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ſtehen blieb. Der Juſtizamtmann war ehrerbietig zurückge⸗ , vor dem ſtrengen, vor dem höheren Richter, als er einer Der junge Freiherr las eine alte Sage aus dem fünfzehnten hundert. „Es iſt vor kurtzen Jahren ein merkliches da in Colberg ge⸗ ei;, das ich nicht unterlaſſen khan anzuzeigen, beide, darumb nan ſehe, wie ſich meyterey in den ſtetten erſtrecken khan, nuch das auffruhr ſeltzamer weiſe geſtraffet wirt. Es ſeint jare her zwei geſchlechte die gewaltigſten zu Colberge geweſt, ie Schlieffen und die Adebare. Deren ſeient ungefherlich vor kk jaren oder mehr, zwei junge bürger geweſt, als Benedictus ir, der Doctoris Martinus Carit's, welcher darnach biſchoff amin geweſen, ſchweſter zur ehe hatte, und Niclas Schlieff, Schlieff's ſohn, deren zuvor meldung geſchehen. Dieſelbigen u ſich wie brüder unter einander. So begab es ſich einmal, ie ſampt anderer geſellſchaft auf einen abend beide zuſammen et hatten, und Schlieff guter Zeit heimgingk und ſich zu bette und etwa eine Stunde darnach Adebar jm folgete und für thür klopffete. So hörete Schlieff das er's war und ſtund auff im hembde und wollte jm einlaſſen. So hörete Adebar, er kham, und ſtach mit ſeinem Schwerte durch die thüre und e Schlieffen erſchrecken; und wie ſchlieff im ſinſteren zulieff, er die thüre auffmachen wollte, lief er in's ſchwerdt. So te er dennoch auff und ſchrye laut vber Adebaren, das er o haft erſtochen hatte. So erſchrack Adebar hart, und ver⸗ et jme von ſtunde an die wunde und führt jme zum artzten entſchuldigte ſich ſehr gegen jme, das er's aus keinem böſen ſondern aus fürwitz gethan. So lies ſich Schlieff ver⸗ aber empfand ſich ſehr vbel. Darumb warnete er Adebar, er möchte weichen, den er vertrawete ſich nicht lebendig zu
in wo jne denn ſeine Freuntſchafft erhaſchete, müſte er widder
u, welches er jme denn nicht gerne gönnete. Adebar mühete ter, ſonderlich das er alſo widder alle ſeinen willen ſeinen u geſellen in todesgeſfar und ſich auch in ſorge gepracht und ſch ſich, den er khonte in der nacht nicht aus der ſtat khomen.
b balde darnach, darvmb ſuchte Schlieffen freuntſchaft
ſch Adebar, das ſie jm funden und in's gefenknüß 1. So hette doctor Martinus Carit und die andere freunt⸗ Adebar's viel bitte und mühe umb Adebar, das er mochte gebürſchen abtrag los werden. Das wollte die freuntſchafft
thun, ſondern ließen Adebaren für Gerichte bringen und zum
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verurtheilen. Als er aber verurteilet wurde, wolte jne fffen freuntſchafft losgeben, damit das man ſage, das ſie jme das lebend geſchenckt hatten. Das wollte der Adebar und euntſchafft nicht annehmen, denn ſie ließen ſich bedünken, ein feileter were weiter lebends nicht wert. Darvmb ging Adebar muths hin und ſagte: er wolle viel lieber bei ſeinem gutten n und bruder dem erſchlagenen Schlieff ſein, wie länger leben—“ Der junge Freiherr wurde unterbrochen. Seine Hand hatte rt, als er zu leſen begann, und er mußte das Buch mit beiden in halten, damit das Zittern aufhörte. Nur mit unſicherer ne hatte er leſen können, und ein paarmal mußte er tief holen, damit ihm die Stimme ſicher wurde. Da kam er Stelle der Sage:„denn ſie ließen ſich bedünken, ein heilter wäre weiter des Lebens nicht werth,“ die Stimme ihm von Neuem zu fehlen und die beiden Hände wurden von einem leiſen Zittern, das ſich weiter dem ganzen Kör⸗ ttheilte, ergriffen. So gelangte er zu der Stelle:„und ſagte, er wolle lieber bei dem Erſchlagenen ſein, denn leben.“. Setze Dich!“ befahl der alte Freiherr ſeinem Sohne, der tehend vor ihm geleſen hatte. er junge Edelmann ſetzte ſich, denn er konnte ſich nicht ehend erhalten. ies weiter!“ befahl ihm der Vater. las weiter. Die Kniee ſchlotterten ihm und er mußte ch vor ſich auf den Tiſch legen, um weiter leſen zu kön⸗
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nen. Das Geſicht des alten Freiherrn war wieder feſt geworden und hart und kalt, hoch und gerade ſtand er vor dem Sohne, der endlich weiter las: 4
—„Aber damit er nicht wie ein Miſſethetter gefhüret würde, mußte ihne der Nachrichter und ſeine Diener nicht anrühren, ſon⸗ dern er gink ſelbſt gutwilligk, und der Rat und die ganze Stat begleitete ihne und betrübeten ſich ſeinethalben. So hatte Adebar eine Schweſter im Jungfrauenkloſter zu Colberge, die war Cptiſſin; dieſelbe ergriff ein Crucifix und trat für ihne her und ſterkete ihne und ſagte: E ſollte auf Got trawen und in ſeinem Glauben ſterben. Alſo kam er außer der Stat; da wurde ihme gegunt, daß er auff einen Kirchhoff gink. Daſelbſt lies er ſich abhawen.“
Er hatte zu Ende geleſen.
