Teil eines Werkes 
2. Theil (1839)
Entstehung
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Darum ſuchte ſie, immer unter reichlichem Weihrauch für den fürſtlichen Gönner, die Schwächen der eben Entlaſſenen möglichſt zu bemänteln, was ihr auch voll⸗ ſtändig gelang. So durfte man z. B. dem Pfauen neben etwas Eitelkeit immerhin ſein Rednertalent nicht abſprechen; dem Affen gebührte das Lob eines aller⸗

liebſten muntern Geſellſchafters; dem Eſel fehlte es nur

an der Leichtigkeit, ſein tiefes Wiſſen von ſich zu ge⸗ ben; der Fuchs endlich gehörte unſtreitig zu den erſten Diplomaten ſeiner Zeit, wobei freilich nach Anſicht der Schlange ihm mehr Offenheit zu wünſchen geweſen wäre.

Das Alles ließ der Löwe für ausgemacht gelten. Man ſieht, die Schlange war auf gutem Wege zu ei⸗ nem überwiegenden Einfluß im Kabinete des neuen Fürſten zu gelangen.

Mit großer Selbſtzufriedenheit hatte der Fuchs ſei⸗ ner treuen Ehehälfte, der glanzaugigen Katze, die glücklichen Erfolge ſeiner bisherigen Schritte berichtet. Auch ſie war inzwiſchen nicht müßig geweſen in Be⸗ werbungen für die neue Staatsumänderung. Nun wurden von dem ſchlauen Ehepaar alle Triebfedern in Bewegung geſetzt, um dem Plan Eingang zu verſchaffen;