16
„Ja, ſ — ſagte der Fuchs — Ihr habt Euch eine ſchöne Suppe eingebrockt mit Euern Inſolenzen ge⸗ gen den Großmächtigen. Ihr pocht zwar auf Euern Verſteck in den Wipfeln der Bäume; der wird Euch aber wenig nutzen. Während wir hier plaudern, iſt der Löwe beſchäftigt, etliche tauſend Fuder Reiſig an der einen Seite des Waldes aufzuthürmen. Die zündet er dann an, ſobald ſich der Wind von dorther erhebt; er aber faßt auf der entgegengeſetzten Seite Poſtv. Dort empfängt er diejenigen unter Euch, die ſich noch durch die Flucht zu retten hofften, mit offenem Rachen. Die aber zu ſpät kommen, um lebendig verſpeist zu werden, mögen dann gebraten als Deſſert dienen.“
Der Affe ward todtenblaß vor Entſetzen. Zu ſeinem Glück pflegte, als eleganter Herr nach der Mode, er immer ein Fläſchchen Eau de Cologne mitzuführen, ſonſt wäre er ohne Zweifel in Ohnmacht gefallen. Kaum hatte er ſich dann wieder in Etwas erholt, ſo glaubte er auch ſchon den Rauch zu riechen, und der Fuchs hatte alle Mühe, ihn zurückzuhalten, und mit der Ver⸗ ſicherung zu beruhigen, daß, wenn er gutem Rathe fol⸗ gen wolle, das Ungewitter noch abgewendet werden könne.


