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Die gute Seele hatte ſich nun einmal nicht aus dem Kopf reden laſſen, man finde ein verlorenes Ding nie ſicherer, als eben zur nämlichen Tagesſtunde, zu der man den Verluſt erlitten habe. Darum wollte der Eigenſinnige, alles Zuredens ungeachtet, ſich keinen Augenblick früher auf den Weg machen, um ſein Meſſer mit der rothen Scheide zu ſuchen, als am Frühmorgen des folgenden Tages.
Das Vertrauen der guten Seele ward vollkommen gerechtfertigt. Im nämlichen Lindenweg, durch den er geſtern mit ſeinem Ballen hinabgetrabt kam, fand der gläubige Sucher heute ſein Eigenthum wieder. Er war hoch erfreut, nur konnte er nicht gleich begreifen, wie es komme, daß Meſſer und Scheide etliche Schritte von einander lagen. „Kurivs — ſagte er zu ſich ſelbſt — warum mußte ich denn nur, um es zu verlieren, es zuerſt aus der Scheide gezogen haben? — — Aber, ſieh da, iſt da nicht Blut daran? — — Ei — ei, da hatte ich mich ſcheint's bös geſchnitten! Am Ende wars ein Glück, daß ichs bald verlor, ſonſt hätte ich mich wohl


