnen ännern blicb daß Sie noch immer Zweifel in meine auf⸗ wiedergeliebt werden möchten. Könnte ich Sie der trezig richtige Freundſchaft ſetzen und daß Sie die Be⸗⸗ nur ſo glücklich machen, wie ich es wünſche. r lläglihes lohnungen zurückweiſen, die Ihnen mit vollem Ich würde ſelbſt glücklich ſein!

daß di Recht gebühren. Sie haben eine Tugend, die Nehmen Sie Courierpferde! Ich ſehne mich . 2. beinahe ein Fehler iſt. Sie ſind zu gewiſſen⸗ nach Ihnen. Joſeph. jaund üͤbet haft. Ich kann nichts weiter thun, als Sie Walther drückte aufs Tiefſte ergriffen den d aog voch in alle dem beſtätigen, was ich Ihnen ver⸗ Brief ſeines kaiſerlichen Freundes an ſein Herz rielben ein. liehen. Mein Plan, Sie mit der Fürſtin und bat den Himmel, den gütigſten aller Mo⸗ 1 Vngelai I Jasky zu vermählen, hatte keinen Antheil narchen zu ſegnen. Die eine Stelle im Briefe, 6 ug 4 daran und ich verlieh Ihnen die Baronswürde wo der Kaiſer von einem Troſte für Walther en, demn 5 und den Rathstitel nur deshalb ſo früh, weil ſprach, las er mehrmals. Er konnte ſie nicht 9 ſton ſi ich den Augenblic für geeignet hielt. Sonſt verſtehen, ſie klang ihm geheimnißvoll und er tg verlafen dachte unwillkürlich an Sidonie. Doch wollte

wäre es erſt nach Ihrer Rückkunft geſchehen.

die Gain Was Ihre Entſchuldigung wegen deſſen er ſich nicht mit weiteren Muthmaßungen quãlen.

ungegründet⸗ anbetrifft, was vorgefallen, ſo muß ich ſie, Er mußte ja Alles erfahren. Nach Wien! wart

gangen, da zurückweiſen. Wer kann gegen das unerbitt- ſein einziger Gedanke. Er ſehnte ſich ebenfalls

ſie bei liche Schickſal ankämpfen? Und, offen geſagt, nach dem Kaiſer, wie nach einem lieben, guten

gat ſie tul?. ich bin kaum unzufrieden damit, daß es ſo Freunde, und ſchon nach wenigen Stunden ſaß

znne einen geſchehen, denn ich machte mir die bitterſten er in dem leichten Kaleſchwagen, den vier Pferde wh Vorwürfe darüber, daß ich Ihnen ein ſo pfeilſchnell die Donau entlang auf der Straße

Buda⸗ t großes Opfer auferlegt. Bei Ihnen iſt eine nach Wien führten.

nen, wo Heirath keine Geſchäfts-, ſondern eine Her⸗

tten nußt zensſache. Und wie konnten Sie Helene

de et u der Jasky lieben, nach dem, was geſchehen! Vorſichtig, vorſichtig, mein Freund! Das

atte id Nicht tadeln alſo kann ich Sie, mein lieber iſt ein ſteiler Berg! rief Walther, als der Wagen

ich ne G