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e— geſchlagen. Jünglinge, wohlgeſchult, herrlich auf den Paraden, in den Manbvers. Wie in die Reihen der er⸗ wird ſie aber ſein, wenn der Ernſt herantritt? Wenn es gilt, wo im Norden die Grenze des deutſchen ſchen Nachbar ſein ſoll, der lange Jahre
prachtvollen Gebilden der Apokalypſ Knaben der Schule entlaufen, hatten ſich probten Krieger geſtellt und waren gleich ihnen in das Feuer mit Blut zu ſchreiben, gegangen auf den Ruf ihres Landesvaters; beſchattet und geſchirmt, Vaterlandes gegen den tücki
geführt und— wie viel Tauſende!— in das große, gemeinſame hindurch mit unbegreiflichem Stolze und Hochmuth das deutſche Grab geſenkt mit den Farben des preußiſchen Vaterlandes. Recht verhöhnte?
„Das iſt die Folge, wenn man den Leuten à la Bonaparte Schon ziehen ſie hinaus; gerufen von Ambos, von Hammer vertraut,“ ſagten die Bourboniſten vom Marsfeld zurückkehrend. und Meißel, von Pflug und Büchern, von Wechſelbank und
denſch fallen.“ Strazze, wieder einzutreten in das Heer, zu zeigen, daß ſie ein— 55, 5 L 5 er„
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„So rächt ſich der Verrath an der Nation, von Talleyrand ſtehen können für das Vaterland mit Leben und Blut. und Fouché ausgeheckt,“ ſagten die Republikaner.„Statt des Dieſe preußiſchen Männer hat der Friede nicht erſchlafft, dieſe Convents der Säbel der Fremdlinge!“ 3 Waffen ſind nicht nur für Glanz und Schimmer der Paraden,
„Höchſt merkwürdig dieſe Fahnenweihe!“ ſagten die Neugie⸗ dieſe Fahnen ſind nicht nur Andenken vergangener Großthaten. Im rigen.„Wie oft hat man auf dem Champ de Mars nun ſchon verderblichen Froſte des Winters, auf unwirthlichem, gefahr eroberte Fahnen geſehen! Wer hätte gedacht, daß ſiegreiche Feinde bringendem Wege, umlauert von Verrath, dringen die Neulinge zwei Mal, mitten in Paris ſelbſt, ihre Waffen und Standarten im ernſten Kampfe unaufhaltſam vor. Sie werfen den Feind, aufpflanzen würden! Man erlebt doch Vielerlei!“ ſie erklimmen furchtbare Schanzen unter dem Donner todbringender Die alten Soldaten aber ſtanden wieder beiſammen. Sie Geſchütze, das Meer ſchreckt ſie nicht, die Waffe im Arm landen blickten ernſt den abmarſchirenden Preußen nach, deren letzte Co⸗ ſie an feindlicher Inſel. Ihre Leiber decken den Boden, zerfetzte, lonnen in den Straßen von Paris verſchwanden.„Dieſe Leute verſtümmelte Glieder nehmen ſie mit nach Haus, aber ſie haben ſind Helden,“ ſagte ein alter napoleoniſcher Oberſt.„Wir, als gezeigt, daß die alte Kraft, die dereinſt die Väter zum Siege Soldaten, müſſen das zuerſt eingeſtehen. Aus ihren Augen, aus führte, ihnen geblieben iſt, ſie haben mit ihrem Blute das ſchon ihrer Haltung blitzt ein hoher, kriegeriſcher Geiſt. Er fliegt durch losgeriſſene Stück wieder an Deutſchland gekittet, und Der, welcher, ihrer alten und neuen vor fünfzig Jahren ein Jüngling, die neuen Fahnen auf das
ihre Reihen, er ſchwebt um die Spitzen Fahnen, heraufbeſchworen durch den Spruch, den ſie auf ihren Marsfeld geleitete, der ſchaut ſie heute wieder entfaltet, ein Zeichen Kreuzen tragen. Ihre Armeen ſind ‚„Das Volk in Waffen.“— des Sieges ſeiner Armee— ſeines Volkes.
