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Die Dunſtröhren gelten für einen großen Triumph in dieſem Prachthauſe. In den meiſten andern Häuſern und Wohnungen aber denkt man an ſolche Vervollkommnungen nicht. Dadurch ſind die immer gewaltiger anſchwellenden Großſtädte trotz ihres ſchnellen Aufblühens an den Eiſenbahnſchwingungsknoten wahre Mörder⸗ gruben geworden und die Sterblichkeit darin nimmt mit der an⸗ wachſenden Größe immer mehr zu. Nach der vergleichenden Sterblichkeitsſtatiſtik gehen durchſchnittlich auf dem Lande und in geſunden Kleinſtädten jährlich ſiebzehn, in Großſtädten zwanzig bis dreißig von je tauſend Menſchen mit Tode ab, und ſelbſt in London, der größten und zugleich geſundeſten Stadt der Welt, müſſen noch jährlich etwa zehntauſend Menſchen den Drachen der Luft⸗ und Waſſermiasmen geopfert werden. In Berlin, Wien und Paris ſteigen dieſe Opfer freilich zu einer viel erſchrecklicheren Anzahl, nämlich zu vierundzwanzig bis ſiebenundzwanzig im Tauſend. Sicher iſt, daß London und andere engliſche Städte den durchgeführten Entwäſſerungsſyſtemen die Erhaltung von jährlich vier bis fünf Menſchen vom Tauſend verdanken und die Sterb⸗ lichkeit in Folge der unterirdiſchen Cloaken, welche aus den Water⸗ eloſets alle miasmatiſche Lebensabfälle immer friſch der Unterwelt übergeben, je nach Vollkommenheit derſelben von ſiebenundzwanzig und vierundzwanzig bis auf einundzwanzig und zwanzig vom Tauſend geſunken iſt. Dieſe und andere Thatſachen ſprechen ungemein günſtig für unterirdiſche Canaliſirung der Städte, zumal ſeitdem man in England den größten Vorwurf, den man demſelben im Intereſſe der Landwirthſchaft machte, zu beſeitigen weiß.
In dem Artikel„Ein Londoner Kummerhof“ wurde bereits beiläufig auf dieſe koſtbare Entdeckung hingewieſen, und eine große Menge an die Redaction eingeſandter Anfragen und Geſuche, das Geheimniß dieſer Entdeckung mitzutheilen, beweiſen, daß man auch in Deutſchland die Wichtigkeit derſelben zu würdigen weiß. Sie beſteht darin, daß man durch einen chemiſchen Proceß im Großen aus den Cloakenflüſſigkeiten den eigentlichen koſtbaren Dünger⸗ gehalt, die neubefruchtenden Stoffe für unſere Felder und Fluren ſo vortheilhaft ziehen kann, daß der Werth derſelben von zwei Silbergroſchen ſich auf etwa zweitauſendfünfhundert Silbergroſchen erhöhen kann. Mit anderen Worten heißt dies: eine Tonne ge⸗ wöhnliche Cloakenflüſſigkeit enthält etwa für zwei Silbergroſchen Düngerwerth, während dieſelbe Maſſe durch den neuen chemiſchen Proceß aus der gewöhnlichen Flüſſigkeit herausgeſiſcht und ver⸗ dichtet zweitauſendfünfhundert Silbergroſchen werth iſt. Kein Wunder, daß praktiſche Landwirthe und ſonſtige Sachverſtändige das Geheimniß dieſer koſtbaren Verdichtung kennen lernen möchten. Der Verfaſſer dieſes und des Kummerhof⸗Artikels muß leider be⸗ kennen, daß er daſſelbe nur aus mancherkei engliſchen Berichten über großartige Experimente mit dieſem neuen chemiſe Vroceß kennen gelernt hat, und aus dieſen Berichten bis jetzt ichts offenbar geworden iſt, als daß die Erfinder hauptſächlich mit Kalk und Alaun und noch zwei oder drei wohlfeilen, aber von ihnen noch geheim gehaltenen chemiſchen Stoffen arbeiten, die Cloaken⸗
flüſſigkeiten dadurch wirklich unſchädlich und geruchlos gemacht und
ihres ganzen Düngergehalts ſo entledigt werden, daß derſelbe in verdichteter, gebundener, alſo geruchloſer Form auf das Vortheil⸗ hafteſte und Reinlichſte als Dung verwendet werden kann. Damit wäre alſo ein großes Problem gelöſt und alle Feindſchaft gegen Canaliſirung der Städte, ſelbſt mit Liebig an der Spitze, ge⸗ ſchlagen. Das Geheimniß des Verfahrens wird ſicherlich früher oder ſpäter ganz bekannt werden, und dem Verfaſſer ſelbſt liegt daran, es womöglich zuerſt in engliſchen Blättern zu entdecken und dann ſofort mitzutheilen.
