—e 111 Der Freund hielt es in Am Tage nach Ciufrid's Beſt er ſich bei Brunhild melden u
bin kraft des Teſtaments m Vollſtrecker deſſelben ernannt.“
dorn gefrorene Verzweiflung nannte. Nähe nicht länger aus
ihrer gießt ſein ſilbern Licht auf den kleinen Hochſee und die Burgruine attung ließ mit dem halbzerfallenen W
nd ſagte ihr: 5 Gnädige Frau, ich
eines hingeg
artthurm.
Auf der Bank am Fuße deſſelben ſitzt eine weibliche Geſtalt, angenen Freundes zum in dunkle Gewänder gehüllt. Die zurückgeſchlagene Kapuze des
ſinnigen
genblicke
Mantels läßt das geſpenſterhafte Weiß ihres Antlitzes ſehen und 1 Sie ſaß ſtill und ſtumm und wandte nicht das Haupt. den blaſſen Goldſchimmer ihres üppigen Blondhaars. Die dunkeln me um„Madame,“ fuhr er fort,„ich bedauere, Sie mit dieſer Sache Augen ruhen unbewegt auf der ſpiegelglatten Waſſerfläche, regungs⸗ ſe Geg⸗ behelligen zu müſſen; aber ich kann und will meine Abreiſe nicht los liegen die ineinander geſchlungenen Hände auf den Kn e 4 änger verſchieben und wünſche daher, wenigſtens das Wichtigſte 2 Kuge ſſ⸗
feſtgeſchloſſen, wie z as Blei
zu ewigem Schweigen, iſt der Mund. Eine Stunde vergeht. Dann erhebt ſich die Geſtalt und Haſt ſchreitet ſie den F
deſſen, was mir aufgetragen iſt, möglichſt raſ Geſchäft iſt auch einfach genug. Der nit Ausnahme verſchiedener, alle
ieen und
ch zu erledigen. Das arme Sigfrid hat nämlich,
ohne Fußpfad hinunter zum See. Sie umgeht rdings nicht unbedeutender Legate, denſelben zur Hälfte und verſchwindet für eine kurze Weile in F elche er ſeiner Dienerſchaft ausſetzte oder gemeinnützigen Anſtalten einem Weidengebüſche Preßten wandte, ſein ganzes Vermögen, liegende und Rettung, 2
am öſtlichen Ufer. Wieder herv
orgetreten, fahrende Habe, ſteht ſie im vollen Gut und Geld Ihnen vermacht.“
Schein des Mondes, welcher, zum Niedergang V 1. ſich. ſchickend, ſchon den Gipfeln der Hochgebirge im Weſten nahe —„Das Schloß?“ entgegnete ſie mechaniſch, als hätte ſie nur gekommen iſt. G ine Wor faf F; ümmer fallen. Fo;— me. L 8 iſt Wu aufgefaßt.„Es mag in Trümmer fallen; ſein Ihr Obergewand iſt hinaufgeſchlagen und der weite Saum er iſt todt. ſbe 8* 7 1—.. 1 über den Hüften eſtgebunden. Järtlich„Sle werden darüber zu verfügen haben, wie es Ihnen be⸗ Büf feſts 2 Scla⸗ 4
In ſchweren, ſtraffen Falten hängt . 4 51 es über dem weißen Untergewand bis Was das übrige Vermögen... Seios
zu den Knieen herab, als 3 bärge es eine ewichtige Laſt. h leben,„Gebt es den Armen. Gebt es, wem ihr wollt... Aber alge e Bowichtig
4 Sie mir, verehrter Freund, ſind der an eines
Architekt und der Bild⸗ So muß es auch wohl ſein, denn ſie legt die wenigen Schritte, cnoch immer nicht aus der Stadt angelangt?“ welche ſie noch am Ufer hin thut, jaugenſcheinlich nur mühſam gelehnt„Doch, eben vorhin; allein ich bitte.. 