Stolz und luſtig flattern ſie am Ufer des Meeres auf den
Fünfzig Jahre ſpäter! und wieder tönt der Ruf:„Zu den
es Land, für deutſches Recht zu ſtrei⸗ eroberten Schanzen, wie ſie dereinſt flatterten im beſiegten Paris. chlaff gemacht für das Weit hinaus in die Oſtſee ſchimmern ſie, umblitzt von den en Vorfahren ge⸗ Bajonneten und Säbeln ihrer Krieger, umdonnert von den Sieges⸗ — Preußiſches Pulver! Preußiſche Fahnen!
Waffen! es gilt für deutſch
ten.“ Hat der lange, tiefe Friede die Arme ſ Waffenhandwerk? Iſt der Geiſt der kriegeriſch wichen von den Nachkommen? Die Armee Preußens iſt glänzend, grüßen ihrer Geſchütze.
Blätter und Blüthen.
Am 16. September des Jahres die Aufregung über das Wunder, anſtatt ſich zu legen, wächſt immer mehr, des Weilers Saint Gourgon in concentriſchen Ringen, trotz der Spöttereien der Freigeiſter, welche freilich els wiſſen. Aber ſiehe da eines
Der Stuhl aus dem Himmel. 1804 ſaß ein junges Mädchen in der Nähe
ebenfalls keine Erklärung des Räthſ
bei Rouen in Frankreich im Schatten eines Gebüſchs und ſtrickte; vor ihr
weidete eine kleine Schafheerde, deren Hut ihr anvertraut war. Es war Tages war der Himmelsſtuhl verſchwunden, Niemand wußte, wie, wohin
ein herrlicher Herbſttag, kein Wölkchen am Himmel, die Sonne ſchien warm er war und blieb weg. Erſt Jahre nachher, als längſt die Sache ver⸗
wie im Sommer; die Zeit gegen drei Uhr des Nachmittags. Plötzlich ver geſſen war, erfuhr man die nähern Umſtände. 3
nimmt Suzan Jacqueminot— ſo hieß die Hirtin über ſich in der Luft ein Der Pfarrer erhielt nämlich am Abend vor dem Verſchwinden des ringt, geſchieht dicht hinter himmliſchen Stuhls die Zeitungen und fand darin zu ſeiner großen Befrie
pfeifendes Geräuſch und als ſie erſchrocken aufſp ihr ein fürchterlicher Schlag in das Gebüſch, ſo daß dieſes nach allen Sei⸗ digung folgende Nachricht:„Am 16. September, Vormittags um neun ten hin auseinander fährt, zerbrochene Zweige und abgeriſſene Blätter ver Uhr vierzig Minuten trat der große Naturforſcher Herr Gay Luſſac ſeine ſtreut. Und auf dem tief niedergedrückten, elaſtiſch ſich wiegenden Aſtwerk zweite Luftfahrt an; er erreichte auf derſelben die Höhe von 7016 Meter iß f über der Meeresfläche, höher, als jemals ein Menſch gelangt iſt. Bei Hirten und Ackerleute laufen von den umher⸗ 7000 Meter wollte er verſuchen, in eine noch höhere Luftſchicht einzudringen liegenden Feldern hinzu, Alle ſchauen verſteinert das Wunder, Alle ent entledigte ſich daher des geſammten Ballaſtes der Gondel, bis auf die phyſi⸗ blößen andächtig das Haupt und ſinken anbetend nieder. Denn darüber kaliſchen Inſtrumente; zuletzt warf er ſogar noch den hölzernen Stuhl, der kann doch kein Zweifel ſein, daß dieſer ſichtbare Stuhl, den aber Niemand ihm zum Sitze diente, hinaus. Allein der Ballon wollte ſich trotzdem nicht anzugreifen wagt, direct aus dem Himmel herabgefallen iſt, aus dem völlig mehr heben, und ſo kam er um drei Uhr fünfundvierzig Minuten zwiſchen reinen, unumwölkten Himmel, an welchem, ſo weit der Horizont reicht, Rouen und Dieppe zur Erde nieder.