Aber inzwiſchen ſind neue Feinde der Canaliſirung bekannt geworden, nämlich die böſen Luftgeiſter, die aus allen möglichen Oeffnungen der Cloaken, ſelbſt durch die feſten Wände, immer⸗ während heraufdringen und, wie bereits angedeutet, auch die beſten Häuſer und Wohnungen nicht verſchonen,-während allerhand flüſſige und feſte Gifte aus denſelben an ſchadhaften Stellen und mit der Zeit ſelbſt durch gutes Mauerwerk in den Boden dringen und das Waſſer vergiften. Und gerade dieſes Waſſer iſt nach genau ermittelten Thatſachen engliſcher und deutſcher Chemiker die Hauptquelle anſteckender Krankheiten, namentlich der Cholera und welche in der aus denſelben Quellen ver⸗
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peſteten Luft immer die größten Verheerungen anrichten. Nicht die Phantaſie, ſondern Jahre lang fortgeſetzte ſorgfältige Unterſuchung von Männern der Wiſſenſchaft und die nüchternſte Sterblichkeits⸗ ſtatiſtik weiſen unwiderleglich nach, daß noch jährlich Millionen Menſchen von dieſen Ungeheuern der Civiliſation thatſächlich er⸗ würgt werden.
Zehn Jahrgänge von koſtbaren Berichten des Londoner Geſundheitsamtes, die Mittheilungen des Congreſſes für ſociale
Viſſenſchaft in Birmingham, die Cholera⸗Conferenz von Aerzten
und Naturforſchern zu Weimar, der Ausſchuß von Naturforſchern für eine beſondere Hygieine oder öffentliche Geſundheitspflege in Frankfurt am Main, werthvolle Schriften des Dr. Varrentrapp daſelbſt, eine Broſchüre des Stadtbauraths Hobrecht in Stettin, das Gutachten der wiſſenſchaftlichen Deputation über die Canali⸗ ſirung Berlins und andere Bücher, Broſchüren, Schriften und Erfahrungen, alle verdammen einſtimmig die Luft und das Waſſer, beſonders aber die entſetzliche Bewirthſchaftung der Städte, als die Hauptquellen von Krankheit, Siechthum, Epidemie, Elend und Tod. Deſto weniger ſtimmen dieſe heiligen Georgs gegen die moderne
Drachenbrut in ihren Mitteln zu deren Erlegung überein. Es iſt
deshalb vor allen Dingen höchſte Zeit, auch in Deutſchland nach engliſchem Muſter ein Geſundheitsamt(Board of Health) aus den beſten Männern der Wiſſenſchaft und der Erfahrung zu gründen, durch das Land hin zu verzweigen und mit den ge⸗ hörigen Vollmachten zu verſehen, um wenigſtens die erkannten Hauptquellen dieſer Krankheiten und künſtlichen Menſchenopferungen zu beſeitigen.