4 zurück. Die ſteht einen Augenblick ſtill Dann ſchreitet ſie, mit Schatten Brunhild ſtand raſch auf und ſchritt an Schwarzdorn vorüber feſt an die Lenden gedrückten Händen, langſam in„das Waſſer b tete i m Zimnier. hinein. Immer weiter hinein. Kein Zug ihres Geſichtes ändert. hen uls as war nun ihre Sorge ihre Arbeit, das Einzige, wofür ſich auf dieſem Todesgang. Die feſtgeſchloſſenen Lippen beben nicht, 4 das Sinn hatte, des Todten Grab zu ſchmücken Als Haupt⸗ kein Zucken in den düſter flammenden Augen, überall nur die 2 Vein wurde an Füßen deſſelben en ewaltiger, unbehauener Ruhe und Sicherheit einer eiſernen Entſchloſſenheit, Immer weiter 1 Au T arfoeec ei en dar Inſchrift: dulnger, hinein. Schon umſpielt die kalte Fluth die Bruſt, worin ein och durc 9 ch 5 ſtolzes Herz ſo unbändig geſchlagen, bis es unter dem Hammer ſeg Sigfrid von Lindenberg. ſchlag des Schickſals gebrochen wie ſpröder Diamant. Immer ſein efallen im Zweikampf für ſeines Landes Ehre. weiter hinein. Nur noch das ſchöne Haupt iſt ſichtbar auf der rlief r Auguſt 1864. Waſſerfläche, als läge es auf einem ungeheuren Silberteller. W li Ein Schritt noch, ein letztes, blitzſchnell ſ en Braut
chwindendes Auf
ſchimmern des Goldhaars, Mond geht unter.
dann ein leiſes Zuſammenrauſchen des
Waſſers über der Stelle, wo es zuletzt geſchimmert. V
Stune Herbſtnacht iſt ſt u und mild. Groß leuchten die 1 Wellenringe zittern an das Ufer, ein Windhauch geht durch
euint Sterne über dem mitternächtigen Schweigen und der Vollmond die Weiden und Föhren und hinter den Bergen verſinkt der Mond.
9 ar fah
—— üne dun Btätter und 31
üthen. — Männt Für junge Frauen von jungen Frauen. I. In dei Bri utigam ſieht dieſes Gericht war eine Nudelſuppe. Er verſicherte, daß es ſein äſtheti ſteiner zumeiſt jedes junge Mädchen das Ideal belſörpert, wovon es geträumt, ſeit es ſches Gefülhl verletze, die proſaiſchen Nudeln möglicherweiſe ſeinen wohlg zu teäumen verſteht. Sei mir dieſer gewagte Ausdruck verziehen, es giebt jedoch wichſten Henri⸗quatre berühren zu ſehen, und daß er lieben auf den Genuß un Leben jedes Mädchens eine Zeit, wo dieſes ſüße Treiben ſich entwickelt verzichte. es dien und die Seele erfüllt; ein Gemiſch von Unſchuld, Neugierde, hinter den„Nicht wahr, das iſt doch nett von ihm?“ ſagte meine jung pend, Vorhana zut Lckauen, der ſo roſig die Zukunft verhüllt, und einer roſ duh: weiblichen Berufes, das iſt die Zeit des mä faſ
Ahnung ſals ſie mir von dieſer dchenhaften Sie ſelbſt machte es nicht zurück in dieſes von der Aus
3 ge Freundin liebenswürdigen Schwäche des Ge anders. Nie durfte in G *gewiß ſieht jede Frau noch mit Wonne A in di von der ſtattung geſprochen werden, es ga Heiligthum ihres eigenen unſchuldigen Mädchenherzens und iſt im An⸗ tiſche Dinge dabei, als da ſind: Hemden, Beinkleider, denken daran nachſichtig gegen die ſeranwachſende Tochter, wenn dieſer Ganz erſchrocken und roth bis unter d einmal die Arbeit in den Schooß ſinkt und ſie träumt. ins Zimmer trat, ein zuſammengewickel Die Verlobung, der Brautſtand giebt dieſen Tr Flanellrock enthielt, mein lichkeit; die Gefühle, die als 1
liebten erzählte egenwart des Bräutigam denn es gab doch Röcke, Mieden e ſie einſt, als
as Haar verſteckt tes Paket, das
el
gar zu unäſth .. aumgeſtalten eine Wirk⸗