“ Als der gute Pfarrer dies geleſen nichts Fremdartiges zu entdecken iſt. Aber was hat der himmliſche Stuhl hatte, ſtellte er ſich ein Holzbeil zurecht und begab ſich unter dem Schleier zu bedeuten und warum iſt gerade die Schäferin Suzan Jacqueminot damit der Nacht in die an ſein Wohnhaus anſtoßende Kirche. Kurz darauf konnte begnadet worden? Mit ſcheuer Ehrfurcht betrachten die Anweſenden bald man ein lebhaftes Feuer in ſeinem Junggeſellen-⸗Kamin wahrnehmen. Aber den Stuhl, bald das Mädchen, welches ſie zu großen Dingen berufen er kannte ſeine Bauern und erzählte ihnen erſt lange nachher vorſichtig die wähnen. Mittlerweile ſind Einige in das Dorf gelaufen, um dem Herrn Bewandtniß mit dem Stuhl aus dem Himmel; natürlich ſagten die Bauern: Pfarrer die Anzeige zu machen, und ſchon ſtrömt es heraus; wer Beine„Ja, ja, Herr Pfarrer!“ und glaubten kein Wort davon, um ſo ſteifer hat, kommt haſüig, um das Wunder anzuſtaunen, voran der ehrwürdige und feſter aber an das Wunder. Und die Schäferin Suzan Jacqueminot Cureé mit ſeinem Meßner. Kopfſchüttelnd hört der nicht ganz leichtgläubige hieß, obgleich verheirathet und Mutter von einem haben Dutzend unge Geiſtliche den Bericht; aber der iſt ſo einfach und überzeugend, daß ſich an waſchener Nangen, bis in ihr ſpätes Alter weit und breit Die Fere be äkeln läßt: Der Stuhl iſt vom Himmel gefallen! vom Stuhle.“ 1 Dual Außer dem Pfarrer und einigen Freigeiſtern liegt die ganze Gemeinde auf den Knieen. Endlich befiehlt Jeuer, den Stuhl aus dem Gebüſch zu löſen, Ein Kuß von Schiller. Meine Großmutter, die„Frau Senatorin“ jedoch nur die Freigeiſter ſind n zu bewegen, ihn anzufaſſen, was ſie hat ſeiner Zeit die ganze Stadt Darmſtadt gekanut 85 hatte ihre mert⸗ übrigens ſelber nur mit einiger Vorſicht thun. Aber der Stuhl brennt nicht, würdigen Eigenheiten; ſo trug ſie ſich bis zu ihrem Tode im Jahre 1850
mit bitterlichem Hülfeſchreien;
ſtuhl. Mehr noch, der Tiſchler, welcher ihn auf unabänderlich, wie Bürgerfrauen zu Ende des vorigen Jahrhunderts, wo Birkenholz, und verfl ſchechte Arbeit durch ſie natürlich Jedermann auffiel; aber niemals hat es Jemand gewagt an de n L kauf dann die Frommen entſetzt bekreuzen. ihrer zu ſpotten. Sie war ſtreng gegen Jedermann, am ſtrengſten gegen Nunmehr wird der Stuhl in Proceſſion in das Dorf gebracht und einſt⸗ ſich ſeibſt, gottesfürchtig und ſehr ſtolz nach oben und unten Auf ihre 3 Den gauzen Tag wird dieſelbe von Wahrhaftigkeit konnte man ſich verlaſſen, daher iſt auch die nachſtehende Andächtigen nicht leer, wie ein Lauffeuer verbriitet ſich die Kunde von dem Anekdote, welche ſie nur erzählte, wenn ſie bei recht guter Laune war und Wunder in der Umgegend, in zahlreichen Proceſſionen langen die Dörfler ſelbſt dann noch mit jener Verſchämtheit die auch atben Frauen ut ſtebt des Umkreiſes an, um mit eigenen Augen has Wunded anauſehen Der vollkommen authentiſch. 3 Dü Jut ſteht, „benehmen ſoll, läßt geſchehen, An einem ſchönen Winterabend im Januar(1785) begleitete ſie noch auch zu erklären vermag. Am beſten be⸗ etwa ſechszehnichriges Mädchen dd nn Rbuanadin 3 beddet ui 55 e auf ſie herab, eine wohlhabende iſt mir entfallen), die Tochter des Hof⸗ Perrüquiers, über deu Markt nach Hauſe. Es lag ſchöner Schnee auf der Straße und die luſtigen Dinger warfen ſich ſcherzend mit Schneebällen. Die ſchäkernde Schlacht war gerade am hitzigſten, als aus dem ſogenaunten alten Palais des Prinzen Chriſtian
(bewohg de der„alten Fürſtin“, Albertine Louiſe, Gemahlin des Prinzen


