Teil eines Werkes 
2. Theil (1839)
Entstehung
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Als dieſer nun die Augen aufſchlug, wollte der er⸗ ſchrockene Forſcher ſich mit der Flucht retten, aber ein donnerndes „Halt“ hieß ihn ſtille ſtehen.

Der große Herr mit der goldenen Mähne hatte ſeine üble Laune noch nicht ganz ausgeſchlafen, und fragte daher in ziemlich barſchem Tone, was Meiſter Reinecke hier ſuche. Dieſer wagte im erſten Augenblicke kaum Athem zu holen. Er ſtreckte in ſeiner Sernsn⸗ ſich platt hin auf den Boden, und bei der geringſten Bewegung des gewaltigen Löwenſchweifes zuckte er zu⸗ ſammen, mit jedem Augenblick den tödtlichen Streich gewärtigend. Wie dann aber der Gewaltige den Zit⸗ ternden immer noch nur, wiewohl nüt tief gerunzelter Stirne, fragend anblickte, da faßte auch dieſer nach und nach den nöthigen Muth, um die Ausflucht vor⸗ zubringen, auf die er inzwiſchen gefallen war.

„Großmächtigſter Herr Löwe — ſprach nun der Fuchs, indem er ſich furchtſam aufrichtete — ſelbſt dem ſchuldloſeſten Gemüth iſt es erlaubt, im erſten Augen⸗ blick zu erzittern beim Anſchauen ſolcher Größe. Auch würde ich ohne deinen Befehl nie wagen, meine Stimme zu dir zu erheben; doch du willſt es, und dein Diener gehorcht. So wiſſe denn, erhabener Fremdling,