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Neuland : Roman / von Iwan Turgéniew
Entstehung
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ihm, wie es ſich gehört folglich iſt er ein rechter Mann! Denken Sie doch: Ein Mann mit Idealen — und ohne Phraſe; gebildet — und aus dem Volke hervor⸗ gegangen; einfach — und doch ſelbſtbewußt . . . Was braucht man denn noch mehr? „Und achten Sie nicht darauf,“ fuhr Paklin fort, immer mehr in Eifer gerathend, und ohne zu bemerken, daß die Maſchurin ihn ſchon lange nicht mehr anhörte, ſondern wieder ₰ auf die Seite blickte. „Achten Sie nicht darauf, daß es jetzt bei uns in Rußland allerlei Volk giebt: da ſind Slavo⸗ philen und Beamte, einfache und volle Generäle, Epicuräer, Nachahmer und Sonderlinge — (könnte ich doch eine Dame beim Namen nennen: Chawronja Priſtſchow, welche plötz⸗ lich Legitimiſtin wurde und Allen verſicherte, man hätte —

nach ihrem Tode — nur ihren Körper zu öffnen — und man würde auf ihrem Herzen den Namen Heinrich's V. finden bei der Chawronja Priſtſchow!) — Sehen Sie nicht auf dieſes Alles, meine Verehrteſte, und wiſſen

Sie, daß unſer uralter, rechter Weg derjenige iſt, — den

die Sſolomin's, die grauen, einfachen und klugen Sſolomin's gehen! Vergeſſen Sie nicht, wenn ich Ihnen das ſage — i Winter des Jahres 1870, wo Deutſchland im Begriff ſteht Frankreich zu vernichten — wo 4

„Sſila,“ hörte man hinter dem Rücken Paklin's die

ſanfte Stimme Snandulia's: „mir ſcheint, Du vergißt bei Deinen Betrachtungen über die Zukunft unſere Religion und deren Einfluß und zudem . . ſetzte ſie haſtig hinzu, „hört Dir Fräulein Maſchurin gar nicht zu 8 Du ſollteſt ihr lieber noch eine Taſſe Thee anbieten.“

Paklin beſann ſich. 6 „Ach ja, meine Verehrteſte — in der That . . iſt Ihnen noch Thee gefällig?“ Allein die Maſchurin richtete ihre dunklen Augen lang⸗ ſam zu ihm auf und ſagte nachdenklich: „Ich möchte Sie fragen, Paklin, — haben Sie nicht Etwas von der Handſchrift Neſhdanow's, oder eine Photo⸗ graphie von ihm?“ Ja, ich habe eine Photographie — ich habe eine; und ic glaube ſie iſt ziemlich gut. Ich werde ſie gleich auf⸗ ſuchen.“ Er begann ſeine Schieblade zu durchſuchen — Snan⸗ dulia aber trat auf die Maſchurin zu, ſah ſie lange theil⸗ nehmend an — und drückte ihr, wie einer Leidensgenoſſin, 3 die Hand. 6 „Ich habe ſie gefunden . . hier iſt ſie!“ rief Paklin