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4.
Während Meiſter Reinecke ſeine Mitgeſandten an⸗ warb, und nach Gutfinden inſtruirte, bei gutem Anlaß auch unter den übrigen Thieren die Gemüther auf ſei⸗ nen Plan vorzubereiten begann, hatte der Löwe ganz unerwartet eine neue Bekanntſchaft gemacht. Im Hin⸗ tergrund ſeiner Höhle lag in verſchlungenem Gewinde, unbemerkt vom neuen Ankömmling, eine Rieſenſchlange. Dieſe hatte das Geſpräch zwiſchen dem Löwen und dem Fuchs mit angehört, und dachte nun darauf, die Ent⸗ deckung zu eigenem Vortheil zu benutzen. Ihr Plan
war bald gemacht. Unbemerkt vom Mitbewohner ver⸗
ließ ſie die Höhle. Sowie ſie das Freie erreicht hatte, zog ſie ihr Taſchenperſpectiv hervor, guckte ſich um, und eilte dann in pfeilſchnellem Lauf nach einem einſa⸗ men Weideplatz, wo zwei Lämmer ſorglos herumhüpf⸗ ten. In einem Augenblick waren die Wehrloſen von den gewaltigen Ringen gefeſſelt. Aber, o Wunder, ſtatt wie das Ungethüm ſonſt pflegte, die erfaßten Opfer zu zermalmen, umſchlang ſie mit zarter Vorſicht die lockigen Thierchen, und begann liebkoſend mit ihnen zu ſpielen. „Seid außer Sorgen — ſprach ſüß ſchmeichelnd die
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