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„ „Warum iſt Blut daran?“
— Blut? — Ja, hi, hi, — das muß ſo 'ne Ge⸗ ſchichte ſein. Aber hätte der Herr Profos da nur noch eine kleine Weile gewartet, ſo war's ſchon rein weg⸗ gewaſchen“ — —.
In dem Styl hätte es leicht noch lange fortgehen mögen, wäre nicht im gleichen Augenblick aus dem Bericht des armen Schluckers ein helleres Licht aufge⸗ gangen. Da lag dann bald die ganze Geſchichte des Meſſers mit der rothen Scheide während der letzten vierundzwanzig Stunden klar zu Tage. Nur ein Ka⸗ pitel blieb ſelbſt für die Sperberaugen der neugierigen Dame Polizei ein Geheimniß, nämlich jene Verzweif⸗ lungs⸗ und darauf gefolgte Wonneſzene auf dem ein⸗ ſamen Plätzchen am Fluß. Zwar hatten die neugie⸗ rigen Herren auf dem Ausfragebüreau es dem hübſchen Mädchen mit den blauen Augen, als erſter Finderin des merkwürdigen Corpus Delikti, nicht erlaſſen wollen, in eigener lieblicher Perſon vor ihnen zu erſcheinen; aber das ſchlaue Beichtkind hütete ſich wohl, die Lücke zwiſchen der Relation des verlierenden wackern Geſellen und des findenden armen Schluckers ſo getreulich aus⸗ zufüllen, wie wir es, unſern Leſern zu lieb, wirklich