einen angefangenen ock elt, und nie, ſo verſicherte ſie, würde ſie ihre Anſichten in loſe Schmetterlinge ohne Ziel und Zweck ſolchen Dingen ändern. er verumflattern, haben einen Gegenſand gefunden, auf den ſie ſich concen⸗ Die Hochzeit des jungen Paares wurde gefeiert, und unter tauſend triren können, die ganze Wärnte Alnes lungfräulichen Herzens ſtrömt aus, Segenswünſchen der Zurückbleibenden verließen die Neuvermählten das 3 den geliebten Gegenſtand zu Abeſchütten und mit dem Schönſten und Beſten Elternhaus, den eigenen Heerd zu gründen. Nach elnigen Monaten kam he an V zu ſchmücken, was der herrlig der Mädchenträume der Phantaſie vorge ich zum Beſuche hin; meine Junge Freundin war eim liebreizendes Weibchen Jaukel Da kommt es den häufig vor, daß der alſo Geſchmückte nach geworden und die frohe Herzlichkeit, mit der ſie mich empfing, der Aus der Hechzeit, in ſeiner Aglichkeit geſehen, viel von ſeinem Heiligenſchein druck von Befriedigung in den anmuthigen Zügen zeigten mir, daß ſie auch verſiert und es hat qdann eine junge Frau die glänzendſte Gelegenheit, ganz glücklich ſei und ihre Wahl nicht bereue. Ixn ihrer Herze und Geiſtesbildung zu zeigen. Die naivſten Bei Nachdem die erſten Begrüßungen vorüber und die Fragen der iuugen 1 nir befdt, wie junge Bräute ſich ihren zukünftigen Ehemann Frau nach jedem noch ſo unbedeutenden Gegenſtande in dem lieben Hei rden und wie anders er ihnen nach der Hochzeit erſchienen iſt. mathſtädtchen erledigt waren, bei denen auch der Hund, des Nachbaps Katz natürlich nur von den harmloſeſten Täuſchungen, von denen und der Großmutter Canarienvogel die größte Theilnahme erweckt ich tie Beiſpene anführen will. 4 die Reihe des Fragens an mich, und ich fragte nicht auls bloß jige Freundin verlobte ſich mit einem wohlhabenden Kaufmann, Lag mir doch das Wohl dieſes zungen Weſens am Herzen, ale, N der er ehrere Meilen entfernten Stadt wohnte. Jede Woche kam Gefühle einer ältern Schweſter hegte. Ich war begierig n Fül der Brtigam zum Beſuch und ſtets in der feinſten Toilette. Er Fraueüileben geſtalten, wie ſie überhaupt ſich entwickelze —. tru⸗ zubte Wäſche, die ſchönſten hellen Glacehandſchuhe, hatte einen begabt mit Verſtand und Klugheit. Da kam denn m 66 nic.. alle uu Hri⸗quatre, und das Haar, ſchwarz und glänzend und immer mich höchlich amüſirte, und ich will zum Troſte fü de aſtolge, gen derſen Anordnung, war der beſondere Gegenſtand des Ent nen, die ſich etwa in ähnlicher Lage befinden ruhig ſie, zud r achhnjährigen Braut; er kam ſtets aus ſeiner Wohnung im ſchildern verſuchen, wie es ihr nach der 5chze renen lcß obe ockwei am frühen Morgen ſchon ſchön friſirt und geputzt zum„ Denke Dir,“ erzählte ſie mir mit cöß 1. Schlo Ka vo da Bräutchen aui Familientiſche im Morgenhäubchen die dier niemals helle Glacéhandſchathe; ſelbſ nem Ho maht Das Mittageſſen wurde gleichfalls im Kreiſe der Familie inachte, konnte ich ihn nicht dazu be n W ger t und muſterhafter Artigkeit fand der liebe Bräutigam Alles Hein, ich mag's ga⸗ nicht erzähle cſenn und au⸗ net; u von einem Gerichte bat er ihn Dispenſiren, und einen häßlichen blaſ pal. ol Schle
abgetragenen R


