Teil eines Werkes 
2. Theil (1839)
Entstehung
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Strand verließen, auch dießmal wieder das Meſſer ſammt der rothen Scheide unbeachtet liegen blieb, iſt wohl kein Wunder. Hatte doch keines von den beiden Uber⸗ ſeligen die entfernteſte Ahnung, daß dieſes nämliche Mordinſtrument, welches noch vor wenig Augenblicken gezückt worden war, um die zwei Liebenden auf ewig zu trennen, es eben war, dem allein ſie ihr unüber⸗ ſchwengliches Glück verdankten.

Im Schauſpielhauſe war großer Maskenball; darum wogte auch in den hell erleuchteten Sälen des anſto⸗ ßenden Kaffeehauſes ein buntes Gedränge auf und nieder. Hier trat mit ſchüchternen Bücklingen ein Mann ein und frug links und rechts, ob nicht einer der Herrn etwa ein ſchönes Meſſer mit ſaffianener Scheide kaufen wolle. Der Feilbietende war ein armer Schlucker, den gleiche Leere plagte in Geldbeutel und Magen. Ein Zu⸗ fall hatte ihn kurz zuvor nach jenem einſamen Grasplatz am Fluß geführt und ihn dort mit einem unerwar⸗ teten Funde beſchenkt. Allein dem armen Schlucker, der nicht einmal ein Stück Schwarzbrod hatte, um die