20
Ende nehmen, ſeit der mächtige Löwe, der geborne Fürſt aller Thiere, in unſerm Land erſchienen iſt.
Der Wille dieſes Gewaltigen iſt, daß allgemeiner Friede herrſche; er will die Sicherheit der Perſon und des Eigenthums gewährleiſten, und ſein Zorn wird einen jeden treffen, der fortan den Landfrieden bricht. Darüber kann nun kein Thier eine größere Zufrieden⸗ heit empfinden, als eben ich; denn keines weiß das Glück beſſer zu ſchätzen, in einem geregelten Staate zu wohnen. Obgleich wir nun dem Löwen noch nicht Gehorſam geſchworen haben, ſo hege ich dennoch allzu vielen Reſpekt vor ſeinem hohen Willen, als daß mir derſelbe nicht ſchon jetzt ein heiliges Geſetz ſein ſollte. Drum Kinderchen, wenn Ihr jemand danken wollt für Euere Erhaltung, ſo thut es gegen den mächtigen Lö⸗ wen. Ihr werdet nicht übel daran thun. Er iſt ein großer Herr, und nimmt es ohne Zweifel gut auf, wenn Ihr bei dem Anlaß ihm Euere Huldigung dar⸗ bringt.“
Das Mutterſchaf forderte, ſowie es nach Hauſe kam, den Herrn Ehegemahl mit dem ſchneckenförmigen Haupt⸗ ſchmuck auf, die Hausfrau ſammt den lieben Kleinen zum vornehmen Herrn zu begleiten. Der nahm dann