Das engliſche Geſundheitsamt iſt befugt und verpflichtet,
Unterſuchungen über den Geſundheitszuſtand einer Stadt oder
Gegend anzuſtellen, wenn mehr als dreiundzwanzig von je tauſend Einwohnern im Jahre ſterben oder wenigſtens ein Zehntel der Steuern zahlenden Bewohner darum nachſuchen. Je nach dem Ausfall dieſer Unterſuchungen kann es beim betreffenden Mini⸗ ſterium beantragen, daß für dieſe Stadt oder Gegend eine beſon⸗ dere Geſundheits⸗Commiſſion niedergeſetzt werde. Dieſe hat dann das Recht, ermittelte Quellen der Ungeſundheit in Luft und Waſſer auf Koſten der Bewohner nöthigen Falles gewaltſam zu beſeitigen, ungeſunde Induſtrien an dieſer Stelle zu verbieten oder ganze Häuſer, in welchen den nothwendigen Bedingungen für geſundes Wohnen darin nicht genügt wird, umzubauen oder niederzureißen. Ohne dieſe Beſtimmungen durchweg als Muſter zu empfeh⸗ len, müſſen wir doch anerkennen, wie es auch bereits vielfach in der Preſſe geſchehen iſt, daß eine ſolche Macht, eine ſolche Behörde in Deutſchland unerläßlich geworden iſt, und alle Kräfte aufbieten, ein ſolches über Deutſchland verzweigtes Geſundheitsamt in's Leben zu rufen. Die Herren, welchen jetzt die Sorge für öffent⸗ liche Geſundheit obliegt, ſind der Aufgabe durchaus nicht gewach⸗ ſen. Wer ſich um die Sache bekümmert hat, weiß das gehörig, und Jeder kann es in jeder Stadt, in jedem, auch oft dem fein⸗ ſten Hauſe ſehen, hören, ſchmecken, fühlen und beſonders riechen. In Berlin iſt es notoriſch, daß jeder nächtliche Reinigungsact die Luft weit umher in der Nachbarſchaft, ſelbſt durch verſchloſſene Doppelfenſter hindurch geradezu verpeſtet. Aus einem ſonſt ſehr reſpectahlen Hauſe zog eine Familie aus, weil während ſolcher Nächte das Silberzeug und ſonſtige metalliſche Gegenſtände gräu⸗ lich, grünlich angegriffen und angeſchwärzt wurden. Die Vor⸗ ſchriften wegen Desinfection werden eben nur ſehr ausnahmsweiſe erfüllt. Und was dieſe nächtliche„Abfuhr“ gewöhnlich für ein Schickſal haben mag, können wir aus einer nächtlichen Jagdſcene ſchließen, wie ſie unlängſt in Berliner Blättern geſchildert ward. Nachts um die zwölfte Stunde poltert es ſchwerfällig durch die claſſiſche Schönheit des Brandenburger Thores. Späte Wan⸗ derer und aus fröhlichen Geſellſchaften zurückkehrende Partien ver⸗ ſtummen in ihrem Gelächter und fliehen. Das polternde Unge⸗ thüm bewegt ſich hinaus in eine der ſchönſten Gegenden des Thier⸗ gartens am Goldfiſchteiche und fängt an, angeſichts der Statue der Schönheits⸗ und Liebesgöttin ſich ſeiner entſetzlichen Bürde zu entledigen. Da ſprengt eine berittene Schaar bewaſſneter Helden durch's Brandenburger Thor heran und der noch ziemlich gefüllte
Wagen donnert fliehend Charlottenburg⸗wärts, nach allen Seiten
ruchloſes, aber geruchvolles Verderben ſpeiend; die berittaen Schaar bewaffneter Helden hinterher, und ihr gelingt es, freilich ohne jede Rückſicht auf ihre Naſen, das verbrecheriſche Geſpann einzuholen. Der Wagenlenker geſteht mit weinerlicher Stimme,
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