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„Verdammter Departements⸗Director! dachte Paklin wieder. — Genug der Ziererei, Du engliſche Fratze!“
„Der Bruder Ihrer Frau Gemahlin,“ — ſprach er laut „Herr Markelow — iſt von ſeinen Bauern, die er aufzuwiegeln verſuchte, ergriffen — und ſitzt im Hauſe des Gouverneurs im Arreſt.“
Sipjägin ſprang zum zweiten Male von ſeinem Seſſel auf.
„Was was ſagen Sie?“ ſtammelte er, nicht mehr im miniſteriellen Bariton, ſondern in irgend einem häßlichen Gurgeltone.
„Ich habe geſagt, daß Ihr Schwager ergriffen iſt und in der Stadt in Ketten ſitzt. — Sobald ich das erfuhr, nahm ich Pferde und jagte hierher, um Sie davon zu be⸗ nachrichtigen. Ich glaubte damit ſowohl Ihnen als auch jenem Unglücklichen, den Sie vielleicht retten können — einen Dienſt zu leiſten.“
„Ich bin Ihnen ſehr verbunden“ antwortete er, immer noch mit derſelben ſchwachen Stimme — und ſchlug, weit ausholend auf eine Glocke in Form eines Pilzes, ſo daß deren metallener Klang durch das ganze Haus ſchallte. — „Ich bin Ihnen ſehr verbunden, — wiederholte er ſchärfer; — „wiſſen Sie jedoch: ein Menſch, der ſich ent⸗ ſchließen konnte alle göttlichen und menſchlichen Geſetze mit Füßen zu treten, iſt, — und ſei er mir auch hundert⸗ mal verwandt — in meinen Augen kein Unglücklicher, ſondern ein Verbrecher!“
Ein Diener ſtürzte eilig in's Zimmer.
„Sie befehlen?“
„Meinen Wagen! Sofort den Wagen mit vier Pferden! — Ich fahre in die Stadt. — Philipp und Stephan fahren mit!“ — Der Diener ſprang hinaus. „Ja, mein Herr, mein Schwager — iſt ein Verbrecher; und ich fahre in die Stadt, nicht etwa um ihn zu retten! — oh, nein!“
„Aber Excellenz!
„Dies ſind meine Principien, hochgeſchätzter Herr! — und ich bitte mich nicht mit Vorſtellungen zu beläſtigen!“
Sipjägin ging in ſeinem Kabinette auf und nieder. — Paklin riß die Augen auf. „Pfui Teufel!“ dachte er. „Von Dir ſprach man ja als von einem Liberalen?! — Statt deſſen biſt Du ja ein brüllender Löwe!“ — Die Thür öffnete ſich und Valentine Michailowna trat eiligen Schrittes herein; ihr folgte Kallomeyzew auf dem Fuße nach. 3 „Was bedeutet das, Boris? Du haſt den Wagen an⸗