„Steh auf!“ befahl ihm der Vater,„und ſieh mich an.“
Der Sohn gehorchte und verſuchte den Blick zu den Augen des Vaters zu erheben. Er ſah das harte, kalte, bleiche Geſicht und die dunkel glühenden Augen, die tiefen Brauen verbargen ſie nicht mehr. Er ſah den furchtbaren Richter, vor dem er ſtand, und ſein Blick ſenkte ſich wieder.
„Elender!“ ſagte der Greis.
„Er konnte das Wort er leiſe ſprechen. Auch ihm zitterte die Stimme, und mit dieſe eimme ſprach er weiterr
„Mörder! Oder wagr⸗— Narbrechen zu leugnen?“
Er erhielt keine Antwort.
„Du
*Du verdieneſt daher—“
ſich um zu den beiden Gerichtsbeamten und dem alten Pfarrer.
„Verlaſſen Sie uns! Auf eine Minute!“ ſprach er mit feſter Stimme und entſetzlich bleichem Geſicht.
Die Drei verließen das Zimmer, ein Grauen hatte ſie er⸗ griffen. Draußen im Corridor an der Thür blieben ſie ſtehen und horchten. Sie hörten kurze Worte, die der Vater und der Sohn mit einander wechſelten, verſtanden aber nichts davon. b
„Kniee nieder!“ hörten ſie dann den alten Freiherrn lauter ſagen.„Bete!“
Eine Todtenſtille, die wenige ſiel ein Schuß in dem Zimmer, und wieder herrſchte eine Todten ſtille. Kein Laut, kein Ruf, kein Schmerzens⸗, kein Hülfern wurde gehört. Die Männer in dem Corridor ſtanden bleich, beben am ganzen Körper. Die Thür des Zimmers öffnete ſich, und d alte Freiherr trat zu den bebenden Männern heraus und ließ d Thür offen. Durch die offene Thür ſah man die Leiche des jungt Freiherrn. Das Blut floß aus einer Wunde in der Bruſt, und de abgeſchoſſene Piſtol lag auf dem Tiſche nebenan. Der Greis hat es aus dem alten Schranke zu ſich genommen, als er ſein Zin mer verließ. Der alte Freiherr trat auf den Juſtizamtmann zu
„Mein Herr, ich bin Ihr Gefangener ſtatt ſeiner. Verfüg Sie über mich.“
Der Schuß hatte den Caſtellan des Schloſſes herbeigefüht
„Das Zimmer werde verſchloſſen,“ befahl ihm der Freihen „bis das Gericht ſeines Amtes gewahrt hat. Später werde vermauert, damit Niemand wieder die Stelle betrete, an welch
der letzte Stamm dieſes edlen Geſchlechtes von der Hand des eigen Vaters ſterben mußte, um nicht der Hand des Henkers zu verfallen Auch das hatte er mit feſter, ruhiger, ſtolzer Stimme geſprocht „Ahl!“ holte er dann Athem, tief aus der alten Bruſt. Es war ſein letzter Athemzug: der Schlag hatte ihn gerüh er Caſtellan und der Juſtizamtmann fingen ſeine Leiche auf. Sdinten in dem Ritterſaale der alten Burg riefen unter den Ahne bildern des edlen Geſchlechtes die zechenden Gäſte:„Hoch! hoch
Wohl ſprach man in der Gegend eine Zeit lang von de gräßlichen Gerichte auf dem Freienſtein, allein in unſerm raſt
lebenden Jahrhundert ward ſelbſt dies Begebniß in der Flut anderer Ereigniſſe raſch genug begraben und vergeſſen.
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Blätter und Blüthen.——
nordamerikaniſchen Oelprinzen. Schon ſeit Jahrtauſenden getroleum, auch Steinöl, Naphta, Seneca⸗Or, Erdöl oder genannt, älteſte iß, befinden ſich au Caspiſchen Mo der Oelquelleit ewig braunten! das ewiae Feu
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bekannt. Die älteſten Quellen deſſelben, Wn denen eere bei Baku,
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Bewohner der Nachbarſchaft es zur Belenchtung ibe Häuſer und Tempel gebrauchten. Außerdem haben noch Oſtindien, Europa die Gegend von Parma und Modena, die von Neuchaten u Tegernſee, Bezière h Fauf Ie Sieilien und anbere Delqual uee 5
kannſt es nicht! Es iſt ein Reſt von Ehre in
Er ſprach nicht aus, was er hatte ſagen wollen, ſondern wandte
Secunden dauerte, folgte, dan
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