Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Geſpenſt die arme Lenore, ſie hätte doch nicht zu lächeln aufgehört.

Bald verloren ſie die Häuſer Londons aus den Augen. — Bei dem erſten Dorfe, auf dem Wege nach Schottland, ſtieg der Marquis vom Pferde. Eine Poſtchaiſe war durch Bembo dort bereit gehalten worden. Der Marquis ſtieg mit Clary in dieſelbe.

Es war eine ſeltſame Reiſe. Rio Santo hatte bald ſein Mißverſtändniß bemerkt und auch den Zuſtand, in dem ſich ſeine ſchöne Gefährtin befand. Einige Worte Clary's gaben ihm Licht und er erfuhr zu gleicher Zeit ihren Na⸗

men und daß ſie die Schweſter Anna's, der reizenden Samm⸗ lerin von Temple⸗Church, ſei. Der Marquis hatte für die jüngere der beiden Töchter des Laird, ohne ſie zu kennen, eine mächtige und vorübergehende Liebe empfunden, wie ſie bei ihm ſtets die Dauer einer Laune und die Gewalt einer Leidenſchaft hatte; aber ſobald er Anna's Herkunft erfuhr, wurde ſeine Zärtlichkeit eine andere und er theilte ſie zwiſchen beiden Schweſtern gleich.

Er hatte Angus verziehen, deſſen ſchwachen Geiſt er kannte. Die Töchter Angus' betrachtete er als die ſeinigen.

Unterweges behandelte er Miß Mac⸗Farlane, wie ein Vater ein geliebtes Kind. Aber in Folge des lebhaften und tiefen Eindrucks, welchen Anna's Anblick früher auf ihn hervorgebracht hatte, nannte der Marquis in dem abgebro⸗ chenen, ſeltſamen Geſpräche, das er mit Clarh führte, den Namen ihrer jüngeren Schweſter unwillkürlich mehre Male.